Ob er bedaure, dass heutzutage Romane und Erzählungen nicht mehr illustriert werden, wird Marcel Reich-Ranicki gefragt. Keineswegs. Der große Literaturkritiker hält Bilder in der Belletristik sogar für schädlich. Und erzählt, dass auch Goethe bereits dieser Ansicht war.
War Schiller tatsächlich humorlos - und kann man seine Stücke mit denen William Shakespeares vergleichen? Marcel Reich-Ranicki gibt die Antwort. Außerdem: ein Nachtrag zu Patrick Süskind.
Warum konnten wir so lange nichts Neues von Patrick Süskind lesen? Wünscht sich auch Marcel Reich-Ranicki ein neues Buch von ihm? Gewiss, meint der Kritiker - doch sollte man Schriftsteller und Künstler nicht zwingen.
Exil oder innere Emmigration? Ein Briefwechsel mit Thomas Mann zu diesem Streitpunkt hatte Gerd Gaiser bekannt gemacht. Als Autor ist Gaiser, ebenso wie Frank Thiess, mittlerweile vergessen. Zu Recht, wie Marcel Reich-Ranicki erklärt.
Gibt es russische Autoren nach Dostojewskij, Gogol, Puschkin, Tolstoi und Turgenjew, die mit den großen Namen vergleichbar wären, fragt ein Leser Marcel Reich-Ranicki. Die Antwort des Literaturkritikers fällt knapp aus, im Gegensatz zu der Erinnerung an frühe Schullektüre.
Welche Texte können die Liebe zur deutschen Sprache wecken? Welcher Schriftsteller von heute wird einmal ein Klassiker sein? Was wird aus der Schweizer Literatur? Kurze Fragen, kurze Antworten von Marcel Reich-Ranicki.
Sollte man immer wieder versuchen, ein Buch von Jean Paul zu lesen, auch wenn man über fünfzig Seiten nicht hinauskommt? Und war der Schriftsteller Gustav Freytag antisemitisch? Marcel Reich-Ranickiantwortet.
Sind die Bücher von Undine Gruenter wirklich so außergewöhnlich, wie von den Feuilletons behauptet? Marcel Reich-Ranicki über eine Schriftstellerin, die nicht gleich ihren Weg und Ton finden konnte.
Nabokovs Roman Pnin kennt keine These und keine Botschaft, von irgendeiner Lösung ganz zu schweigen. Und doch ist es ein großartiges Buch über die Tragödie des Intellektuellen im zwanzigsten Jahrhundert, meint Marcel Reich-Ranicki.
Seine Feder wird scheinbar mühelos dem Sinnlichen ebenso gerecht wie der Emotionalität, der Wollust ebenso wie der Zärtlichkeit: Marcel Reich-Ranicki über Wladimir Nabokov und seine Lolita.
Ernst Bloch fand, das Unverhoffte Wiedersehen von Johann Peter Hebel sei die schönste Geschichte der Weltliteratur. Kann sich Marcel Reich-Ranicki dem Urteil des Philosophen anschließen?
Kaum einer seiner Romane zeugte nicht von seiner Genialität. Und kaum einem ist die Nähe zur Hintertreppenliteratur nicht doch ein wenig anzumerken. Sind sie trotzdem oder deswegen so beliebt? Marcel Reich-Ranicki über Honoré de Balzac.
Nach dem Besonderen der Gedichte Mascha Kalékos gefragt, holt Marcel Reich-Ranicki aus: Sie machten es den Kritikern eben schwer und den Lesern immer leicht. Auf die Frage nach der Aktualität Balzacs jedoch antwortet der Literaturkritiker mit zwei Sätzen.
Was ist dran an der Behauptung, literarische Qualität setze sich in den Bestsellerlisten durch? Welcher Schriftsteller von Weltrang schrieb in mehr als einer Sprache? Was zeichnet Seruya Shalevs Romane aus? Neue Fragen an, neue Antworten von Marcel Reich-Ranicki.