Haruki Murakamis Roman handeln auf bemerkenswerte Weise von Themen, die nicht nur Japaner interessieren. Das hat ihm längst zu internationalem Ruhm, aber noch nicht zum Nobelpreis verholfen. Hat er Grund, sich darüber zu beklagen? Antworten auf diese und andere Fragen von Marcel Reich-Ranicki.
Sollte man Thomas Manns Betrachtungen eines Unpolitischen heute noch neu herausgeben? Konnte Jurek Becker ein fröhlicher Mensch sein? Und warum gibt es heute keine der Gruppe 47 vergleichbare Schriftstellergruppierung? Antworten von Marcel Reich-Ranicki.
Wird ein Literaturkritiker im Alter eher milde oder zornig, warum trinken Dichter zu viel, was liest Marcel Reich-Ranicki zur Entspannung? Der Kritiker fühlt sich nicht für jede dieser Leserfragen zuständig, bleibt aber keine mögliche Antwort schuldig.
Ist Marcel Reich-Ranicki prüde? Das nicht, aber über Henry Millers Bücher wird er nie schreiben. Warum, das erzählt der Literaturkritiker hier. Außerdem: Sollte Kästners Fabian Pflichtlektüre sein?
Sollte man, wenn man sich mit Golo Mann beschäftigt, auch das Thema Homosexualität behandeln? Was geht uns Manns Schlafzimmer an? Marcel Reich-Ranicki beantwortet die Frage und würdigt Golo Manns Werk.
Thomas Mann und Hermann Hesse: Marcel Reich-Ranicki hat beider Werke gründlich studiert. Wem gibt er den Vorzug? Außerdem verrät der Kritiker, warum er schwieg, als man Paul Celan verhöhnte.
Was bedeutet die Inschrift auf Rilkes Grab? Ist Karl Krolow schon vergessen? Wer kennt noch Edlef Köppens Heeresbericht? Und durfte Thomas Mann über die Bibel schreiben? Antworten von Marcel Reich-Ranicki.
Ist die Literatur nach 1945 langweilig geworden? Warum hat sich Marcel Reich-Ranicki vor Jahren schon von Heinrich Mann verabschiedet? Und wie beeinflussten die Bücherverbrennungen von 1933 sein Leben? Antworten des Literaturkritikers.
Über andere Schriftsteller schrieb Klaus Mann treffend und geistreich. Mit seinen eigenen Werken aber geriet er häufiger auf die Ebene der Trivialliteratur. Marcel Reich-Ranicki über das unglücklichste aller Sonntagskinder.
Er hat nicht wenige missratene Artikel geschrieben. Und doch war er ein großer Literat. Einer jener permanenten Ruhestörer, wie sie Deutschland immer gebraucht, oft verjagt und nie geliebt hat. Marcel Reich-Ranicki über Ludwig Marcuse.
Alessandro Manzoni war ein Meister der Psychologie. In seinem Buch Die Verlobten schuf er eine Fülle glänzender Porträts, die im Grunde nie übertroffen wurden. Marcel Reich-Ranicki über einen großen Schriftsteller.
Was er von Karl May halte, wurde Marcel Reich-Ranicki gefragt. Vielleicht müsse man ihn durchmachen wie die Masern, antwortet der Literaturkritiker. Und wünscht allen Lesern, daß sie diese Periode rasch überwinden.
Wie aber hält er's mit den DDR-Lyrikern Georg Maurer und Johannes Bobrowski? Und wann und aus welchen Gründen bricht er eigentlich die Lektüre eines Buches ab? Marcel Reich-Ranicki antwortet auf diese beiden Leserfragen.