Ob er Lust habe, für das ZDF eine regelmäßige Literatursendung zu erfinden und zu organisieren, fragten die beiden Herren vom ZDF Marcel Reich-Ranicki. Der Kritiker antwortete: Nein. Doch dann kam alles anders.
Siegfried Lenz geht es nicht gut - doch er sitzt am Schreibtisch und schreibt, wie sein Freund Marcel Reich-Ranicki zu berichten weiß. Außerdem beantwortet der Kritiker die Frage: Wer soll all die dicken Bücher lesen?
Emil Ludwig gehörte zu den erfolgreichsten deutschen Schriftstellern in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. Warum er heute fast vergessen ist, erklärt Marcel Reich-Ranicki - und äußert sich auch zu E.T.A. Hoffmann.
Von kaum einem anderen fühlte sich Marcel Reich-Ranicki so gut unterhalten wie von Stanislaw Jerzy Lec. Der polnische Satiriker ist ein Meister des Aphorismus und des unfrisierten Denkens, seine Tinte ein Zündstoff.
Warum sich die Liebe in der modernen Literatur so schwierig darstellt, wird Marcel Reich-Ranicki von einem Leser gefragt. Und er antwortet mit einer grundsätzlichen Überlegung: Wozu ist Literatur noch gut in Zeiten, in denen Belehrung und Aufklärung besser durch andere Medien geleistet werden?
Welcher deutsche Schriftsteller hat das Mittel der Polemik beherrscht wie keiner vor ihm und keiner nach ihm, wer ist das Leitbild des unabhängigen Kritikers, der nur für das Publikum schreibt? Marcel Reich-Ranicki über sein großes Vorbild.