Fragen Sie Reich-Ranicki

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Ein unglückliches Sonntagskind: Klaus Mann

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Überraschend bieder und betulich

Über andere Schriftsteller schrieb Klaus Mann treffend und geistreich. Mit seinen eigenen Werken aber geriet er häufiger auf die Ebene der Trivialliteratur. Marcel Reich-Ranicki über das unglücklichste aller Sonntagskinder.

Unvergleichlich: Wolf Biermann

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Er sprengt jeden Rahmen

Er lässt sich weder einordnen noch auf ein Fach festlegen. Er ist ein militanter Musiker und ein fröhlicher Volksredner, ein Prediger und ein Pamphletist, er ist ein Conferencier und ein Kabarettist, ein Schalk und ein Showmaster: Marcel Reich-Ranicki über Wolf Biermann.

Sprengte die Grenzen des Naturalismus: Gerhart Hauptmann

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Er dankte mit dem Hitler-Gruß

Er hat den Naturalismus geschaffen und geprägt. Seine Romane und Erzählungen sind allesamt missraten, oft indiskret und exhibitionistisch. Von den Nazis ließ er sich gern und immer wieder feiern: Marcel Reich-Ranicki über Gerhart Hauptmann.

Joseph Roth

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Ein verzweifelter Genießer des Lebens

Sie waren beide Journalisten und Feuilletonisten, sie arbeiteten für dieselbe Zeitung, waren hervorragende Beobachter und wunderbare Stilisten. Marcel Reich-Ranicki über Joseph Roth und Friedrich Sieburg.

Sein Satz macht Reich-Ranicki ratlos: Dietrich Schwanitz

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So darf man über Literatur nicht schreiben

„Der Dramatiker aller Dramatiker, der nächst Gott am meisten auf dieser Welt geschaffen hat“: So schreibt der Anglist Dietrich Schwanitz über Shakespeare. Darf man das? Marcel Reich-Ranicki sagt: nein.

In der Anthologie unterrepräsentiert: F. W. Bernstein

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Kleine Verlage oder große Verlage?

Können sich deutsche Verlage keine Korrekturleser mehr leisten? Hat sich das „Literarische Quartett“ nur auf die großen Namen gestürzt? Und werden F. W. Bernsteins Gedichte unterschätzt? Antworten von Marcel Reich-Ranicki.

Porträt des Lümmels als älterer Herr: William Shakespeare

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Der Lümmel aus Stratford war nicht unbegabt

Soll sich ein junger Dichter isolieren, um stilistisch unbeeinflusst zu bleiben? Marcel Reich-Ranicki rät ab. Und malt sich aus, wie Shakespeare wohl einmal angefangen haben könnte. Außerdem empfiehlt er Goethe und spricht manchem Sachbuch durchaus literarischen Wert zu.

Goethe war dagegen: “Faust“-Illustration um 1900

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„Die Einbildungskraft ganz frey erhalten“

Ob er bedaure, dass heutzutage Romane und Erzählungen nicht mehr illustriert werden, wird Marcel Reich-Ranicki gefragt. Keineswegs. Der große Literaturkritiker hält Bilder in der Belletristik sogar für schädlich. Und erzählt, dass auch Goethe bereits dieser Ansicht war.

Besser als Schiller, besser als alle: Shakespeare

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Shakespeare hat alles besser gemacht

War Schiller tatsächlich humorlos - und kann man seine Stücke mit denen William Shakespeares vergleichen? Marcel Reich-Ranicki gibt die Antwort. Außerdem: ein Nachtrag zu Patrick Süskind.

Süskinds großer Erfolg: “Das Parfüm“

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Das Vergnügen sucht er

Warum konnten wir so lange nichts Neues von Patrick Süskind lesen? Wünscht sich auch Marcel Reich-Ranicki ein neues Buch von ihm? Gewiss, meint der Kritiker - doch sollte man Schriftsteller und Künstler nicht zwingen.

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Immerhin: Er stritt mit Thomas Mann

Exil oder innere Emmigration? Ein Briefwechsel mit Thomas Mann zu diesem Streitpunkt hatte Gerd Gaiser bekannt gemacht. Als Autor ist Gaiser, ebenso wie Frank Thiess, mittlerweile vergessen. Zu Recht, wie Marcel Reich-Ranicki erklärt.

Es gibt sogar ein Bild zu Reich-Ranickis früher Theatererinnerung: Paula Wess...

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Es gibt sie nirgends

Gibt es russische Autoren nach Dostojewskij, Gogol, Puschkin, Tolstoi und Turgenjew, die mit den großen Namen vergleichbar wären, fragt ein Leser Marcel Reich-Ranicki. Die Antwort des Literaturkritikers fällt knapp aus, im Gegensatz zu der Erinnerung an frühe Schullektüre.

Unbedingt lesen: Philip Roth

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Ich bin kein Hellseher

Welche Texte können die Liebe zur deutschen Sprache wecken? Welcher Schriftsteller von heute wird einmal ein Klassiker sein? Was wird aus der Schweizer Literatur? Kurze Fragen, kurze Antworten von Marcel Reich-Ranicki.

Jean Paul, 1763 - 1825

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Wozu wollen Sie sich quälen?

Sollte man immer wieder versuchen, ein Buch von Jean Paul zu lesen, auch wenn man über fünfzig Seiten nicht hinauskommt? Und war der Schriftsteller Gustav Freytag antisemitisch? Marcel Reich-Ranicki antwortet.

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