Meister der Andeutung: Vladimir Nabokov

Nabokovs Roman „Pnin“ kennt keine These und keine Botschaft, von irgendeiner Lösung ganz zu schweigen. Und doch ist es ein großartiges Buch über die Tragödie des Intellektuellen im zwanzigsten Jahrhundert, meint Marcel Reich-Ranicki.

Lesermeinungen zum Beitrag

12. Januar 2008 16:38
Zugfahrten  
Klaus Steffen (krs)

"...Kurz und gut: Professor Pnin befindet sich im falschen Zug."

Eine schöne Metapher für die Irrungen und Wirrungen Itellektueller im 20. Jahrhundert. Immer auf der Fährte des vemeintlich oder tatsächlich Bösen. Dabei aber konsequent übersehend, daß so manches von ihnen Verharmloste nicht minder böse war. Und dann gibt es noch welche - wie z.B. Grass - die übersehen geflissentlich, sich (bewußt) in den falschen Zug gesetzt zu haben; aus diesem heraus aber die anderen Falschfahrer zu ermahnen. Nur: Grass sitzt da immer noch drin und jeder übersieht es großzügig.

Bewerten: schlecht gut
12. Januar 2008 14:26
Naja, man kann sich darüber streiten...  
Markus Leibold (MSL)

...inwiefern das benutzen eines alten Zugplans eine 'Falle der Intelligenz' ist ;)

Bewerten: schlecht gut
1 - 2 von 2 Lesermeinungen
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