Ich verfolge Herrn Reich-Ranickis Kolumne nun schon geraume Zeit. Mir scheint allerdings, daß der große Literaturpapst mittlerweile recht anfällig für Überheblichkeiten gegenüber seinen Fragestellern geworden ist.
Sicherlich war seine Art, schon zu Zeiten des Literarischen Quintetts, oft nicht als empathisch zu bezeichnen. Das machte natürlich auch den, sagen wir "Charme" seiner Beiträge aus.
Allerdings ist das, was Herr Reich-Ranickis in dieser Zeitung heutezutage abliefert oftmals geprägt von anscheinender Lustlosigkeit, sich auf das Niveau seiner Leser bzw. Interessenten herabzulassen. Die Antworten sind häufig knappst und leider auch oftmals in ihrer Aussage überheblich, ja sogar patzig.
Möglicherweise wollen manche Fragesteller provozieren, aber ein gestandener Kritiker wie Herr Reich-Ranickis sollte doch bitte über diesen Dingen stehen.
Ach ja richtig, vielleicht möchte man ja selber provozieren.