Dieser iranische Junge hält ein Poster von Hizbullah-Führer Nasrallah in die Luft

Krieg im Libanon

Iran ruft zu Waffenlieferungen an die Hizbullah auf

Der Vorsitzende des iranischen Wächterrats, Ahmad Dschannati, hat muslimische Länder dazu ermuntert, die Hizbullah in ihrem Kampf gegen Israel auch mit Waffen zu unterstützen. Indes versucht Bundesaußenminister Steinmeier, einen Keil zwischen Syrien und Iran zu treiben.

Lesermeinungen zum Beitrag

04. August 2006 13:10

Demokratie heißt Freiheit!

Oliver Smith (mista_schmitt)

Meine Herren, Herr Neubert insbesondere,
eine jede Demokratie basiert auf den Grundrechten der Freiheit und seine Freiheit zu verteidigen ist das Recht eines jeden Einzelnen. Bestimmen Sie bitte den Zeitpunkt an dem Israel angegriffen wurde. Und dann denken Sie darüber nach, ob der Konflikt nicht vielleicht schon älter ist. Und jetzt überlegen Sie mal, wer hier wessen Freiheit bedroht und ob es wirklich ein Kampf um die Freiheit ist. Ich will wahrlich niemanden in Schutz nehmen. Meine einzige Forderung ist an beide Parteien gerichtet und lautet: Aufhören! Weder der Hizbullah-Kämpfer, der sich selbst und 10 weitere Menschen in die Luft sprengt, noch der israelische Panzerkommandant, der eine libanesische Stadt unter Beschuss nimmt kämpft für seine Freiheit, sondern immer nur gegen den anderen. Genau das muss aufhören!(denken Sie auch mal darüber nach, ob es für die Bewohner des Libanon so demokratisch zugeht, wenn eine Invasionsarmee in das Land einmarschiert... Wer ist denn jetzt im Recht?)

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
04. August 2006 12:30

Herr Neubert

Alexander Sobeslavsky (Sobeslavsky)

Ich kann Ihnen nur immer wieder für Ihre Kommentare danken, die fast deckungsgleich mit den meinigen sind. Ich finde die Meinung vieler anderer Kommentatoren teilweise richtig erschreckend. Israel wurde angegriffen und hat einfach die Nase voll von den ständigen Aufrufen zur seiner Vernichtung in der gesamten arabischen Presse (insbesonder Al-Quds Al-Arabiy - das arabische Jerusalem) - dem arabischen Fernsehn, den arabischen Schulbüchern und den arabischen Köpfen hin bis nach Deutschland, wo irgendwelche Palästinenser auf der Straße "Tod Israels" rumbrüllen dürfen. Fakt ist, dass Israel der einzige demokratische Staat in der ganzen Region ist. Ich kann immer wieder nur unterstreichen, dass dem Staat Israel in seinem Kampf gegen die islamistischen Terroristen der "Partei Gottes" meine ungeteilte Solidarität gehört. Und somit verteidigen sie auch meine Lebenseinstellung und - philosophie.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
04. August 2006 12:10

@Rudolf Neuber

Servet Kizilkaya (Sergen)

Tut mir leid...ich unterstütze kein Regime die zwar von Freiheit spricht, aber Unterdrückung der Nichtmitläufer Staaten tätigt.USA hat 10 Tausende Menschen in Irak z.B ermordet.Mit falschen Behauptungen.Ein Regime das für noch mehr Terror in der Welt verantwortlich ist sollte bestraft werden.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
03. August 2006 22:05

Wir sind Israel!

Rudolf Neuber (r.neuber)

Der Schurkenstaat Iran muß sich sagen lassen, daß er überhaupt kein Recht hat, um Atomwaffen herzustellen. Damit will er sich nicht nur unangreifbar machen, sondern seinen Führern im Innern ewiges Regieren sichern bzw. das Volk in absoluter Knechtschaft halten. Dem muß von allen anderen demokratischen Staaten entgegengewirkt werden.

Angesichts der Verweichlichung Europas mit seinen Sozialdemokratismen, die zu keiner Wehrbereitschaft fähig sind, sind die USA, England und Israel derzeit die einzigen verläßlichen Partner, die auch für unsere Existenz ihren Kopf hinhalten.

Wir sollten uns daher nicht von linken Schalmeien einlullen lassen, die etwas vom großen Frieden faseln, ohne ihn zu bringen, oder sich brüskiert geben, wenn Israel sich verteidigt, sondern wir sollten konsequent die USA, England und Israel unterstützen. Konsequent heißt nicht nur verbal, sondern auch aktiv!

Aktiv politisch, mit Geräten und Waffen, und mit Soldaten, falls erforderlich.





Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
02. August 2006 10:36

Die Aufgabe der Bundesregierung

Marc Herbermann (Text)

Deutschland schaltete sich, vertreten durch Frank-Walter Steinmeier, als einer der ersten diplomatisch in den Konflikt ein. Ein kleiner Hoffnungsschimmer leuchtete auf. Die USA dagegen glauben, experimentieren zu können, das Feuer soll sich kalkuliert weiter nach Syrien ausbreiten.

Syrien zu eliminieren - das sei von Anfang an das Ziel der USA gewesen, so behauptet der zehnjährige Knesset-Abgeordnete Uri Avnery. Andererseits komme ein Angriff auf Syrien Olmert und Halutz entgegen, so könnten sie von ihrem bisherigen Misserfolg gegen die Hisbollah ablenken.

Konstruktiv ist es, wenn die Bundesregierung die Wirkungen der amerikanischen Experimente abschwächen will. Aber: Es fehlt die deutsch-französische Zusammenarbeit, auf die sich noch die alte Regierung verstand. Und: Syrien ist noch ein Nebenkriegsschauplatz und der Motor dieser Entwicklung ist Israel.

Die Bundesreigerung sollte daher endlich die richtigen Schlüsse aus der historischen Verantwortung Deutschlands ziehen und Israel klar und eindeutig auffordern, sofort diesen Krieg gegen den Libanon abzubrechen, einen Krieg, der nach Syrien eskaliert, der in erster Linie die Zivilbevölkerung trifft und die Hisbollah stärkt.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
02. August 2006 06:03

Hizballah

Alexander Sobeslavsky (Sobeslavsky)

Mir als religiösen Menschen ist es zutiefst unverständlich, wie man denn eine Militärorganisation als Partei (hizb) Gottes (Allah) bezeichnen kann. Da gibt es dann keine Empflindlichkeiten und Beleidung wegen Gotteslästerung, aber wehe, wenn ein Europäer oder Jude sich auch nur wagen sollte, eine Andeutung diesbezüglich zu machen (wie erinnern uns ja noch sehr gut, an den Karikaturenstreit). Und wenn dann die Partei Gottes durch die Gegend ballert und angeblich den "Willen" Gottes durchführt, ist das auch keine Gotteslästerung. Was für eine Unverfrorenheit! Bezeichnenderweise wird da auch keine Fatwa gesprochen, um dem "ketzerischen" Getue ein Ende zu setzen. Für für mich ist die sogenannte Partei Gottes eine Terrororganisation, die geschmackloseste Gotteslästerung betreibt.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
01. August 2006 20:46

Israel darf töten und alle sollen still halten

Behrouz Rajabi (rajabi)

im gegensatz zum Westen, der Vertreibung und Massaker zustimmt, es gibt auch noch Länder, die gegen dieser Art der barberei sind.
Es ist fast unverschämt, wenn man es im Westen das krietisiert!
Wann werden die Regierungen und Ignoranten im Westen endlich begreifen, dass diese Massaker, Vertreibung aufhören muß.
Natürlich Amerika & Co. würden es begrüssen, dass alle still halten, und das tun, was amerika von dennen verlangt, dann gehören zum Weltgemeinschaft.

Wenn manche Kommentatoren hier nun mit den Sätzen, Seht ihr schon! haben wir immer gesagt! versuchen der Iran als böse hinzustellen, dann Frage ich euch:
sollen die Libanesen still halten und sich durch Israel mit amerikanischen und deutschen Waffen sich schlachten lassen?

Würdet ihr zu lassen, dass türkische Armee in Deutschland einmarschiert und Teil des Bayern einnimmt?
manche würde es begrüssen, ich weiß, aber bitte, wenn es witz wäre, hätte ich auch gelacht.

Hizbullah und Hamas tun nicht anders als sich verteidigen.
trotz Verrat der Saudies, Ägypten, Jordanien,...

Wenn Iran hilft, halte ich es für ganz richtig.
obwohl ich gegen diesen Krieg bin.
lesen Sie dazu meine Kommentare: gerechter Frieden

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
01. August 2006 18:36

Was erwartet der Westen denn?

Martin Kleber (klebaer)

Meines Erachtens kommt die Unterstützung aus dem Iran überhaupt nicht überraschend. Schließlich kämpfen und sterben dort Muslime. Wenn in Israel hauptsächlich Christen leben würden, wären die westlichen Staaten die ersten die Waffen liefern würden (was sie ja auch jetzt schon tun). Israel sollte endlich die Augen öffnen und die Unterdrückung ihrer Nachbarstaaten aufgeben. Zu Zeiten den Klaten Krieges gab es ebenfalls die Theorie der "friedlichen Koexistenz". Israel muss begreifen, dass durch militärische Aktionen gegenüber dem Libanon und den Palästinensern ihre Position nur geschwächt wird, während Fanatiker im Iran dadurch immer mehr Zustimmung erhalten.
Auch Deutsche Außenpolitiker sollten nicht den gleichen Kurs wie die USA halten, sondern Israels Aktionen allerschärfstens Verurteilen. Mittlerweile reiben sich die USA wohl auch nicht mehr die Hände, zwar verkaufen sie ihre Waffen jetzt besser an die Israelis, dafür wird ihr so dringend benötigtes Öl teurer. Das erklärt wohl den plötzlich aktiven Part den Frau Rice gerade spielt.
Frieden im Nahen Osten gibt es nur, wenn Israel den Weg zur Vernunft findet und auf seine arabischen Nachbarn zugeht. Sonst schwelt dieser Krieg noch etliche Jahre.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
01. August 2006 18:18

Es war zu erwarten ....

Alexander Sobeslavsky (Sobeslavsky)

erst ist mal Israel dran mit der Vernichtung, dann Europa (wird auf islamistischen Karten bereits als islamisches Gebiet gekennzeichnet) und dann wagt man sich an die ganze Welt. Das Gedankengut einer moralischen und religiösen Überlegenheit ist in der ganzen islamischen Welt omnipräsent und hier wird es in die Tat umgesetzt.
Leider geht meine Symphatie für die islamische Welt nach 11.09., Madrid, London, Beslan, brandschatzende arabische Jugendliche in Paris, Rütli-Schule usw. in den Negativbereich. Und es geht nicht nur mir so!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
01. August 2006 15:54

Die Maske fällt

TOBIAS RÜGER (t.ruger)

Die iranische Führung braucht einen Krieg. Denn lange werden sie die Völker Irans wohl nicht mehr mit ihrem gescheiterten Religionsstaat abspeisen können. Der Überfall der Hisballah auf Israel war eigentlich auch viel zu dreist, als das er nicht von Teheran erlaubt gewesen sein kann. Hisballah, dieser iranische Frankenstein, dürfte dem sekular geführeten Syrien sehr bald mulmig werden. Dass islamische Fanatiker den weiteren Verlauf der Dinge im Nahen Osten gesatlten ist für die syrische Baath-Partei gänzlich unakzeptabel. Insofern hat Bundesaußenminister Steinmeier den bislang am meisten Erfolg versprechenden Weg eingeschlagen: Ohne die syrische Unterstützung in Sachen Logistik und Infrastruktur ist Hisballah sehr bald erledigt - zum Segen Libanons (und Israels)

Mit freundlichem Gruß, TOBIAS RÜGER (Frankfurt)

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
01. August 2006 15:41

Wer ruft eigentlich die USA auf?

jörg sutter (jsutter)

...an Israel keine Massenvernichtungswaffen mehr zu liefern! Dann gäbe es weder eine iranische Atomrüstung, noch Krieg um Gaza oder Libanon. Ohne die israelische Totalhoheit in der Massenvernichtung wäre der Nahostkonflikt bestenfalls eine Folge von Scharmützeln in Grenznähe.
Aber Israel soll ja "überlegen" sein. Wir erinnern uns an den Kalten Kriieg, indem USA und UdSSR wettrüsteten - alles Schrott heute. Der Irak zeigt wie Vietnam, daß sich ein Krieg zwar gegen eine Armee, nicht aber gegen das Volk gewinnen läßt.
Wieso sollen palästinensische Bauern, die nur leben wollen, Interesse an der Besetzung von Tel Aviv haben? Umgekehrt ist es leider so.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
01. August 2006 14:50

Syrien als Schlüssel

Bastian Bartosch (topax)

Wenn es Herrn Steinmeier bzw. seinen Kollegen gelingen würde Syrien in die Friedensbemühungen der Eu mit einzubeziehen wäre das vielleich der Schlüssel für die Beendigung des Kriegs im Libanon.

Syrien betrachtet sich ja auch als Schutzmacht für den Libanon. Sie sollten auf alle Fälle an den Friedensverhandlungen teil nehmen.
Diesen Schritt wird Iran nicht ohne heftiger Kritik hinnehmen, da Sie ja eng verbündete Staaten sind.
Dabei liegt die Gefahr in der Luft das Iran vom Westen noch mehr isoliert wird.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
01. August 2006 14:35

Noch Fragen?

Reiner Sanders (reiner1938)

Wer jetzt noch glaubt dieses Jahrhundert beginne vielversprechend, der kann wohl nur Waffenproduzent sein oder Totengräber. Wieviel gerechte Kriege brauchen wir noch bis wir uns in die finsternsten Erinnerungen unserer Vergangenheit zurückgebombt haben. Ich geh noch mal schnell einkaufen um meinen Enkeln erklären zu können was wir unter Konsumrausch verstehen.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
1 - 13 von 13 Lesermeinungen
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche