Atomstreit mit Iran

Bush warnt vor „nuklearem Holocaust“

Bush: Iran bedroht die Sicherheit aller Staaten

Bush: Iran bedroht die Sicherheit aller Staaten

29. August 2007 Dem Nahen Osten droht nach Einschätzung des amerikanischen Präsidenten George W. Bush ein „nuklearer Holocaust“, wenn es Iran gelänge, Atomwaffen zu entwickeln. Das aktive Streben Irans nach einer Technologie, „die zu Atomwaffen führen könnte“, drohe die schon jetzt für Instabilität und Gewalt bekannte Region unter den „Schatten eines nuklearen Holocausts“ zu stellen, sagte Bush am Dienstag vor Veteranen im Bundesstaat Nevada.

Das Vorgehen Irans bedrohe die Sicherheit von Staaten überall. Deshalb riefen die Amerikaner ihre Freunde und Verbündeten zu Wirtschaftssanktionen gegen das Land auf, um es zu isolieren. „Wir werden gegen diese Gefahr angehen, bevor es zu spät ist“, sagte Bush.

Warten auf den Fortschrittsbericht

Die Vereinigten Staaten verdächtigen Iran, mit seinem Atomprogramm an der Entwicklung von Nuklearwaffen zu forschen, was Teheran aber bestreitet. Washington beschuldigt das Land zudem, schiitische Extremisten im Irak zu unterstützen und damit die Gewalt zwischen Schiiten und Sunniten im Nachbarland anzuheizen.

Bush wollte mit seiner Rede vor den Veteranen um Unterstützung für den Einsatz im Irak werben. In den Vereinigten Staaten und sogar in Bushs eigener republikanischer Partei wächst der Druck auf den Präsidenten, die Truppen aus dem Irak abzuziehen. Mitte September steht der mit Spannung erwartete Fortschrittsbericht des Oberbefehlshabers im Irak, General David Petraeus, und des Botschafters in Bagdad, Ryan Crocker, zum Vorgehen im Irak an.

„Es wird ein Machtvakuum geben“

In der vergangenen Woche hatten sich Iran und die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) auf einen Zeitplan für die Überprüfung des umstrittenen Atomprogramms Teherans geeinigt. Die IAEA will klären, ob die Atomanlagen in Iran ausschließlich zur zivilen Nutzung der Atomenergie dienen, wie es die Regierung in Teheran erklärt. Die Amerikaner bezeichneten die Vereinbarung als nicht ausreichend.

Kurz vor Bushs Rede hatte Irans Präsident Ahmadineschad ein Eingreifen seines Landes im Irak nach einem Abzug der amerikanischen Streitkräfte angedeutet. „Es wird ein Machtvakuum in der Region geben“, sagte er in Teheran. „Wir sind bereit, gemeinsam mit anderen regionalen Mächten wie etwa Saudi-Arabien dieses Vakuum zu füllen.“

Text: FAZ.NET mit dpa und AFP
Bildmaterial: AP

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