Bundeswehr im Libanon

„Einsatz von historischer Dimension“

Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg sollen bewaffnete deutsche Soldaten nahe Israel operieren. Das hat die Bundesregierung beschlossen. Kanzlerin Merkel: „Dies ist kein Einsatz wie jeder andere.“ FDP und Linkspartei bleiben bei ihrem Nein.

Lesermeinungen zum Beitrag

14. September 2006 17:24

Hallo Herr Barzel !!

ulf schneider (nazguel)

Die Bundesrepublick Deutschland hat ihre Neutralität doch schon längst begraben, und taugt nicht mehr als ehrlicher Vermittler, da man stets zum Vorteil Israels Partei ergreift.Der Holocaust war ein schändliches, unentschuldbares Verbrechen, aber ich persönlich empfinde keinerlei besondere Verantwortung, und keine Sympathien, gegenüber den Juden, und dem Staat Israel.

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14. September 2006 16:42

Perspektivenwechsel - seltsame Logik

Elisabeth Müller (liemue)

Zitat Hr. Rodi-Nohr
"Es liegt im Interesse von Israel ständig vom TERROR bedroht zu sein, damit eine Besetzung des GAZA-Streifens und der Grenzgebiete vor der Weltöffentlichkeit gerechtfertigen zu können."

Nach dieser Logik müsste Israel dem Iran für die Unterstützung der Hizbollah geradezu dankbar sein bzw. den Iran sogar ermuntern die Hizbollah weiterhin zu unterstützen.
Diese etwas verquere Logik will mir allerdings einfach nicht einleuchten.

"Die Hamas wechselte bei den letzten Wahlen die Fronten und mutierte zur freigewählten Partei und gab hiermit die Untergrundtätigkeit auf. "

Unsinn. Was die Hamas betrifft: diese hatte auch nach der freien Wahl weder das Existenzrecht Israels anerkannt, noch das Fernziel "Vernichtung Israels" aus seiner Charta entfernt und sich auch weiterhin wenig friedlich gezeigt. Oder wie soll man den Beschuss Israels mit Raketen definieren.

Interessant war allerdings zu sehen, wie man Terror gegen Israel schamlos umdefiniert in sog. "Eigeninteressen" Israels.

Das ist schlicht Blödsinn-Hoch10.
Welcher vernünftige Mensch oder Staat wünscht sich denn selbst die ständige Bedrohung durch Terror ?

Gruß
Dr. Elisabeth Müller

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14. September 2006 13:39

Perspektivenwechsel - Libanon und Gaza aus der Sicht von Israel

A. Rodi-Nohr (Steuerzahler)


Würde die Hamas und Hisbollah nicht mehr existieren, hätte der israelische Staat keinerlei Begründung mehr, militärische Aktivitäten gegenüber seinen Nachbarstaaten vom Zaun zubrechen.

Die Hamas wechselte bei den letzten Wahlen die Fronten und mutierte zur freigewählten Partei und gab hiermit die Untergrundtätigkeit auf. Einzige Reaktion des Westens, Aberkennung der frei gewählten Regierung und eine Verdrängung in den Untergrund.

Es liegt im Interesse von Israel ständig vom TERROR bedroht zu sein, damit eine Besetzung des GAZA-Streifens und der Grenzgebiete vor der Weltöffentlichkeit gerechtfertigen zu können. Deshalb wurde auch die palästinensiche Regierung nicht anerkennt.

Israel wird nie zu diplomatischen Gespräche bereit sein, bis die begehrten Gebiete unter deren Flagge wehen und solage wird die Hamas und auch die Hisbollah am Leben erhalten - mit Waffen und Provokation.

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14. September 2006 13:36

"Interessen" und unterschiedliche Sichtweisen

Elisabeth Müller (liemue)

"Die amerikanische Oberherrschaft provoziert ununterbrochen neue Konflikte. Die USA ist in der ganzen Welt intressiert, aber die schmutzige Arbeit bleibt für die Verbündeten."

Dies ist ganz einfach gesagt, totaler Blödsinn.

Erstens sind ALLE industrialisierten Regionen der Welt (USA, Europa, Asien) im Interesse einer funktionierenden Weltwirtschaft an Stabilität interessiert.
Zweitens dient dieses Interesse an Stabilität in erster Linie allen Menschen auf der Welt Staaten. Auch in wirtschaftlichen Schwellenländern geht es den Menschen zunehmend besser.

Wer also andere Dinge glaubt muss entweder völlig blind sein oder hat keine Ahnung von den Funktionsweisen unserer Wirtschaft. Ein Blick in die instabileren Regionen unserer Welt (Afrika, Nahost) müsste normalerweise jeden Blinden mit Krückstock von dieser Binsenwahrheit überzeugen.

Zweitens ist es doch recht egoistisch und unrealistisch zu glauben, man könne zwar einerseits von den Vorzügen der Globalisierung profitieren, während andere dafür sorgen müssen, daß die Rahmenbedingungen, also eine stabile Weltordnung, stimmen. Irgendwann war es also nur konsequent, daß sich auch deutsche Soldaten an dieser Aufgabe beteiligen.

Gruß
Dr. Elisabeth Müller

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14. September 2006 10:12

An Dummheit nicht zu überbieten ? Stimmt

Elisabeth Müller (liemue)

Herr Barzel,
Sie schreiben:
"Sich auf Seiten Israels zu stellen ist nicht nur diplomatisch dumm, sondern zudem moralisch zutiefst verwerflich."

Was angesichts unserer historischen Verantwortung (Holocaust schon vergessen?) an der Teilnahme dieser UN-Mission "diplomatisch dumm" sein soll, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Vielleicht erklären Sie uns einfach nochmal etwas genauer wie Sie das gemeint haben.

Was daran "moralisch zutiefst verwerflich" sein soll, kann ich nun überhaupt nicht nachvollziehen. Im Kontext der nach wie vor aggressiven Haltung der arabisch-islamischen Welt (Iran, Syrien, Hamas, Hizbollah, Al-Quaida), welche immer noch von der Vernichtung Israels träumt und Israel das Existenzrecht aberkennt, kann man solche Äusserungen gar nicht nachvollziehen.
Zudem ist die Sicherung der Existenz Israels Staatsräson seit der Gründung der BRD.

Aber vielleicht können Sie uns Ihre Sicht dieser angeblich "moralischen Verwerfung" etwas genauer erklären. Bisher haben wir nur diese plakativen Aussagen.

Gruß
Dr. Elisabeth Müller

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14. September 2006 08:46

Die Interessen dirigieren

burget lajos (samuelson)

Die amerikanische Oberherrschaft provoziert ununterbrochen neue Konflikte. Die USA ist in der ganzen Welt intressiert, aber die schmutzige Arbeit bleibt für die Verbündeten. Ein Blick auf die Welt: Italiener in Libenon, Soldaten aus Denemark und Ungarn in Afganisthan, Polen Tschechen, Spanier usw. überall, wo die Lage Kompliziert ist. Schön, sagen viele, es gibt ein NATO, die Welt fordert heute Solidarität. Aber das alles hat keinen Sinn. Die USA und seine Freunde provozieren, es gibt immer Versuche zum neue Machtergreifungen, und wenn es nich geht, dann kommen die Verbündete Truppen. Die Staaten zahlen, die Soldaten sterben, die Theoretiker sind zufrieden: ja, das ist die neue Welt! Aber auch dass ist eine Lüge. Es waren immer Bündnisse, es war ein Warschauer Pakt, es war früher eine Oesterreich-ungarische Monarchie, es war eine fürchterliche kolonisation. Und man sagte immer, das ist die neue Welt. Unitressierte Staten bluten, Soldaten gehen in Staub un Schmutz, sterben und bluten, und der falsche Prophet Bush redet von Misson, von Demokratie, von neue Zeitrechnung. Und die Politik schweigt. Ich habe Angst. Die globalisierung des Gefahres ist eine grosse Sünde in unserem Zeitalter. (burget, Budapest)

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14. September 2006 00:50

Die Militärmacht Deutschland - 2006 - wo sind die Parallelen

A. Rodi-Nohr (Steuerzahler)


Mit diesem Schritt zerstört sie alle politischen Bemühungen und bestiehlt uns unserer Neutralität.

...

Als nächsten Schritt werden wir weitere Änderungen des Grundgesetzes sehen, die weitere und tiefer greifende Einsätze der Bundeswehr, auch im Inneren (evtl. gegen die eigene Bevölkerung) ermöglichen - alles für den "Kampf gegen den TERROR".

...

Letztendlich wird hiermit die Industrie angekurbelt, was die Bevölkerung momentan ruhig stellt und ihre Regentschaft erfolgreich erscheinen läßt.

Ein klares Signal für Europa und die Nachbarstaaten, dass Deutschland mobil macht und auch bereit ist, für Energieressourcen Militärgewalt einzusetzen. Dies bedürfte normalerweise noch einer Grundgesetzänderung, welche von Verteidigungsminister JUNG schon angefacht worden ist.

Unter dem Tarnmantel der FRIEDENSTRUPPE ist es aber jetzt schon möglich, auch der Einsatz im KONGO sollte und dem Aspekt Energieressourcen (Rohstoffe, Gold) betrachtet werden.

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13. September 2006 21:34

"Die Bundeskanzlerin bin ich!"

Gottfried Strobel, Ing.i.R. (icc)

Existenzrecht Israels erfordert "Einsatz von historischer Dimension" als längerfristiges "Engagement" (wohl länger als "Der 30jährige Krieg"?)

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13. September 2006 18:30

An Dummheit nicht zu überbieten

Christian Barzel (Falke27)

Ohne Not verspielt Deutschland den Kredit als neutrale Macht, der wesentlich für das hohe deutsche Renomee in der Welt ist.
Sich auf Seiten Israels zu stellen ist nicht nur diplomatisch dumm, sondern zudem moralisch zutiefst verwerflich.

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13. September 2006 18:17

Was ist hier historisch?

Walter Wasilewski (wwasilewski)


Die Tatsache daß wir in unserem Lande andere Sorgen haben als schon wieder stolz zu sein wir sind dabei?? Danke Die Rentner, Sozialhilfeempfänger ,Schüler in den vergammelten Schulen die Patienten. Sind die verantwortlichen in Politik und Medien blind??
Nicht auf Militär sondern in Bildung und sozialer Arbeit sollten wir vorn sein.
Walter Wasilewski

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13. September 2006 16:47

„Einsatz von historischer Dimension“

Walter Wasilewski (wwasilewski)


„Einsatz von historischer Dimension“
Eine ehrliche Darstellung der Deutschen Beteiligung ist sehr schwierig. Schon dadurch das Deutschland bevor es überhaupt gefragt wurde sich anbot.
Was die ganze Sache noch schwieriger macht ist der Libanon, die libanesische Regierung. Diese möchte zwar den Waffenschmuggel verhindern, die Hizbullah daran hindern Waffen zu schmuggeln. Aber sie wagt nicht Farbe zu bekennen, denn in der Regierung sitzen Hizbullah Mitglieder. Denen ist es nicht recht wenn andere Militärs Rechte haben die ihnen zuwider laufen. Ich war Soldat und war in Kriegsgefangenschaft. In einer solchen Situation möchte ich nicht Soldat sein.
Für den ich kämpfen soll , der selbst nicht weiß, ist er Fisch oder Fleisch?
Das sind zwar praktische Überlegungen aber wer kämpft denkt praktisch.
Walter Wasilewski

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13. September 2006 16:02

was sollen wir da?

Peter Neises (XGROBMOTORIKERX1)

hat es Israel nötig sich von uns helfen zu lassen?
sie verfügen über modernste korvetten,schnellboote,3 hochmoderne brennstoffzellen u-boote (deutscher herstellung),und mind 30 patroullienboote.
oder geht es einfach nur um das außenpolitische ansehn der mächtigsten frau der welt?
2400 soldaten-unglaublich was da an geld verbrannt wird.
mir komm das so vor ,das jemand sein dickes auto dem nachtbarn zeigt-er sich aber eigentlich nicht einmal ne tankfüllung leisten kann.
armes DEUTSCHLAND

@Frau Kaschulke
unterm strich sterben immer soldaten ,egal welcher gattung sie angehören.

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13. September 2006 15:01

Erfolgreiches Betteln

Hubert Gossens (Gossens2)

Gratuliere!!

Zum ersten Male nach dem 2. Weltkrieg ist es unseren Politikern gelungen , durch anhaltendes Betteln am einem Krieg teilnehmen zu können.
Gratuliere diesen Politikern auch zu den ersten deutschen Leichen, die sie dann mit Sondermaschine und großen Worten zurückholen.

Danke Angela
H. Gossens

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13. September 2006 13:50

Von "historischer Dimension" oder "historischer Nachkriegsdummheit"?

Horst Schmidt (Zahnstein)

Gerade ein Jahr im Amt und schon ist es dieser Regierung unter dieser Dame gelungen, die Bundesrepublik Deutschland in den größten anzunehmenden außenpolitischen Schlamassel zu manöverieren.

Chapeau Frau Merkel!!! In Israel und den USA werden sich die Verantwortlichen (Verantwortungslosen?) die Schenkel warmklopfen, ob dieser "Dummheit".

Die "Mission Infernale" kann beginnen. Auch die Auswirkungen in Afghanistan werden bald zu merken sein. Ein Zurück gibt es nicht mehr.

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13. September 2006 13:07

Soldaten?

Henriette Kaschulke (Wissibesser)

Bisher dachte ich, die Besatzungen der Kriegsschiffe in ihren schicken Uniformen seien Matrosen bzw. Seeleute.

Jetzt lerne ich hier, daß sie auch Soldaten sind.

Ich war der Meinung, Soldaten gibt es nur in der Armee.

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