200.000 Palästinenser leben in Lagern im Libanon

Libanon

Fatahs verfeindete Kinder

Tausende Palästinenser leben im libanesischen Badawi. Auch die Fatah al Islam, die derzeit gegen die libanesische Armee kämpft. Die rivalisierende Fatah al Intifada will die Konkurrenten nun nicht mehr im Flüchtlingslager dulden. Markus Bickel über das Leben in Badawi.

Lesermeinungen zum Beitrag

28. Mai 2007 12:29

Fatahs verfeindete Kinder

Sophia Orti (rum)

In der Tat ein lesenswerter Aufsatz. wie der von Herrn Knobloch erwähnte Aufsatz von Seymour Hersh. Leider ist sonst das meiste, was man über den Nahen Osten liest, entweder absichtliche oder unkritische, gewollte oder ungewollte, bewußte oder unbewußte, wahrscheinlich aus Angst vor Verleumdung wiederholte Desinformation mit politischer Absicht. Haben wir nicht vor kurzem hier gelesen, dass die syrischen Geheimdienste diese Extremisten für ihre Zwecke zur Destabilisierung des Libanons steuern? Man kann etwas oder sein Gegenteil lesen, ob es stimme, ist anscheinend nicht wichtig, nur ob es Israel und den westlichen Interessen diene, wobei das erste scheint oft das wichtigste zu sein: die westliche Politik gegenüber den Nahen und Mittleren Osten richtet sich nicht nur gegen die Völker der Region, sondern oft gegen die wesitlichen Interessen selbst, Hauptsache für Israel soll sien. Wie ist das möglich? Durch Ideologie, die gegenüber die offensichtliche und offenkundige Wirklichkeit resistent ist. Phanatiker und Extremisten gibt es nicht nur im Nahen Osten, sind nicht nur Muslime. In den westlichen Regierungen wird immer schwieriger gemäßigte, in Bezug auf den Nahen Osten neutrale, sachliche Politiker zu finden.

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27. Mai 2007 12:34

Interessant

Günter Knobloch (xdcf)

finde ich die Informationen zu den Hintergründen der Fatah-al-Islami. Die erste Erwähnung dieser Gruppe in westlichen Medien findet sich in dem äußerst lesenswerten Artikel "The Redirection" von Seymor Hersh, erschienen am 05.03.2007 im "New Yorker". Dort beschreibt Hersh, daß es Planungen gibt, sunnitische paramilitärische Gruppen zu unterstützen, um somit die Position der Hisbollah im Libanon (und anderer schiitischer Gruppierungen in weiteren Ländern) zu schwächen und den Einfluß des Irans zurückzudrängen, namentlich erwähnt wird eben diese Gruppierung. Maßgeblich beteiligt an diesen Planungen seien Elliott Abrams (der Erfahrungen auf diesem Gebiet mitbringt, er wurde 1991 wg. seiner Verwicklungen in die Iran-Contra-Affäre verurteilt, aber später von Bush Senior begnadigt) und Prinz Bandar von Saudi-Arabien.

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26. Mai 2007 19:51

Neue Kraft

Max Meister (Drainer)

Ein schöner Reisebricht. Wir erleben quasi life das entstehen einer dritten Kraft für Palästina.
Jetzt muß Markus Bickel noch die Kämpfer von Fatah al Islam vor das Mikrophon bekommen. Ich bin sicher sie entpuppen sich als Freiheitskämpfer. Irgendwer muß die Jungs von Fatah al Islam mal aufklären. Das sind ja absolute Medienneulinge. Da müssen sie noch von Hamas und Fatah lernen.
Die EU sollte informiert werden. Neue Kontonummer müssen erfasst werden. Die NGO`s haben ein neues Betätigungsfeld.

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