Tote bei Angriff in Gaza

17. Januar 2008 GAZA, 17. Januar (dpa/AP). Bei einem israelischen Luftangriff im nördlichen Gazastreifen sind am Donnerstag zwei Menschen getötet worden. Israel hat am Donnerstag mit weiteren Angriffen auf neuen Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen reagiert. Der Anführer der mit der Hamas verbündeten Volkswiderstandskomitees, Raed Abu al Ful, war mit seiner Frau in einem Auto unterwegs, das von einer israelischen Rakete getroffen wurde. Ziel des Angriffs war nach israelischen Angaben ein Wagen mit Mitgliedern des Islamischen Dschihad. Der israelische Ministerpräsident Olmert kündigte die Fortsetzung des "kompromisslosen, bedingungslosen und gnadenlosen" Vorgehens gegen Extremisten an. Seit Dienstag wurden bei Angriffen und Kämpfen im Gazastreifen insgesamt 25 Palästinenser getötet. Die Hamas teilte mit, am Donnerstag seien bis zum Mittag 30 Raketen auf israelisches Gebiet abgefeuert worden, nach 79 Raketen und Granaten am Mittwoch. Andere Gruppen feuerten nach eigenen Angaben zwölf weitere Raketen ab.

Der Vater des seit 2006 in Gaza entführten israelischen Soldaten Schalit kondolierte dem Hamas-Führer Mahmud Zahar unterdessen zum Tod von dessen Sohn Hussam, der am Dienstag bei einem israelischen Angriff umgekommen war. Hamas-Führer Meschaal sagte in Damaskus, das israelische Vorgehen im Gazastreifen verringere die Chancen für einen Waffenstillstand und eine Freilassung Schalits.

Text: F.A.Z., 18.01.2008, Nr. 15 / Seite 6

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