Video in voller Größe

Bundeswehreinsatz im Libanon

„Es geht um Glaubwürdigkeit“

Für den ersten bewaffneten Einsatz der Bundeswehr im Nahen Osten zeichnet sich im Bundestag eine klare Mehrheit ab. Lediglich Linkspartei und FDP lehnen die Entsendung deutscher Soldaten ab. Die Liberalen warnen, Deutschland verspiele sein politisches Kapital in der Krisenregion.

Lesermeinungen zum Beitrag

21. September 2006 12:21

Fakten statt Polemik

Tibor Vukovic (tibor321)

Deutschland leistet einen Beitrag im Rahmen der Umsetzung einer SC Resolution, die Stabilität und Frieden in der Region gewährleisten soll. Wohlgemerkt auf Einladung beider beteiligten Staaten. Das hat mir "Anbiedern" oder "unnötiger Teilnahme an einem Krieg" nicht das Geringste zu tun, mit dem "Aussaugen des eigenen Volkes" erst recht nicht. Als Teil der Staatengemeinschaft und der UN hat man eben auch Pflichten. Ganz abgesehen davon, dass es in unserem ureigensten Interesse ist, dass diese Region (endlich!) befriedet wird.

Leider ersetzen Sie, Herr Lehradt, eine natürlich dennoch durchaus mögliche und legitime Kritik in der Sache durch plumpe Polemik. Auch ihre Diktion lässt tief blicken. Aber mit vergleichbarem Getöse und pauschalen Verunglimpfungen unserer gewählten Vertreter "da oben" hat ja vor kurzem auch eine andere Gruppe Erfolge in MV eingefahren. Diese Verachtung repräsentativ-demokratischer Regierungsmodelle ist widerlich (das schreibt man übrigens tatsächlich ohne "ie", das mal nur so am Rande).

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
20. September 2006 22:28

Machtbesoffen

otto schwein (Otto49)

Nun ist es Realität geworden, wir befinden uns im Krieg.

Wahrscheinlich ist unserer Regierung das Land schon völlig egal, da sie uns ohne Not in einen Krieg stürzt.

Wohlgemerkt, es geht hier nicht um Frieden, denn man schlägt sich klar auf eine Seite der Kriegsparteien.

Erstaunlich ist dabei noch, mit welcher Frechheit die Bundeskanzelerin uns gleichzeitig Opfer abverlangt und die Steuern erhöht und gleichzeitig mehr Geld für solche Aktionen verlangt.

Und wie weltfremd muss man sein, bei so einem Handeln noch zu glauben, das Volk hinter sich zu haben.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
20. September 2006 08:14

Totengräber der Demokratie

Klaus Höthker (werda)

Und wieder handelt die Regierung in klarem Widerspruch zum Willen des Volkes. Nach repräsentativen Umfragen will die überwältigende Mehrheit des Volkes kein militärisches Engagement in Afghanistan, Afrika oder im Nahen Osten. Interesse können m.E. nur Waffenproduzenten, frustrierte Militärs und größenwahnsinnige Politiker haben. Diese haben auch in diesem Falle erstens aus der Geschichte nichts gelernt und zweitens in ihrem selbstgewählten Ghetto jeden Kontakt zur Basis verloren. Was not tut, ist eine konstruktive, langfristig ausgelegte Innen- und Bildungspolitik. Das permanente Handeln "unserer" Regierungen gegen die Interessen und gegen den Willen des Volkes wird auch den kümmerlichen Rest an Demokratie, der geblieben ist, zugrunde richten.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
19. September 2006 13:54

"Offene Fragen?"

Ingo Hertrich (hertrich)

In der Bevölkerung gibt es keine offenen Fragen, sondern eine klare Meinung: Dieser Einsatz ist Verrat am Volk, die Politiker setzen hier etwas durch, was von der deutschen Bevölkerung nicht gewünscht wird. Wir sollten sofort anfangen, grosse Demonstrationen zu organisieren. Irgendwie erinnere ich mich zum Beispiel an die Zeit des Vietnam-Kriegs. Was ist los mit den Grünen? Wo bleibt die Basis-Demokratie? Warum lassen wir uns alle so verarschen?

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
19. September 2006 13:14

Teil des Problems, nicht Teil der Lösung

Klaus Meyer (deutschlaender2)

Die Streubomben, die Israel in den letzten drei Tagen auf Dörfer im Südlibanon verschossen hat (rd. 1,2 Mio "bomblets", von denen erfahrungsgemäß ca. 30% nicht explodiert sein dürften), haben seit Beginn des Waffenstillstandes bereits mind. 83 Menschen das Leben gekostet. Täglich werden es mehr. Ende nicht absehbar.

Daß Israel dafür vom Lieferanten der Streubomben, den USA verurteilt werden oder gar deutsche Politiker es wagen würden, den Einsatz dieser Bomben als das zu bezeichnen, was er ist, ist kaum zu erwarten.

Insofern kann man den Positionen der Linkspartei und der FDP im Bezugsartikel nur zustimmen.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
1 - 5 von 5 Lesermeinungen
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche