Im Libanon ist schon auch der 18. Versuch gescheitert, einen Präsidenten zu wählen.
Obwohl die Hälfte der 128 Abgeordneten am Dienstag im Beiruter Parlament zusammenkamen, reichte dies nicht zum für die Wahl des Nachfolgers von Emile Lahoud nötige Quorum von zwei Dritteln.
Dies alles bedeutet, dass es unmöglich ist einen unabhängigen Mann an die Spitze des Staates zu bringen.
Die Machtinteressen der Gruppierungen sind so stark, dass die Wahl eines neutralen Präsidenten verwirklicht wird.
Was dies alles für die libanesischen Bürger bedeutet, muss man sich nur vorstellen: unnötige Spannung, Abhaltung von der Konzentration an die eigentliche Arbeit, die notwendigen Gesetzesänderungen müssen auf sich warten lassen,
Man muss die Existenz der anders denkenden anerkenn, man muss dem anderen gegenüber etwas hilfreich sein, man muss gewissenhaft und ehelich sein; dies gilt für alle Beteiligten.
Dr. H. Ergun
