28. März 2008 Der irakische Ministerpräsident Nuri al Maliki hat den schiitischen Milizionären für die Niederlegung der Waffen Geld geboten. Alle, die ihre schweren Waffen den Sicherheitskräften übergeben, erhielten eine finanzielle Entschädigung, hieß es in einer am Freitag in Bagdad veröffentlichten Erklärung Malikis. Demmach haben die Aufständischen bis zum 8. April Zeit, der Aufforderung nachzukommen.
Anhänger des radikalen Schiitenpredigers Moqtada Sadr liefern sich in mehreren irakischen Städten seit Tagen heftige Gefechte mit Sicherheitskräften Bagdads und amerikanische Truppen. Seit Beginn der Kämpfe starben nach amtlichen Angaben mindestens 120 Menschen.
Sadr anscheinend zu Verhandlungen bereit
Angesichts der schweren Kämpfe hatten die irakischen Behörden am Donnerstagabend eine dreitägige Ausgangssperre für Bagdad verhängt. Das öffentliche Leben in der Hauptstadt steht still, Geschäfte blieben geschlossen. Im schiitischen Viertel Sadr-City fanden Beerdigungszeremonien für die Opfer der Unruhen statt. A
uch in anderen großen Städten des Landes, insbesondere im südirakischen Basra, gilt eine Ausgangssperre. In Basra hatten die Unruhen am Dienstag begonnen. Bei Kämpfen zwischen Sicherheitskräften und schiitischen Milizionären kamen in der südirakischen Stadt Nassirija in der Nacht zum Freitag mindestens vier Polizisten ums Leben. Wie die örtliche Polizei mitteilte, hatten die schiitischen Kämpfer Politeiwachen angegriffen. Einige der Angreifer seien verwundet und festgenommen worden.
Unterdessen rief der radikale Prediger Moqtada al Sadr in einer Erklärung zum Ende des Blutvergießens auf. Wie der amerikanische Nachrichtensender CNN berichtete, hieß es in der Mitteilung, alle Gruppen sollten friedlich protestieren und das Vergießen irakischen Blutes stoppen.
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