Nasrallah: Deutsche Marine kann Bewegung nicht schwächen

Libanon

Hizbullah-Führer Nasrallah kritisiert Bundeskanzlerin Merkel

Der Führer der Hizbullah-Miliz, Scheich Nasrallah, hat erstmals seit Beginn der militärischen Handlungen im Libanon eine öffentliche Rede gehalten. Darin kritisierte er Bundeskanzlerin Merkel scharf für die Entsendung der deutschen Marine.

Lesermeinungen zum Beitrag

23. September 2006 12:26

Deutschlands Einsatz im Kriesengebiet

Peter Haubold (wetteronkel)

So ein jeder mag seinen eigene Meinung zu den Vorgängen im Libanon haben, so auch ich.
Ich bin gegen den Einsatz der Bundeswehr da sie Deutschland sehr viel Geld kostet.

Dieser Krieg ist ein Krieg, der aus unserer Sicht unnötig ist, das sieht die Hisbollah aber anders. Mit einer der Gründe, warum die Hisbollah Israel als Staat nicht anerkennt. Also was passiert da unten genau ? Banal vergleichbar mit der Nachbarswohnung. Wenn sich meine Nachbarn streiten gehe ich höchstens dazwischen wenn Sie sich prügeln.
Dort kann ich dann als Puffer dienen und eine "Waffenruhe" herstellen.
Bei dem Thema Israel ist das aber NICHT möglich, dort kann nicht aufgrund einer Präsenz als Neutraler für Waffenruhe gesorgt werden . Der Einsatz der Bundeswehr geht aber noch weiter. Die Hisbollah soll entwaffnet werden und das ist meiner Meinung nach NICHT die Aufgabe der Bundeswehr ! Auch und gerade weil damit Partei ergriffen wird. Will Deutschland damit indirekt eine alte Schuld begleichen ?
Mal abgesehen davon, das ich unserer Regierung nie den Auftrag gegeben habe, unsere Verteidigungsarmee zu Weltpolizisten zu machen. Man sollte lieber vor der eigenen Tür kehren bevor man sich auf den Nachbarn konzentriert.

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23. September 2006 12:12

In unserer eigenen Welt dominieren die Begriffe von Freiheit, Gerechtigkeit und

Hugo Leder (papadoc)

.

*
In einigen Ländern der Westlichen Welt mag das zutreffen,aber nicht in den Ländern die sich anmaßen die Demokratie Exportieren zu müssen. Denn der Islam hat seine eigenen Werte und Gesetze ob schlecht oder Gut mag dahingestellt sein. Wir alle sollten das Akzeptieren und nicht dauernd versuchen dieses zu ändern.Auch die achso guten Industriestaaten haben ihren Terror ( Ausgrenzung von Massen,Marktmißbrauch,Korruption u.v.a.m)
Und der meißte Krieg und Terror ging ebend nicht von Islamischen Staaten aus sondern von Regierungen denen auch Ihr Freund Bush angehört.Aber nach Ihren Wertevorstellungen Töten,Morden und Foltern diese dann ja Demokratisch.Auch ein "Demokratisch" Getötetes Kind im Libanon ist Tot und das für Immer.
*
Natürlich ist ein Israelisches Kind das durch Selbstmordattentate ums Leben kam genau auch eines zu viel.
*
Und deshalb ist meine persöhnliche Meinung!!!
TERROR BEKÄMPFT MAN NICHT MIT GEGENTERROR.
Denn das bedeutet KRIEG für die nächsten Hundertausend Jahre.

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23. September 2006 09:37

Voraussetzungen für den nächsten Konflikt

Michael Krause (MFK1)

Wer die Anerkennung der Existenz Israels als conditio sine qua non für die Aufnahme von Verhandlungen macht und nicht erkennt, dass es (wahrscheinlich die einzige) Verhandlungsmasse der Gegenseite ist und weiterhin die Hizbullah pauschal als Terrororganisation einstuft, braucht keine Verhandlungen mehr anzustreben und braucht sich auch um den nächsten Konflikt keine Gedanken zu machen. Der Unterschied ist ledglich, dass diesmal deutsche Truppe direkt oder indirekt beteiligt sein werden. Der einzige Trost bleibt die Tatsache, dass die Bundesrepublik eine derartige Eskalation innenpolitisch nicht standhalten wird.

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23. September 2006 09:16

Was soll das mit Merkel zu tun haben ?

Elisabeth Müller (liemue)

Der Tanz geht weiter, ob mit oder ohne Deutsche und Merkel. Wer jemals was anderes erwartet hätte, träumt den naiven Traum der Selbstgerechten und Gutmenschen.

Der nächste Krieg mit Israel ist doch vorprogrammiert, solange es diesen Staat im Staate Libanon gibt. Leider ist das UN-Mandat nicht "so robust", um diesem unerträglichen Hetzprediger endlich zum Schweigen zu bringen.

Ich wünschte mir, daß alle diejenigen, die während des letzten Israel-Libanon-Kriegs laut nach "Gerechtigkeit und Frieden" geschrieen hatten, nach dieser Brandrede des Hizbollah-Führers, Ihre Position revidieren.

Leider wird dies nicht der Fall sein. Beim nächsten Mal wird man wie immer wieder nur Israel die Schuld für das Desaster geben. Dass es mit solchen Feinden niemals Frieden geben kann, interessiert dabei nicht.
Solange die Katjuschas nicht auf unsere Köpfe lässt es sich trefflich von Frieden und Moral fabulieren.

Gruß
Dr. Elisabeth Müller

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22. September 2006 19:46

Heuschler und noch undankbar

Raif Toma (Raif.Toma)

Der Ausgang des Krieges zeigte, dass in der Wirklichkeit keinen „göttlichen Sieg“ gegeben hat, sondern einen Verlust sowohl für Israel als auch für den Libanon und Hisbullah. Doch für die Hisbullah zählen Verluste auf der libanesischen Seite nicht, sondern nur die der israelischen Seite.
Die Mehrheit der Libanesen ist gegen die Bewaffnung Hisbollahs, dabei handelt es nicht um die Waffen einer religiösen Gemeinschaft, sondern, um die Waffen einer Miliz.
Die Machtdemonstration heute zeigt, dass sie weiterhin die Entwaffnung ablehnt. Diese fundamentalistische Organisation würde dann das Land in einen Bürgerkrieg bringen.
Doch sicherlich vertritt die fundamentalistische Hisbollah,
eine extremistische Linie der Schiiten, die auch an Breite
gewonnen hat und eine Bewaffnung weiterhin möchte. Doch sie ist nicht die alleinige Vertreterin der Schiiten im Lande, sondern gibt es noch die Amal-Bewegung, die im Bürgerkrieg eine große Rolle spielte und viele, die eher zu anderen Organisationen sympathisieren. Auch wenn die Mehrheit der Schiiten dies bevorzugt, kann es im Libanon nicht mehr toleriert werden, weil andere Bevölkerungsteile sich bedroht fühlt.

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22. September 2006 19:43

Worte gegen Raketen?

C. B. Sturm (CBest)

Ob Frau Merkels Äußerungen an sich verfehlt waren, sei dahingestellt. In einem derart radikalisierten Konflikt, wie er sich im Nahen Osten abspielt, kann jedes Wort missbraucht werden. Nasrallahs Beschimpfungen könnten genauso gut Frankreich oder Italien treffen, deren Truppen ebenfalls in der Region aktiv sind.

Bei aller diplomatischen Höflichkeit: Die Hisbollah ist eine terroristische Miliz aus islamischen Fanatikern. Wenn sie Israel, die deutsche Marine oder sonst jemanden angreifen will, darf man ihr keinerlei Pardon geben. Selbst wenn sie mitunter als "fünfte Kolonne" des Iran arbeiten sollte, den europäische und amerikanische Diplomaten nur mit Samthandschuhen anfassen, bedeutet das keinen Freifahrtschein für ihre Kriegsziele. Unabhängig davon: der Reflex, immer zuerst gegen Israel - das, wie seine Nachbarn auch, oft überreagiert - zu wettern, ist genauso falsch und verhängnisvoll wie die permanente Verharmlosung des "Djihad", den die Hisbollah gegen Israel führt.

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22. September 2006 19:21

Neutralität nicht gewünscht

Michael Krause (MFK1)

Frau Merkel hat im Deutschen Bundestag mehrfach betont, die Bundesrepublik sei bei dem Einsatz im Nahen Osten nicht neutral und wolle es auch nicht sein.

Es war zu erwarten, dass diese unkluge Äußerung radikale Kräfte in der Region herausfordert und damit auch die deutschen Steitkräfte zu einem Angriffsziel machen.

Es bleibt auch abzuwarten, was mit der Parteilichkeit zugunsten Israels bei einem eventuellen Angriff der USA und/oder Israels auf den Iran oder ähnlichen Aktionen geschieht.

Sehr wahrscheinlich werden die UN Friedenstruppen nur eine kurze Zeit der Ruhe genießen bevor die Situation wieder eskaliert, weil die Ursachen des Konflikts im Nahen Osten nicht angegangen werden. Frau Merkel hat den deutschen Streitkräften mit ihren Äußerungen jedenfalls keinen Dienst erwiesen.

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