23. Juli 2008

Erfahrung macht klug
Auf dem Übungsplatz für Frustrationstoleranz

Kondome kaufen, Leserbriefe schreiben, auf der Treppe arbeiten: Im Praktikum gibt es viel zu erleben. Und noch mehr zu lernen. Das darf man sich auf keinen Fall entgehen lassen. 

 

Politikum Praktikum
Zwischen Ausbeutung und Karrierechance

Der einst so gepriesene Kurzausflug in die Arbeitswelt hat seine Unschuld verloren. Seitdem in der Öffentlichkeit das Schlagwort von der „Generation Praktikum kursiert, wird er mit Missbrauch und Ausbeutung in Verbindung gebracht. Jetzt soll eine Gesetzesinitiative aus dem Arbeitsministerium die Praktikanten vor der Verwendung als billige Ersatzarbeitskräfte schützen. Hat das Praktikum als Vehikel zum erfolgreichen Berufseinstieg ausgedient? 

 
Stefan Horst, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit für die Rechtsanwaltsgesellschaft Beiten Burkhardt, Frankfurt a.M.
Nachgefragt bei Arbeitgebern
Wie sieht der perfekte Praktikant aus?

Die DOS und DON`TS: Nachgefragt bei Arbeitgebern 

 

Gewusst wie
Der Praktikanten-Guide in sieben Schritten

Wo finde ich einen passenden Praktikumsplatz? Was muss ich am ersten Tag als Praktikant beachten? Welche Rechte und Pflichten habe ich? Was steht in meinem Zeugnis? Praktikanten haben viele Fragen. Hier sind die Antworten. 

 

Auslandspraktikum
»Die Firma liegt mitten im Dorf«

Wer in seinem Lebenslauf vorweisen kann, dass er fremde Länder nicht nur aus der Touristenperspektive kennt, sondern sich als Praktikant in einem Unternehmen bewährt hat, verbessert seine Jobchancen enorm. Antje Theml hat es in ein südschwedisches Kaff namens Svängsta verschlagen. Hier berichtet die 24-jährige Studentin aus Clausthal-Zellerfeld, was sie in ihrem Praktikum fern der Heimat erlebt hat. 

 

Geisteswissenschaftler sollten
Was Karriereberater empfehlen

Früher darüber nachdenken, was sie eigentlich wollen. Eifriger Kontakte knüpfen, um den passenden Beruf zu finden. Und in der Bewerbung überzeugender argumentieren. Arbeitsmarktexperten müssen es ja wissen. 

 

AA, EU, Uno
Jobs für alle, die in der Welt etwas bewegen wollen

Auch in der internationalen Politik bieten sich interessante Einstiegsmöglichkeiten für Geisteswissenschaftler. Allerdings müssen sich die Bewerber einem extrem harten Auswahlverfahren stellen, das entsprechend nur wenige schaffen. Leichter gelingt der Start in Nichtregierungsorganisationen (NGO) oder Institutionen für politische Bildung. 

 

Geisteswissenschaftler ticken anders
Erst das Vergnügen ... und dann die Arbeitslosigkeit?

Die meisten studieren, ohne zu wissen, was sie später beruflich machen wollen. Danach halten sie sich häufig mit Übergangsjobs über Wasser - und verdienen deutlich weniger als die Absolventen anderer Fächer. In der Öffentlichkeit werden sie gerne als weltfremde Schöngeister verspottet - gebildet, aber nicht gebraucht. Was treibt Historiker, Germanisten, Philosophen zu ihrem Fach? Mit welchem Gefühl studieren sie? Und was wird aus ihnen fünf Jahre nach ihrem Examen? 

 
Astrid Göschel hat Germanistik, Romanistik und Rhetorik studiert. Jetzt ist sie selbständige Rhetoriktrainerin und Inhaberin der Firma Sprachingenieurin.
Gründen, um zu leben
Erst mal kleine Brötchen backen

Wenn Geisteswissenschaftler ein Unternehmen gründen, fangen sie meist ganz bescheiden an. Wer seine Selbständigkeit nicht als Erwerbstätigkeit zweiter Klasse begreift, sondern unternehmerisches Denken entwickelt, hat gute Chancen auf ein erfülltes Berufsleben. 

 

Nichts ist unmöglich
Berufswunsch: »Irgend- etwas mit Kultur«

Als Historiker am Museum das Kulturerbe pflegen, als Germanist im Verlag Autoren entdecken oder als Sprachwissenschaftler sich um die Bibliothek an der Hochschule kümmern - solche Jobs sind rar gesät. Wer an sie heran will, muss zielbewusst und ausdauernd sein. 

 
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