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| Protestmarsch in Schwarz-Rot-Gold.
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22. Juni 2009
Die spektakulärsten Aktionen - Die Studenten von heute wirken lieber im Kleinen, als sich in die große Weltpolitik einzumischen - ganz im Gegensatz zu ihren aufsässigen Vorgängern in den sechziger und siebziger Jahren:
1817: Protestmarsch in Schwarz-Rot-Gold. 500 deutsche Studenten ziehen auf die Wartburg in Thüringen, um gegen die reaktionären Kräfte in den deutschen Kleinstaaten, für einen Nationalstaat und eine freiheitliche Verfassung zu demonstrieren. Ihre Fahne hat als Erste die Farben der heutigen Nationalflagge. Bild 1: Wikipedia
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| Sitzblockaden in Berkeley
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1919: Anti-Japan-Demos in Peking. Am 4. Mai protestieren vor dem Tor des himmlischen Friedens mehr als 3.000 chinesische Studenten. Sie äußern so ihren Unmut darüber, dass die Regierung Gebietsansprüche Japans anerkannte. Der Protest markiert den Beginn eines chinesischen Nationalgefühls.
1937: Aufbegehren in Birma. Die birmanische Studentenbewegung der Thaki erzielt mit Streiks und Aufrufen zum Boykott indischer Händler erste Erfolge im Kampf gegen die britische Kolonialherrschaft: Birma wird aus Britisch-Indien herausgelöst und erhält als Kronkolonie innere Autonomie.
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| Studentenunruhen in Paris im Mai 1968 |
1964: Sitzblockaden in Berkeley. Mehr als 1.000 Studenten der University of California formieren sich im Free Speech Movement, nachdem die Universitätsleitung jede politische Agitation auf dem Campus verboten hatte. Die Folksängerin Joan Baez (hier im Bild vor Studenten der Universität von Kalifornien in Berkeley) gehört zu den Unterstützern der Protestaktionen. Das Verbot wird im Dezember aufgehoben. Bild 2: dpa 1968: Straßenschlachten in Paris. Die Räumung der von linken Studenten besetzten Universität Sorbonne am 4. Mai mündet in einen Generalstreik, der ganz Frankreich wochenlang lahmlegt. Die Studenten protestieren hauptsächlich gegen das veraltete Bildungssystem und den Konservatismus der Regierung. Bild 3: dpa
1968: Ausnahmezustand in Japan. Bei der Attacke auf Tokio im Oktober legen Studenten den Universitätsbetrieb lahm, besetzen gemeinsam mit Arbeitern das Parlament, die US-Botschaft und einen Bahnhof. Die Studenten fordern die Demokratisierung der Hochschulen, verurteilen den Vietnamkrieg und die zunehmende Urbanisierung. 1969 kommt es auf dem Dach eines Universitätsgebäudes zur Auseinandersetzung mit der Polizei. 8.500 Polizisten werden aufgefahren, um die rebellierenden Studenten mit dem Einsatz von Tränengas und Wasserwerfern zur Aufgabe zu zwingen. Bild 4: dpa
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| Studentenunruhen in Tokio
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1968: Unruhen in Italien: In Rom gehen Studenten auf die Straße, um für ein sozialeres Bildungssystem, gegen den Vietnamkrieg und für die Gleichberechtigung von Mann und Frau zu kämpfen. Die Fiat-Arbeiter in Turin schließen sich den Studenten an und fordern höhere Löhne. Unser Bild zeigt eine Schüler- und Studentendemonstration vor dem Kolosseum in Rom. Bild 5: dpa
1973: Massendemos in Äthiopien. Die Studentenbewegung der Haile-Selassie-Universität initiiert Protestkundgebungen und Streiks, als das Land unter der Dürrekatastrophe und der Ölkrise leidet. Die Studenten werfen dem Regime des Kaisers Korruption und politische Repression vor.
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| Unruhen in Italien
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1989: Massaker in Peking. Nachdem mehrere Tausend Studenten monatelang den Platz des himmlischen Friedens besetzt hatten, rückt am 3. und 4. Juni das chinesische Militär mit Schützenpanzern an und schießt mit scharfer Munition auf die Menge. Die Studenten hatten demokratische Reformen gefordert. Bei dem Massaker sterben vermutlich 1.000 Menschen, die genaue Zahl der Opfer bleibt unbekannt. Unser Foto zeigt eine Protestkundgebung chinesischer Studenten am 5. Juni 1989 in Stuttgart. Bild 6: dpa 1991: Demonstrationen in Leipzig. Ostdeutsche Studenten protestieren gegen die Abwicklung der ehemaligen DDR-Hochschulen. Die von westdeutschen Politikern beschlossene Schließung ganzer Institute empfinden sie als Akt der Fremdbestimmung. Bild 7: dpa
1996: Nachdem Hunderte von Studenten gegen das Militärregime in Birma demonstriert hatten, ließ die Militärregierung die Universitäten des Landes schließen. Unser Bild zeigt einen birmanischen Studenten, der auf dem Universitätsgelände von Rangun Bereitschaftspolizei gegenübersteht. Bild 8: dpa
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| Nach dem Massaker: Protestkundgebung chinesischer Studenten am 5. Juni 1989 in Stuttgart.
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2003: Rosenrevolution in Georgien. Mit Flugblättern agitiert die georgische Studentenorganisation Kmara! gegen Eduard Schewardnadse. Sie wirft dem Staatspräsidenten Wahlbetrug vor. Im November stürmen Oppositionelle mit Rosen in der Hand das Parlament, Schewardnadse tritt daraufhin zurück. Bild 9: Wikipedia
2006: Ausschreitungen in Deutschland. Am 6. Juni protestieren in Frankfurt mehrere Tausend Studenten aus ganz Deutschland gegen die Einführung von Studiengebühren. Im Zuge der Demonstration blockieren rund 100 Studenten die Autobahn Frankfurt-Wiesbaden. Es kommt zu Gefechten mit der Polizei. Bild 10: dpa