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| Wir befinden uns seit etwa 2 Jahren im Aufschwung.Gute Leute werden wieder gesucht. Till Wagner ist als Vorstandsmitglied der GWA für den Personalbereich verantwortlich und leitet die operativen Geschäfte der Netzwerkagentur J.Walter Thompson Deutschland. |
21. Januar 2008
Die Werbebranche hat sich vom Schock nach dem New-Economy-Crash erholt. Vor allem die wachsenden Investitionen in Online-Werbung sind der Grund für neuen Optimismus. Gute Chancen für Kreative und Marketingspezialisten.
Web 2.0, Mobile Internet, Permission Marketing, Web TV - so lauten die neudeutschen Schlagwörter, die nicht nur für die Trends in der Internetwirtschaft, sondern auch der Werbebranche stehen. Denn weil das Internet das Leben der Menschen verändert, muss sich auch die Werbung verändern, die die Menschen erreichen will. Mittlerweile hat auch der letzte Kunde begriffen, wie wichtig das Internet als Werbeplattform ist, sagt Till Wagner vom Gesamtverband der deutschen Werbeagenturen (GWA).

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Die Studienergebnisse des Beratungsunternehmens Booz Allen Hamilton machen die Entwicklung deutlich: Eine Kaufentscheidung - das Ziel fast jeder Werbung - werde heutzutage nur noch zu 5 Prozent durch Zeitungsanzeigen oder Fernseh-Spots, aber schon zu 10 Prozent durch Online-Werbung beeinträchtigt. Ist das Internet also schon doppelt so bedeutsam wie die klassischen Werbeträger Print und TV? Vertreter der Zeitungsindustrie warnen angesichts solch revolutionärer Schlussfolgerungen vor einem voreiligen Online-Hype. Werbung in den herkömmlichen Massenmedien sei für viele Markenhersteller nach wie vor unverzichtbar. Außerdem waren die Erwartungen an das Internet ja schon einmal überzogen.
Erst sieben Jahre ist es her, dass die sogenannte New-Economy-Blase platzte. Viele Start-up-Unternehmen, die mit dem Internet Geld verdienen wollten, gingen erst an die Börse - und wenig später pleite. Mit dem Ende des Hypes kollabierte damals auch die Werbeindustrie. Es war der tiefste Fall seit Gründung der Bundesrepublik. In den Jahren 2001 bis 2003 stockte die wirtschaftliche Entwicklung der gesamten Werbebranche. Erst nach der Rezession ging es allmählich wieder aufwärts.
Für 2008 erwarten 80 Prozent der Agenturchefs nun erneut mehr Wachstum als im Vorjahr. Insgesamt geht der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft von einem Umsatzplus von 3,8 Prozent aus. Die zurückliegenden Jahre waren nicht leicht, räumt Verbandsfunktionär Wagner ein. Viele Agenturen hätten sich konsolidiert, Kosten gesenkt und Mitarbeiter entlassen. Jetzt aber befinden wir uns seit etwa zwei Jahren im Aufschwung. Gute Leute werden wieder gesucht, sagt er.
Bereits im ersten Halbjahr 2007 hatten die Agenturen mit 1.773 Offerten ein Drittel mehr Stellen ausgeschrieben als im Vorjahr. Der Trend wird sich fortsetzen. Das Problem: Die heiß begehrten Mitarbeiter mit vier bis fünf Jahren Berufserfahrung sind rar. Jetzt zeigt sich, dass sich infolge des New-Economy-Crashs viele Absolventen gegen eine Werberkarriere entschieden haben - genau die werden nun schmerzlich vermisst.
Für Berufseinsteiger erhöht diese Lücke die ohnehin guten Chancen. Die gesamte Branche wächst. Und dann ist da ja noch das Internet: Fehlende qualifizierte Mitarbeiter sind der einzige Grund, wieso einige Agenturen aus den Neuen Medien nicht noch schneller wachsen. Einsteiger müssen auch nicht mehr befürchten, zunächst lange unentgeltliche Praktika absolvieren zu müssen. Wer eine Festanstellung anstrebt, sollte zwar praktische Erfahrungen vorweisen können, den Agentursklaven muss jedoch niemand mehr geben. Mehr als 50 der größten Werbeagenturen haben die Praktika-Standards der GWA anerkannt und umgesetzt. Demnach gilt: Die Maximaldauer eines Praktikums beträgt sechs Monate, die Mindestvergütung 350 Euro.
Besonders gefragt sind Konzepter (erstellen gemeinsam mit Projektmanagern, Screen Designern und Programmierern Konzepte für Multimedia-Produktionen) und Planer (entwickeln strategische Planungen für Kunden und deren Produkte). Beide Berufsbilder werden immer wichtiger. Wer das kann, hat nicht nur zu hundert Prozent einen Job sicher, sondern wird auch von Anfang an ziemlich gutes Geld verdienen, sagt Andreas Gahlert, Chef der Agentur Neue Digitale.
Gahlert gehört zu den neuen Gewinnern. Im Jahr 2006 wuchs seine Agentur für digitales Marketing um 120 Prozent. Vergleiche mit dem Boom der New Economy könne man da schon ziehen, gibt Gahlert zu. Im Unterschied zum Jahr 2000 sei aber heute nicht nur die Technik bereit für die neue digitale Welt. Die Menschen sind es ebenfalls. Und tatsächlich: Viele gehen mit dem Internet inzwischen nicht nur am heimischen PC spielend um: Neue Online-Anwendungen wie Communitys, Blogs, Newsletter (Permission-Marketing), die man unter dem Begriff Web 2.0 zusammenfassen kann, erreichen die Menschen auch auf dem Handy, dem iPod oder via Fernseher.
Dass in zehn Jahren etwa 40 Prozent des Kommunikationsbudgets der Wirtschaft in den Online-Bereich fließen werden, davon gehen Experten wie der Europa-Chef von Google, Nikesh Arora, und Lothar Leonhard, Chef der Agenturgruppe Ogilvy & Mather Deutschland, fest aus. Schon heute schichten die werbenden Unternehmen gehörig um. Beispielsweise verkündete der Autohersteller Smart, zukünftig zwei Drittel seines Werbebudgets abseits der traditionellen Medien einzusetzen. Der Versandhändler Neckermann reduzierte seinen Printetat von 240 auf etwa 100 Millionen Euro.
Die neue Werbewelt wird also noch digitaler. Ein Begriff wie Fernsehwerbung wird wahrscheinlich bald verschwinden und durch Bildschirmwerbung ersetzt werden müssen. Denn künftig wird ein einziger Bildschirm Internet, TV-Programm und andere Dienstleistungen visualisieren können. Auch die Entwicklung der papierlosen Zeitung in Form eines dünnen Gerätes, das E-Paper wiedergeben kann, schreitet voran. Und selbst in der virtuellen Welt des Second Life investieren reale Unternehmen in Werbung. Wohin die Reise noch geht, weiß selbst Gahlert nicht. Aber genau darin liegt ja der Reiz der Werbebranche.
Hier gibt's Jobs für Hochschulabsolventen
BBDO Germany
Bedarf 2008: ca. 20 Hochschulabsolventen
Gesuchte Fachrichtungen: BWL, VWL und Marketing.
Für welche Bereiche wird gesucht: für die Unternehmensberatung BBDO Consulting mit dem Schwerpunkt Marketingberatung; als PR-Berater für die Kommunikationsagentur Pleon und Absolventen für Outsourcing-Tochter Sellbytel mit dem Schwerpunkt Vertriebsunterstützung http://www.bbdo.de http://www.bbdo-consulting.com
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Bedarf 2008: ca. 10 Hochschulabsolventen
Gesuchte Fachrichtungen: BWL, Marketing, Kommunikation, Design
Für welche Bereiche wird gesucht: Kreation, Kundenberatung und Strategische Planung (bevorzugt ehemalige Praktikanten und Absolventen des Traineeprogramms)
http://www.de.ddb.com
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Bedarf 2008: 20 - 30 Hochschulabsolventen
Gesuchte Fachrichtungen: alle Fachrichtungen, schwerpunktmäßig Wirtschafts-, Kommunikations- und Medienwissenschaften, Geisteswissenschaften, auch Naturwissenschaftler mit Kommunikationserfahrung
Für welche Bereiche wird gesucht: PR-Beratung, Kreationsberatung, Online-Beratung, PR-Redaktion, TV-Redaktion, TV-Produktion
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Bedarf 2008: mindestens 25 Hochschulabsolventen
Gesuchte Fachrichtungen: BWL, Kommunikationswissenschaften, Grafik-Design
Für welche Bereiche wird gesucht: Kundenberater, Planer, Art Direktoren, Texter http://www.grey.de
Hering Schuppner
Bedarf 2008: ca. 10 Hochschulabsolventen
Gesuchte Fachrichtungen: BWL, VWL, Wirtschaftswissenschaften, Kommunikationswissenschaften
Für welche Bereiche wird gesucht: Finanzkommunikation, Investor Relations, M&A, Corporate Communications
http://www.heringschuppener.com
Jung von Matt Bedarf 2008: ca. 50 Hochschulabsolventen Gesuchte Fachrichtungen: Mediengestaltung, visuelle Kommunikation, Betriebswirtschaft, Multimedia, Digitale Medien, Medieninformatik, Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation Für welche Bereiche wird gesucht: Text, Art, Strategische Planung, Projektmanagement http://www.jvm.de
J. Walter Thompson Germany
Bedarf 2008: ca. 40 Hochschulabsolventen
Gesuchte Fachrichtungen: Grafik-Design, BWL, Marketing-Kommunikation
Für welche Bereiche wird gesucht: Kundenberater, Art-Direktoren, Mediengestalter und Texter. http://www.jwt.de
Media Consulta
Bedarf 2008: ca. 20
Gesuchte Fachrichtungen: v. a. Kommunikationswissenschaften, Geisteswissenschaften, BWL, auch: Sprachwissenschaften, Medienwissenschaften, Kulturwissenschaften, evtl. Filmwissenschaften
Für welche Bereiche wird gesucht: internationale und nationale PR, Konzeption, Redaktion, kaufmännische Berufe, auch: TV und Kreativbereich
http://www.media-consulta.com
Neue Digitale
Bedarf 2008: ca. 15 Hochschulabsolventen
Gesuchte Fachrichtungen: BWL, Kommunikationsdesign und Informatik
Für welche Bereiche wird gesucht: Projektmanager, Art Director/Designer, Informationsarchitekt, Web Developer
http://www.neue-digitale.de
Ogilvy & Mather Frankfurt
Bedarf 2008: ca. 15 Hochschulabsolventen
Gesuchte Fachrichtungen: BWL, Medienwirtschaft, Kommunikations-/Grafik-Design, International Business
Für welche Bereiche wird gesucht: Trainee Beratung, Junior Art Director, Junior Texter
http://www.ogilvy.de
Pleon
Bedarf 2008: ca. 50 deutschlandweit
Gesuchte Fachrichtungen: Kommunikations- und Sprachwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Sozialwissenschaften, Politologie
Für welche Bereiche wird gesucht: Clienting, Consulting, Publishing und Multimedia in den Disziplinen Corporate Communications, Marketing Communications, Public Affairs, Healthcare, Technology, Online Relations, Media Relations, Brand Management, Human Resources http://www.pleon.de
Publicis Frankfurt
Bedarf 2008: steht noch nicht fest
Gesuchte Fachrichtungen: vor allem Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Marketing und Kommunikationsdesign, aber auch andere Fachrichtungen
Für welche Bereiche wird gesucht: (Junior) Account Manager, (Junior) Art Director, (Junior) Texter für Konzeption und Text.
http://www.publicis.de
Serviceplan
Bedarf 2008: ca. 150 Hochschulabsolventen
Gesuchte Fachrichtungen: Wirtschaftswissenschaftler mit Schwerpunkt Marketing, Kommunikationswissenschaftler und Grafikdesigner
Für welche Bereiche wird gesucht: Kundenberater (Klassik und Online), Artdirektoren (Klassik und Online), Mediaplaner, Mediaeinkäufer
http://www.serviceplan.de/karriere