12. Dezember 2009

Medizin Controller

Tips zur Ausbildung

Von Karin Leppin




19. Januar 2004 
Wie wird man Medizin-Controller? - Controller sind in Krankenhäusern, Reha-Kliniken und anderen Bereichen im Gesundheitswesen gefragt wie nie. Doch woher bekommen Mediziner ihre Kenntnisse aus Buchführung, Controlling und Finance? Wie können Betriebswirte lernen, was im Medizincontrolling anders ist als in anderen Branchen?

Studienangebote schießen wie Pilze aus dem Boden. Sie bieten die unterschiedlichsten Inhalte - von einer breiten Ausbildung im Gesundheitsmanagement bis hin zu einer sehr speziellen Ausbildung im Qualitätsmanagement oder Krankenhauscontrolling. Personaler raten deshalb, bei der Bewerbung die Inhalte des absolvierten Studien- oder Aufbaustudienganges genau zu beschreiben.

Grundständige Studiengänge:

Grundständige Studiengänge werden inzwischen an zahlreichen Universitäten und Fachhochschulen angeboten - teilweise mit gesundheitswissenschaftlichem, teilweise mit ökonomischem Schwerpunkt. Sie werden mit Diplom, Bachelor oder Master abgeschlossen. Einen gesundheitswissenschaftlichen Schwerpunkt setzen beispielsweise die Studiengänge der Fachhochschule Neubrandenburg ( www.fh-nb.de ) und der Universität Halle-Wittenberg ( www.medizin.uni-halle.de ).

An der FH Magdeburg-Stendal wird ein Studiengang Gesundheitsförderung-Gesundheitsmanagement angeboten, der beide Inhalte kombiniert ( www.sgw.hs-magdeburg.de ).

Studiengänge mit betriebswirtschaftlichem Schwerpunkt bieten unter anderem die Universitäten Köln ( www.wiso.uni-koeln.de ) und Bayreuth ( www.uni-bayreuth.de ) sowie die Fachhochschulen Ludwigshafen ( www.fh-ludwigshafen.de ) an.

Aufbaustudiengänge:

Für Hochschulabsolventen der BWL oder Medizin, aber auch für Ärzte, Mitarbeiter der Krankenhausverwaltung und Pflegekräfte, die sich neben dem Beruf zum Medizincontroller und -manager weiterbilden wollen, gibt es viele Angebote an Aufbaustudiengängen, Abend- und Fernkursen. Sie sind auf den Bedarf im Krankenhauscontrolling und Qualitätsmanagement zugeschnitten. Ihre Anerkennung bei der IHK und anderen Trägern ist unterschiedlich. Die meisten Kurse sind gebührenpflichtig - oft übernehmen Arbeitgeber die Kosten.
Seit knapp zehn Jahren bildet beispielsweise die Akademie für Krankenhauscontrolling Ärzte, Pflegekräfte und Krankenhausverwalter weiter.

Der Deutsche Verein für Krankenhauscontrolling ist seit vier Jahren Träger dieser Akademie, die eine weithin anerkannte Ausbildung anbietet. Die Praktiker erwerben berufsbegleitend in zwei Jahren das große Controller-Zertifikat ( www.dvkc.de ).

Die Akademie für Krankenhausmanagement bietet zusammen mit der FH Ingolstadt/Osnabrück eine berufsbegleitende Weiterbildung zum Krankenhausbetriebswirt an. Darin werden betriebswirtschaftliche Fächer wie Buchhaltung, Controlling, Qualitätsmanagement in sechs Semestern vertieft ( www.akm-ev.de ).

Die Zentrale Einrichtung für Weiterbildung (ZEW) der FH Hannover hat neben dem Postgraduiertenstudiengang "Krankenhausmanagement für Ärztinnen und Ärzte" auch andere gesundheitsökonomische Fächer im Programm ( wwwserv1.rz.fh-hannover.de/zew ).

Ebenso hat die Katholische Fachhochschule Nordrhein-Westfalen einen Studiengang "Krankenhausmanagement für Fachärzte" eingerichtet, dem sich Ärzte nach Dienstschluß widmen können. Er wird mit dem Master abgeschlossen ( www.kfhnw.de ).

Postgraduale Fernstudiengänge zum Gesundheitsmanagement und zum Total Quality Management bietet auch das Zentrum für Fernstudien und Universitäre Weiterbildung (ZFUW) der Universität Kaiserslautern ( www.zfuw.de ) an.

Bildmaterial: Jörg Mühle, Labor