Das Verfahren um das Seilbahnunglück von Kaprun könnte nun doch wieder aufgenommen werden. In Österreich herrsche ein Geheimaktverfahren, sagt einer der Kläger. Er will bis vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ziehen. Von Reinhard Olt, Wien
In den Fluten angeschwollener Flüsse und durch Schlammlawinen sind beim Hurrikan Ida im mittelamerikanischen El Salvador 189 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 80 Menschen galten am Sonntag noch als vermisst.
Auf Mallorca sind bei einem Hauseinsturz sieben Menschen ums Leben gekommen, unter ihnen ein deutsches Ehepaar. Der Einsturz könnte durch nicht entdeckte strukturelle Mängel an dem Gebäude ausgelöst worden sein.
Beim Untergang eines Boots mit Flüchtlingen aus Afghanistan sind in der Ägäis mindestens acht Menschen ertrunken. Das Boot prallte am Dienstagmorgen vor der Nordostküste von Lesbos bei hohem Seegang auf einen Felsen und sank.
Kurz nach dem Start ist in dem arabischen Golfemirat Schardschah ein Frachtflugzeug aus dem Sudan abgestürzt. Alle sechs Besatzungsmitglieder an Bord der Boeing 707 sind dabei ums Leben gekommen.
Vor drei Monaten kam es zu dem fatalen Erdrutsch in Nachterstedt. Jetzt sind Spezialisten der Bergwacht noch einmal in die Unglückssiedlung gegangen und haben persönliche Erinnerungstücke der früheren Bewohner aus den verlassenen Häusern geborgen.
Verheerende Erdrutsche haben auf den Philippinen mindestens 245 Menschenleben gekostet. Geröll- und Schlammlawinen haben Dutzende Häuser begraben. Heftige Regenfälle haben die nördlichen Provinzen seit Tagen unter Wasser gesetzt.
Asien leidet weiter unter Naturgewalten. Drei Seebeben im Südpazifik haben die Menschen am Donnerstagmorgen in Angst und Schrecken versetzt. In Japan hat ein Taifun Schäden und Chaos angerichtet.
Die Suche nach Überlebenden ist in Padang eingestellt. Rettungskräfte kümmern sich um Obdachlose, helfen bei den Aufräumarbeiten. Intakt gebliebenen Schulen und Büros sind wieder geöffnet. Unterdessen wächst Unmut über die Behörden. Von Jochen Buchsteiner, Jakarta
Keine Stadt der Welt erhält mehr Erdbebenwarnungen als Padang - das Beben Mitte vergangener Woche sei jedoch erst der Anfang gewesen, sagt der Erdbebenforscher Kerry Sieh aus Singapur. Er rechnet mit einer noch größeren Katastrophe. Von Christoph Hein, Padang
Die Vereinten Nationen rechnen in Sumatra mit mehr als tausend Toten, bis zu 4000 Menschen könnten verschüttet sein. Getroffen hat es vor allem die neuen, schnell hochgezogenen Billigbauten. Von Christoph Hein, Padang
Begleitet von heftigen Regenfällen hat der Taifun Parma am Samstag den Nordosten der Philippinen erreicht. Er gilt als schwerster Wirbelsturm über dem asiatischen Land seit drei Jahren. Berichte über Opfer lagen zunächst nicht vor.
Bei schweren Regenfällen sind auf der Insel 13 Menschen getötet und 40 weitere verletzt worden. Besonders betroffen war die Gegend um die Stadt Messina, die so isoliert ist, dass Verletzte nur über den Seeweg abtransportiert werden können.
Bild für Bild Vor dem eingestürzten Krankenhaus von Padang ist kein Durchkommen. Hunderte suchen nach Angehörigen, die dem Erdbeben zum Opfer gefallen sind. Infusionsbeutel liegen auf dem Boden, Blutlachen, gebrauchte Verbände. Trotzdem: Streng genommen hat die Region Glück im Unglück gehabt. Von Christoph Hein, Padang