28. April 2008 Bei einem schweren Zugunglück im Osten Chinas sind nach Angaben vom Montag mindestens 66 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 400 verletzt worden. Das berichtet die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua.
Ein Passagierzug, der von Peking in die Hafenstadt Qingdao fahren sollte, war entgleist und mit einem anderen Zug kollidiert. Das Unglück ereignete sich am frühen Morgen im Dorf Hejiacun in der Provinz Shandong. Mindestens 70 Passagiere befinden sich derzeit in kritischem Zustand, so dass die Zahl der Todesopfer weiter steigen könnte.
Waggons stürzen von erhöhter Trasse
Unter den Verletzten seien auch vier Franzosen, die mit Knochenbrüchen in ein Krankenhaus gebracht wurden, hieß es. Einer von ihnen wurde schwer verletzt. Bilder vom Unglücksort zeigen Waggons, die von der erhöhten Trasse herabgestürzt waren. Insgesamt seien acht Waggons des Zuges T195 aus Peking sowie vier Waggons des zweiten Zuges entgleist, berichtete Xinhua weiter.
Durch das Unglück war der Verkehr auf der wichtigen Verbindung zunächst unterbrochen. Nach Medienangaben wird die veraltete Strecke noch vor den Olympischen Spielen im Sommer in Peking stillgelegt. Eine neue Hochgeschwindigkeitsstrecke von Peking nach Qingdao solle im Mai fertig werden.
Text: FAZ.NET mit dpa
Bildmaterial: AFP
