ICE-Unglück bei Fulda

Die Staatsanwaltschaft ermittelt

29. April 2008 Drei Tage nach dem Zugunglück auf der ICE-Strecke bei Fulda hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen.

Der für die Schafherde verantwortliche Schäfer sollte am Dienstag vernommen werden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Fulda. Außerdem konzentrieren sich die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft auf den internen Betriebsablauf der Deutschen Bahn am Unglücksabend.

Zweiter Unfall bestätigt

Die Staatsanwaltschaft bestätigte, dass sieben Minuten vor dem Unglück im Landrückentunnel ein weiterer ICE mit einem Schaf kollidiert sei.

Der Triebwagenführer habe den Zug angehalten und sich den Schaden angesehen und ordnungsgemäß eine Meldung an die Betriebszentrale in Frankfurt gemacht.

Bergungsarbeiten gehen weiter

Ob die Verhältnismäßigkeit einer Streckensperrung aufgrund des Vorfalls gegeben gewesen sei, müssten nun die weiteren Ermittlungen zeigen. Als Hauptbeschuldigter gilt laut Staatsanwaltschaft weiter der Schäfer.

Unterdessen gingen die Bergungsarbeiten im ICE-Tunnel bei Fulda nach Angaben der Bahn weiter. Am Dienstagmorgen wurden die beiden Triebköpfe und zwei Wagen des Zuges aus der fast elf Kilometer langen Röhre gezogen.



Text: dpa/ddp
Bildmaterial: ddp

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