04. Juli 2008 Und weiter brennt der Wald: Die seit zwei Wochen in Kalifornien wütenden Waldbrände bedrohen jetzt eine beliebte Touristenstadt im Norden des US-Bundesstaats. Mehrere Luxushotels in Big Sur, knapp 200 Kilometer südlich von San Francisco, mussten am Donnerstag evakuiert werden. Das Feuer breitete sich nach Angaben der Behörden dort weiter in alle Richtungen aus und bedrohte demnach rund 1400 Häuser und Wohnungen. 19 Häuser seien bereits zerstört worden. Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger hatte bereits am Mittwoch die Evakuierung von rund 200 Häusern in Big Sur angeordnet.
Auch in der Stadt Goleta bei Santa Barbara bedrohen die Flammen bis zu 2600 Häuser, teilte die Feuerwehr mit. Rund 3000 Bewohner seien bisher in Sicherheit gebracht worden. Der Himmel über Goleta sei schwarz vor Rauch, sagte eine Feuerwehrsprecherin. Schwarzenegger hat in elf Bezirken in Zentral- und Nordkalifornien den Notstand ausgerufen.
Es bleibt warm und trocken
Die felsige Landschaft und starke Winde vom Pazifik erschwerten die Löscharbeiten der Feuerwehr, wie eine Behördensprecherin sagte. Auch in den kommenden Tagen sollte es in Kalifornien warm und trocken bleiben.
Rund 1800 Brände sind seit dem 20. Juni in Kalifornien ausgebrochen. Über 204.000 Hektar Land verbrannten. Nach Angaben der kalifornischen Rettungsdienste waren am Donnerstag aber die meisten Feuer unter Kontrolle. Der südwestliche US-Bundesstaat leidet das zweite Jahr in Folge unter extremer Dürre. Im vergangenen Oktober hatten Waldbrände 2000 Häuser zerstört. Acht Menschen kamen ums Leben, 640.000 Menschen flohen wegen der Brände.
Text: FAZ.NET
Bildmaterial: AP, dpa, MONTEREY COUNTY HERALD, REUTERS, Vern Fisher