25. Juli 2008 Bei einem Schiffsunglück im Norden der Demokratischen Republik Kongo sind mindestens 42 Menschen ertrunken. Mehr als hundert Menschen würden vermisst, teilten die örtlichen Behörden und der UN-Rundfunksender Okapi am Freitag mit. Für sie gebe es aber kaum Hoffnung auf Rettung - vermutlich seien auch sie ertrunken.
Auf Felsen aufgelaufen
Das Unglück habe sich bereits in der Nacht zum Mittwoch auf dem Fluss Oubangui ereignet. Nach Angaben des Bürgermeisters der Stadt Gbadolite, Félix Ibula, sank das Schiff, nachdem es auf einen Felsen aufgelaufen war.
Den Angaben zufolge befanden sich 182 Passagiere aus dem Kongo und Zentralafrika an Bord. 22 Bootsinsassen wurden gerettet. Es sei noch unklar, ob es noch weiteren Passagieren gelungen sei, sich zu retten, sagte der Bürgermeister. Auf den Flüssen der Demokratischen Republik Kongo ereignen sich häufig Schiffsunglücke. Die Boote sind oft überladen und die Wasserwege nur unzureichend ausgebaut. Nur die wenigsten Schiffe sind mit Rettungswesten, Schlauchbooten oder Signallichtern ausgestattet.
Text: FAZ.NET
Bildmaterial: dpa