Unwetter

Abermals Tote und Verletzte durch Tornado-Serie

11. Mai 2008 Bei schweren Tornados sind im Mittleren Westen und im Südosten der Vereinigten Staaten mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen. Zahlreiche Menschen wurden verletzt. Über die genaue Zahl der Verletzten und das Ausmaß der Schäden an Gebäuden, Straßen und Brücken gab es am Sonntag Medienberichten zufolge noch keinen Überblick. Die Energieversorgung brach angesichts vieler umgeknickter Strommasten in vielen Orten der betroffenen Bundesstaaten zusammen.

Einheiten der Feuerwehr und des Katastrophenschutzes suchten in den Trümmern zerstörter Gebäude nach möglichen Verschütten. Viele Menschen gelten immer noch als vermisst. Zudem war der Südosten der Vereinigten Staaten nach Angaben des nationalen Wetterdienstes auch am Sonntag von neuen Stürmen bedroht.

Von den seit Donnerstagabend wütenden Wirbelstürmen waren am Samstag vor allem die Bundesstaaten Oklahoma, Arkansas und Missouri betroffen. Allein in Oklahoma wurden am Samstag fünf Tornados registriert. Zwölf Menschen starben nach Angaben des Katastrophenschutzes in Missouri, die meisten nahe des Ortes Seneca nicht weit von der Grenze zu Oklahoma. Dort wurden in dem kleinen Ort Picher sieben weitere Menschen getötet, unter ihnen ein kleines Kind.

Nahezu vollkommen verwüstet wurde der Ort Picher im Staat Oklakoma Spur der Zerstörung: Ein Tornado wütete auch in Seneca im Staat Missouri Verletzte werden auf dem Highway 43 in Missouri versorgt Etwas Bleibendes inmitten des Chaos'

„Unsere Gedanken und Gebete sind mit den Menschen in Picher“, hieß es in einer Stellungnahme des Gouverneurs von Oklahoma, Brad Henry, der am Sonntag den schwer verwüsteten Ort besuchte. Allein in Oklahoma gab es dem Nachrichtensender CNN zufolge mindestens 150 Verletzte. Zahlreiche Gebäude in mehreren Orten waren völlig zerstört, die Stürme entwurzelten Bäume und wirbelten Autos durch die Luft. In Arkansas waren zahlreiche Menschen lange in den Trümmer von zusammengestürzten Häusern gefangen, Katastrophenschutz und Feuerwehr seien dabei, sie zu retten.



Text: FAZ.NET mit Material von dpa
Bildmaterial: AP

 
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