21. März 2005 Ein Tornado hat im Norden Bangladeschs eine Schneise der Verwüstung hinterlassen und mindestens 42 Menschen das Leben gekostet. Rund 500 Menschen seien bei dem verheerenden Wirbelwind am Montag verletzt worden, teilten die Behörden mit.
In den Ruinen zerstörter Häuser suchten Rettungskräfte nach weiteren Leichen. Betroffen seien rund 20 Dörfer in den Distrikten Gaibandha und Rangpur im Norden des bitter armen Landes. Mehr als 3000 Familien wurden dort obdachlos.
Die Opferzahl werde vermutlich noch steigen
Der Sturm brachte Lehmhütten zum Einsturz, entwurzelte Bäume, zerstörte Ackerland und unterbrach Strom- und Telefonverbindungen. Aus zwei Dörfern wurden mindestens 15 Vermißte gemeldet. Die meisten Menschen seien ums Leben gekommen, als ihre Hütten über ihnen zusammenbrachen, sagte ein Überlebender. Fünf Arbeiter starben, als der Sturm den Schornstein einer Ziegelei zum Einsturz brachte.
Krankenhaus-Mitarbeiter in der Region sagten, die Opferzahl werde angesichts der vielen Schwerverletzten vermutlich noch steigen. Es war der erste Tornado in diesem Jahr in Bangladesch. Das Land wird immer wieder von Katastrophen heimgesucht, die viele Opfer fordern. Im Monsun, der gegen Juni beginnt, kosten Überschwemmungen jedes Jahr zahlreiche Menschen das Leben. Bangladesch ist eines der ärmsten Länder der Welt.
Text: dpa
Bildmaterial: REUTERS