Wegen eines(!) Unfalls mit glimpflichen Folgen bei tausenden Zugfahrten pro Jahr gleich das Bahnsystem aus Sicherheitsgründen abzulehnen ist doch wirklich übertrieben.
Das Leben ist immer lebensgefährlich und absolute Sicherheit gibt es nicht. Fest steht jedoch dass die meisten Menschen fast jeden Tag Tätigkeiten nachgehen bei denen das Unfall- oder gar Todesrisiko höher ist als im ICE.
Autofahren zum Beispiel, oder Radfahren oder Fensterputzen.
Also bitte die Kirche im Dorf lassen.
Trotzdem sollten einige Fragen gestellt und, wenn möglich beantwortet werden.
Wenn ich es richtig verstanden habe, gehen Schafe nicht aus eigenem Antrieb auf Geleisanlagen, weil der Schotter für sie unangenehm ist. Es muß also etwas verangegangen sein, was die Schafe auf die Geleise bzw in den Tunnel getrieben hat. Eine Vermutung lief in Richtung wildernde Hunde. Vielleicht führt dies ja doch einmal dazu, daß die Anzahl der Hunde über eine drastische Erhöhung (und Kontrolle) der Hundesteuer verringert wird. Streunende Hunde sollten grundsätzlich eingefangen und getötet werden. Hier ist der oft geäußerte Tierschutzgedanke völlig fehl am Platz.
Eine andere Möglichkeit wird offenbar nicht bedacht: Schäfer können ein Lied davon singen, daß ihre Tiere oft von Mitbürgern gestohlen werden, die in der Mehrzahl der Fälle islamischen Glaubens sind. Auch dies würde die Schafe zu ujngewohntem Verhalten veranlassen.
Solch ein Unfall kann jederzeit und überall wieder passieren. Es sind in der Tat viele Sicherheitsfragen offen. Es ist auch richtig wie einige Leser anmerkten, daß manche dieser Sicherheitsfragen beim Transrapid nicht gestellt werden müssen. Genau betrachtet, fährt ein Zug bei einer Geschwindigkeit von 250 km/h blind - man kann nur hoffen, daß nichts auf den Gleisen liegt oder steht. Der Bremsweg dürfte deutlich länger sein, als die Strecke, die der Fahrer einsehen und auf der er Hindernisse erkennen kann (auf gerader Strecke, von Kurven gar nicht zu reden). Das gibt natürlich Anlass zu weiteren Fragen. Des weiteren müssten Passagiere als auch Gepäck - wie auf dem Flughafen auch - genauestens kontrolliert werden. Jeder hat sicher noch die schrecklichen Bilder der Madrider Vorortzüge vor Augen - wie schrecklich wären die Bilder nach einer Explosion vor oder im Tunnel bei 250 km/h? Es fragt sich auch, ob die Maxime "Immer schneller" noch zeitgemäß ist. Gerade die hohen Geschwindigkeiten kosten überproportional viel Energie und stellen außergewöhnlich Anforderungen an die Materialqualität, was die Kosten des Zuges und der Trasse steil in die Höhe treibt. Dafür ist man 1 Stunde früher in München - doch rechtfertigt das diesen Preis?
Bei dem Zugunglück im Landrücken-Tunnel bei Fulda scheint sich zwar das Rettungskonzept offenbar bewährt zu haben.
Der Zugführer müsste schon vor dem Start der Reise, die ganze Fahrstrecke überblicken und feststellen können, dass die Strecke fahrbar ist und auch in der nächsten Umgebung vollständig frei ist.
Es ist schon eine Bequemlichkeit mit ICE , was aber mit Sorgfalt, Maßnahmen, Zusatzregelungen bezahlt werden muss.
Die Transrapid-Strecke scheint auch eine hervorragende Möglichkeit zu sein, technologisch und Wohlstand mäßig in eine bessere Welt einzutreten. Es ist aber nur schade, dass die an sich rein deutsche Technologie selbst in Deutschland nicht weiterverfolgt werden kann und weltweit nicht weiter verwendet werden darf. In China funktioniert es jedenfalls perfekt.
Aus informierten Kreisen habe ich gestern in Würzburg gehört, man gehe davon aus, daß die "Zwangsführung" der Tunnelröhre ein erheblich schlimmeres Unglück verhindert habe (Querstehende Wagen, Kollision mit Fahrleitungsmasten, schlimmstenfalls Brückenpfeilern etc. / siehe ICE- Unglück bei Celle vor zehn Jahren).
Wann kapieren es Entscheider (Bahn, Politik) und Publikum endlich- mit dem Transrapid können solche Unfälle nicht passieren. Da der Fahrweg aufgeständert sein muß, kommen Schaf- oder Kuhherden nicht drauf, da das Magnetsystem den Fahrweg umgreifen muß, kann ein Transrapid auch nicht entgleisen. Davon abgesehen, sind die Wartungs- und Unterhaltsaufwendungen für die Magnet- Fahrwege deutlich niedriger (verschleißfrei, keine Getriebe, Achsen, Lager, Radreifen / Schiene muß alle zehn Jahre erneuert werden), der Fahrkomfort ist auch noch höher.
Warum müssen wir uns noch dem Rad- Schiene System aussetzen, wenn es zu etwa gleichen Kosten etwas erheblich sichereres gibt? Wann wachen wir auf?
Zitat aus dem Eingangstext:
>Noch ist nicht klar, wie die Schafe auf die Gleise gelangen konnten.<
Tja, wahrscheinlich sind sie einfach 'raufgegangen!
In einer Zeit, in der die Bahn, unzeitgemäß, ihre Strecken immer schneller macht OHNE sie gegen Gleisbeschreitungen abzusichern, wundert mich gar nichts mehr.
Selbst Regionalbahnen fahren noch Strecken mitten durch kleine Dörfer und Ortschaften ohne auch nur einen Weidezaun als Absperrung aufweisen zu können.
Kinder, Hunde, Kühe und eben auch Schafherden können offensichtlich auch auf Hochgescheindigkeitsstrecken spazieren gehen, auf denen Züge fahren, die man nicht einmal herannahen hört (wenn man einen e-angetriebenen Zug hört, der schneller als 120km/h färhrt, ist es i.d.R. zu spät.).
Mit der Begründung von Herrn Mehdorn, es sei zu kopstspielig ist an eine Streckenanbsicherung aber gar nicht zu denken.
IMHO müsste bei Aufnahme des Bertriebes in der Kostenrechnung die Absicherung der Strecke (eben evtl. durch Zäune) eine Bedingung für die Genehmigung sein.
Mit der gleichen "Verfolgungsmentalität", mit der Autofahrer kostenspielig zu zweifelhaften Öko-Nach- und Umrüstungen innerhalb einer Frist gezwungen werden, sollte auch die Bahn für Streckensicherheit sorgen.
Man stelle sich vor, der vordere Triebkopf hätte sich vor dem Tunnel quergestellt !!! Dann wäre ein zweites Eschede nicht zu vermeiden gewesen.