Zuerst hieß es, er sei durch ein Schneebrett, von oben her kommend, gestürzt und in eine Gletschspalte gefallen, jedenfalls hatte ich so das verstanden. Ich stellte mir das so vor, dass die drei, gehalten von ihren Finger- und Zehenspitzen, jeweils leicht versetzt voneinader, an der übersteilen Wand gehangen hätten und Unterkircher von dem Schneebrett erwischt und quasi in die Spalte hinuntergespült worden wäre. In diesem Fall macht gegenseitiges Anseilen keinen Sinn, weil Unterkircher beim Fall die anderen beiden mitgerissen hätte. Im Artikel dagegen heißt es, er sei durch tiefen, weichen Schnee gegangen und in eine Spalte gestürzt, 15 Meter tief. Also war die Spalte vom Schnee völlig zugedeckt und nicht mehr zu erkennen, bevor Unterkircher darauftrat. Durch sein Körpergewicht brach die Schneedecke ein und er stürzte ab. Hier, beim Gang über relativ ebenes Gelände, wahrscheinlich so eine Art Zwischenplateau auf dem Rakhiot-Gletscher, hätten sie sich doch aneinander anseilen können und jeweils mit ein paar Metern Abstand voneinander weitergehen können, je nachdem, was die Seile hergeben. Im Falle eines Absturzes hätte der zweite den ersten dann dnoch an der Leine gehabt und Rettung wäre möglich gewesen.
Wer dort oben hinaufgeht, sollte auch in der Lage sein, allein wieder runterkommen, oder eben einfach oben bleiben? Wer selbstverschuldet mit 180 km/h über dt. BAB donnert, erwartet doch auch, dass jemand abhebt, wenn man 110 anruft. Wer im Urlaub an der Küste badet, erwartet die Baywatch nixen, die einen retten. Wer im Winter mittags dem Alkohol zusagt, will im schlimmsten Fall von der Bergwacht gerettet werden, weil die Sinne vernebelt waren. Wer sich in Gefahr bringt, soll darin auch ungestört umkommen können? Hoffentlich sind möglichst viele Menschen möglichst lange ausgesprochen freundlich zu ihren Schutzengeln!
Hermann Buhl,der Bruder von Messner sind nur zwei von denen,die ihr junges Leben wegen dieses Wahnsinns im ewigen Schnee ausgehaucht haben.Aber vielleicht war das Sterben nicht so schmerzlos,das man es als Aushauchen bezeichnen sollte.Diese meist jungen Toten schreien zum Himmel,aber nicht aus Dankbarkeit,dass sie von da oben noch weiter hinaus nach oben geklettert sind. Ich kannte einen Frisch-Abiturienten- 18 jahre alt war er- der einen ganzen Winter in der Eiger-Nordwand "ausharren" musste;natuerlich als eine Leiche. Die Mitkletterer-man nennt sich Bergkamaraden- haben ihn dort haengen lassen,bis der Fruehling kam... So ist die Bergkamaradschaft in Wirklichkeit... Aber man kann trotzdem froehlich singen;Bergwagabunden sind wir... Spaeter erzaehlt man von fantastischen Erlebnissen in den Bergen... So wie der grosse Messner... Haette sein Bruder ueberlebt,haette er von fantaschtischen Erlebnissen am Mont Everest erzaehlt... Der Berg ruft halt...und alle diesen Masochisten kommen immerwieder... So ist der Mensch. halt...Ein goettliche Schoepfung... Aber bezahlen-sprich finanzieren-sollten das die,die disen masochistischen Wahnsinn betreiben.