Absturz in Ägypten

Flugschreiber von Unglücksmaschine gefunden

Black Box aus 1000 Metern Tiefe gehoben

Black Box aus 1000 Metern Tiefe gehoben

17. Januar 2004 Zwei Wochen nach dem Absturz einer ägyptischen Chartermaschine über dem Roten Meer ist einer der beiden Flugschreiber gefunden worden. Ein ferngesteuertes französisches U-Boot habe das Gerät aufgespürt, teilte der Chef des ägyptischen Bergungsteams am Samstag mit. Der Flugschreiber enthalte technische Daten über den Flug, der schon kurz nach dem Start der Maschine in Scharm el Scheich endete.

Die Black Box sei am Freitag in gutem Zustand geborgen worden, berichtete Teamleiter Schaker Kilada. Sie werde nun zur Untersuchung nach Kairo gebracht. Die Auswertung der Daten soll klären, wie es zu dem Unglück am 3. Januar kam, das 148 Menschen das Leben kostete. Bei den meisten Opfern handelte es um französische Touristen, die auf dem Heimweg nach Paris waren.

Stimmenrekorder geortet

Auch der Stimmenrekorder der Boeing 737-300 mit den letzten aufgezeichneten Gesprächen aus dem Cockpit wurde inzwischen geortet, wie das Büro des französischen Premierminister Jean-Pierre Raffarin in Paris mitteilte. Er soll rund 1300 Meter vom Fundort des Flugdatenschreibers entfernt in 700 Metern Tiefe liegen. Die Arbeiten zu dessen Bergung dauerten an.

Die Boeing 737 der Fluggesellschaft Flash Airlines war kurz nach ihrem Start in Scharm el Scheich von den Radarschirmen verschwunden und 15 Kilometer südlich der Stadt ins Rote Meer gestürzt, ohne daß der Pilot vorher einen Notruf absetzen konnte. Die Behörden haben einen Anschlag ausgeschlossen und gehen von technischen Problemen als Absturzursache aus.

Text: AP, AFP
Bildmaterial: EPA

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