13. Februar 2006 Stürme machen vor allem Bewohnern von Küstenstädten tropischer und subtropischer Breiten das Leben schwer. Über der zunehmend wärmeren Oberfläche der Ozeane steigt massenhaft feuchte Luft auf, die leicht ins Rotieren gerät. Dabei saugt sie immer mehr Luft und Feuchtigkeit an und ballt sich schließlich zum tosenden Wirbelsturm. Die Bezeichnung dafür ist je nach Weltregion unterschiedlich: Hurrikane treiben im Atlantik, Nordost- und Südpazifik ihr Unwesen, Taifune im Nordwestpazifik, Zyklone im Indischen Ozean. Ihre Wirkung ist jedoch die gleiche: Mit Geschwindigkeiten von über 118 Kilometern pro Stunde knicken sie Bäume und zerschmettern Schiffe und Häuser.
In einer besonders prekären Lage erwischte Hurrikan Katrina im August vergangenen Jahres die amerikanische Metropole New Orleans. Die Stadt weist gleich mehrere Standortnachteile auf. Im Durchschnitt liegt sie zwei Meter unter dem Meeresspiegel, eingebettet zwischen dem Mississippi und dem Lake Pontchartrain, einem Brackwassersee mit Verbindung zum Golf von Mexiko.
Deiche sollten die Stadt schützen
Deiche schützen die Stadt vor Hochwasser. Und genau das wurde bei Katrina zum Problem. Als die maroden Deiche im Norden brachen, lief die Stadt wie eine riesige Schüssel mit dem Wasser des Lake Pontchartrain voll. Chaos und Gewalt regierten in den folgenden Tagen, rund 1400 Menschen kamen in den Fluten und Unruhen um. Ob sich die Stadt jemals voll erholen wird, ist ungewiß: Viele der 500.000 Einwohner sind nach Flucht oder Evakuierung nicht zurückgekehrt.
Text: F.A.S. vom 12.2.2006
Bildmaterial: Satellitenfoto: University of Maryland, Global Landcover Facility (GLCF) / Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)