Gewitter über Deutschland

Feuerwehr im Dauereinsatz

04. Juli 2008 Der deutsche Himmel war am Donnerstag und in der Nacht zum Freitag von Blitzen durchzogen. Heftige Gewitter mit sintflutartigen Regenfällen haben vielerorts in Deutschland Straßen unter Wasser gesetzt, Bäume umgestürzt und Keller volllaufen lassen.

In Schleswig-Holstein stürzte am Freitagmorgen das Dach eines Autohauses teilweise ein. Nach ersten Erkenntnissen der Feuerwehr gab es keine Verletzten. Vermutlich konnte der Regen nicht schnell genug abfließen, so dass das Flachdach einer Fahrzeughalle in Halstenbek bei Pinneberg unter dem Druck der Wassermassen einstürzte. In Bremen befreiten die Helfer einen Mann aus seinem Auto. Sein Wagen war in einem überfluteten Tunnel stecken geblieben.

Wassereinbruch im Bayreuther Festspielhaus

Im baden-württembergischen Landkreis Ravensburg musste die Feuerwehr bereits am Donnerstag mehr als 500 Mal ausrücken. Ein Supermarkt musste vorübergehend geräumt werden, da das Dach unter den Wassermassen einzustürzen drohte. In der Region Hannover fuhr die Feuerwehr am Donnerstagabend und in der Nacht zum Freitag etwa 200 Einsätze. Verletzte gab es nicht. Im südniedersächsischen Landkreis Northeim retteten sich am Donnerstagnachmittag 32 Kinder unverletzt vor dem Unwetter aus dem Fluss Rhume. Sie waren mit Kanus unterwegs, als das Gewitter sie überraschte.

Auch in Nordhessen überflutete kräftiger Regen Keller und Straßen. Ein heftiges Sommergewitter wütete auch über dem Raum Bayreuth. Im Festspielhaus auf dem Grünen Hügel gab es am Donnerstagnachmittag einen Wassereinbruch. Feuerwehrleute kamen schnell zu Hilfe und pumpten den Keller leer. In der Stadt Straubing standen mehrere Straßen teilweise bis zu 1,25 Meter unter Wasser, Gullydeckel wurden nach oben gedrückt und weggeschwemmt.



Text: AP
Bildmaterial: dpa

 
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