
Das Urteil stand im Vorhinein fest, China konnte es daher nicht rechtmachen. 1. Futterneid. Der rasante Aufstieg Chinas erscheint vielen Menschen beängstigend. Es wird zunehmend als Wohlstands-Konkurrent empfunden. Was der Westen selbstredend für sich in Anspruch nimmt, gönnt er dem chinesischen Milliardenvolk nicht. 3. Tibetpropaganda. Die einflussreiche Tibet-Lobby betreibt eine erfolgreiche PR-Arbeit, die ein irrwitziges Bild des Dalai Lama und seiner Gefolgschaft entwirft. Die Dalaimanie stellt einen unfassbaren Rückfall hinter die Zeit der Aufklärung dar, dennoch regt sich kaum Widerspruch. 3. Menschenrechte. Viele Aktivisten sind entweder ferngesteuert oder weltfremde Idealisten. Dass die chinesischen Regierung ihr Land voranbringt, wird daher ausgeblendet. 4. Provinzialität. Den meisten Journalisten, die über China berichten, fehlt es an ausreichenden historischen und politischen Kenntnissen. Die Größe de Landes, seine ungeheure Komplexität und die fremde Sprache erschweren den Zugang. Resümee: Die feinseligen Debatten haben nachhaltige Spuren hinterlassen, im Westen und in China. Statt die Annäherung zu fördern, wurde einer neuen Blockbildung Vorschub geleistet.

Die politisch Korrekten können sich trösten: 2012 werden die Olympischen Spiele wieder in einem Land stattfinden, das europäisch und makellos demokratisch ist, ein guter Freund Amerikas sowie eine verlässliche Stütze des nordatlantischen Bündnisses. Hoffentlich erinnern sich die Briten und die anderen Europäer bei dieser Gelegenheit auch einmal daran, was sie den Chinesen in ihrer Geschichte angetan haben, Stichwort: Opiumkrieg, Boxeraufstand, Besetzung und Abtrennung Hongkongs von Rest-China, der Versuch westlicher Missionare im 19. Jahrhundert, den Chinesen den christlichen Glauben sowie angeblich "überlegene" westliche Werte aufzuzwingen, usw. Hingegen haben die Chinesen Europa nie angegriffen oder sonstwie den Europäern etwas zuleide getan. Wem will es den Chinesen verdenken, dass sie sich keine politischen Belehrungen von den Europäern - ihren ehemaligen Kolonialherren - gefallen lassen wollen? Ich selbst fand die Olympischen Spiele in Peking toll! Danke, China!

Olympia in Beijing war sicher eine grosse Show, auch für die Chinesen. In den zwei Wochen haben Milliarden Chinesen die Gelegenheit, die Welt direkt vor der Tür zu erleben, noch nie in der jahrtausenden Geschichte ist solche Intensität gewesen. Mal sehen, wie die Welt anders aussehen kann, ist ein grosser Gewinn für Chinesen. Genau so wie für die Welt ist gut mal zu sehen, wie die Chinesen anders aussehen können. Also eine grosse Show, die sicherlich nicht ohne Spur zu Ende gegangen war.

Es war einmal. Damit fängt jede Berichterstattung über die Chinesen an und dann kommt..es war einmal was Böses und das hieß China und trotz dem weil es so böse war durfte es die Olympischen Spiele ausrichten. So wie die Deutschen die damals auch böse waren und gar nicht Deutsche hießen sondern Nazis 1936. Und dann kommen die Aufzählungen Menschenrechte, Luftverschmutzung, Tibet, Pressefreiheit, Doping. Egal was die Chinesen machen alles scheint den westlichen Medien suspekt. Gelingen die Spiele Perfekt heißt es zu perfekt . Stimmt alles heißt es ja und was ist mit den Menschenrechten? Man will Demokratie schön und gut denn wir die Westler wissen was gut und falsch ist. Demokratie ist gut China ist falsch. Doch was passiert wenn China auf Grund der demokratischen Veränderungen zusammenfällt. Wie viele Jugoslawien und wie viele Georgien kann man sich da vorstellen mit wie vielen Toten. In China leben Milliarden von Menschen relativ friedlich miteinander ich finde das ist auch eine Lösung wenn nicht unbedingt die beste so doch eine relativ friedliche. Und wie will mann Frieden pflegen wenn man so misstrauisch ist anderen Ideen und anderen Leben gegenüber.

Die Ereignisse um die Olympiade haben wieder einmal gezeigt, das sich der Westen mit China schwer tut. Eines der größten Probleme ist, dass man sich die Größe des Landes und seine ungeheure Komplexität nicht vorstellen kann. Die fremde Kultur, Sprache und Schrift erschweren den Zugang zusätzlich. Der schnelle Aufstieg Chinas erscheint vielen rätselhaft, denn sie vergleichen China noch immer mit Ländern der Dritten Welt. China ist aber eine jahrtausendealte Kulturnation; es ist in der Tat die älteste bis heute existierende Kultur der Welt. China war den Europäern bis zu Beginn der Neuzeit technologisch überlegen. Und die Chinesen können wirklich gut bauen und organisieren. Die Chinesen haben die Verbotene Stadt erbaut, die größte Palastanlage der Welt und die tausende Kilometer lange Große Mauer, die sie vor den Barbaren schützen sollte. Die 12 Mio. Metropole Shenzhen (gegenüber Hongkong) wurde seit Anfang der 80er aufgebaut. Das bedeutet dreimal Berlin in 20 Jahren neu zu bauen. Das kann sonst niemand, auch nicht die Amerikaner. Deshalb werden wir eine derart großartige Inszenierung kaum noch einmal erleben dürfen. Statt beckmesserhaft Kritik wäre daher ein Dank an China angebracht.

Christian Selent schrieb:Na klasse jetzt hat uns China den Spiegel vorgehalten, oberflächliche sportkonsumenten, welche Werte haben wir der Westen eigentlich?. Es herrscht eine gemeinsame Schizophrenie. Man sieht die sportliche Seite und erfreut sich wie immer am kollektiven jubeln und man trennt fein säuberlich die andere Seite das andere China. Kritische Geister vermischen mal vor dem Fernseher beides. Berlin 1936 kollektives Jubeln einige kritische Stimmen Deutschland führte ja während der Olympiade keinen Krieg übrigens hat Nazi- Deutschland erst nach der Olympiade seine unerwünschten Mitbürger entfernt, die Olympiade diente zur Messlatte wie weit kann man gehen!!!. Hallo jedes Regime versucht seine Grenzen zu testen siehe Russland(aktuell) und Russland hatte ja noch Tendenzen zu einer Demokratie Zurück zu China welche Werte haben wir Menscherechte ?? na ja wenns um den Sport geht ist das Thema gegessen. Nun sollten wir beobachten was in China geschieht sofern China jetzt erst so richtig loslegt! Warten wir ab welcjhe Nachrichten aus Tibet kommen. Ich denke keine guten ....

Na klasse jetzt hat uns China den Spiegel vorgehalten, oberflächliche sportkonsumenten, welche Werte haben wir der Westen eigentlich?. Es herrscht eine gemeinsame Schizophrenie. Man sieht die sportliche Seite und erfreut sich wie immer am kollektiven jubeln und man trennt fein säuberlich die andere Seite das andere China. Kritische Geister vermischen mal vor dem Fernseher beides. Berlin 1936 kollektives Jubeln einige kritische Stimmen Deutschland führte ja während der Olympiade keinen Krieg übrigens hat Nazi- Deutschland erst nach der Olympiade seine unerwünschten Mitbürger entfernt, die Olympiade diente zur Messlatte wie weit kann man gehen!!!. Hallo jedes Regime versucht seine Grenzen zu testen siehe Russland(aktuell) und Russland hatte ja noch Tendenzen zu einer Demokratie Zurück zu China welche Werte haben wir Menscherechte ?? na ja wenns um den Sport geht ist das Thema gegessen. Nun sollten wir beobachten was in China geschieht sofern China jetzt erst so richtig loslegt! Warten wir ab welcjhe Nachrichten aus Tibet kommen. Ich denke keine guten ....

Was soll dieses weinerliche Gejammer? China ist keine Demokratie, war es nie, hat die Menschenrechte noch nie eingehalten und ist bis auf einige wenige Bereiche ein Entwicklungsland. Das weiss jeder, den es interessiert. Für China waren die Spiele eine einmalige Gelegenheit der Selbstdarstellung, und das Land hat sich perfekt in Szene gesetzt. An der Spitze im Medaillenspiegel, Organisation klappt wie am Schnürchen, Weltrekorde purzeln, sogar das Wetter wurde zum Stimmen gebracht. Man muss einfach beeindruckt sein ob der Leistung. Wer wie das deutsche Pressekorps denkt, dies sei eine Gelegenheit für kritische Selbsthinterfragung für China, der muss sich ernsthaft der Realitätsferne zeihen lassen. Oder ist es wieder mal das Deutsche in uns, dass uns niemals einfach nur die hervorragende schöne Oberfläche geniessen lässt, ohne gleich lustvoll im weniger appetitlichen Schlamm darunter wühlen zu müssen? Pfui, ihr Spielverderber, lasst uns unser Vergnügen an den perfekt inszenierten Spielen.

Wenn vor allem durch die Olympier wie Herrn Bach oder Herrn Rogge das Missverständnis oder die Unwissenheit der arroganten Europäer als das eigentliche Problem der Spiele hingestellt wird, frage ich mich, wie es um das humanitäre oder auch um das Demokratieverständnis dieser Funktionärskader steht. Humans rights watch china spricht, trotz des sicher vorhandenen Verständnisses der eigenen Kultur von einem Polizeistaat der seine politischen Ziele durch die Inszenierung Olympia weiter vorangebarcht hat, Demokratie und Menschenrechte stehen nicht auf den Banneren. Dissidenten werden sicher nach den Spielen die komplette Wucht der klaten Rache erfahren, sollten sie in irgendeiner Form "gestört" haben. Gelinde gesagt hat das schlimme Erdbeben die Spiel für Herrn Bach und Konsorden gerettet, es konnte munter abkassiert werden. Die Mordbrennerei in Tibet, bei den Uiguren etc. etc. wurden kompeltt verkleistert. Das IOC hat jede, aber auch jede moralische Legitimation verzockt, aber geht es nicht ohnenhin nur noch um eitle Selbstdarstellung, Spiele die einen an beste Riefenstahlinszenierungen erinnern, Funktionäre a la Karl Diem, denen es egal ist für welche Diktaturen sie ihre Inszenierungen abliefern?

Wenn sich der Westen ueber diese saubere, geordnete, sichere, vom restlichen China abgetrennte Olympische Inszenierung wundert, dann zeigt das vor allem, dass die Chinesische Kultur eben genau gar nicht verstanden wurde: Die Verbotene Stadt war doch eine vergleichbare Inszenierung. Hier wurde dem Kaiser eine abgeschiedene, perfekte Welt geboten. Durch den Kommunismus wurde dieses Privileg dem Volke zugefuehrt. So ist es doch nur ganz natuerlich, dass die Olymischen Spiele genau so sauber, rein und klar inszeniert werden. Umgekehrt: Wenn England einen Punker als Teil der Londoner Kulturwelt praesentiert, sind das in der Chinesischen Kultur "Unschoenheiten". Und es wird bei einem Chinesen nur ein stilles Kopfschuetteln verursachen, wie man soetwas nur inszenieren kann. Bei allen kritischen Artikeln ueber China sehe ich eigentlich immer wieder nur eines: Wie wenig Chinesische Kultur im Westen verstanden wird. Wenigstens die Journalisten sollten sich ein wenig Muehe geben, mal ueber diese Barriere zu huepfen.

China ist nicht an der Spitze des Medaillenspiegels, sondern immer noch die USA (CNN, Times, Wall Street Journal etc.) mit 110 Medaillen. USA ist auf Rank 1, China auf Rank 2. Deutschland ist nicht auf Rank 5 sondern auf Rank 6 des Medaillenspiegels, mit 41 Medaillen. So sehen das die Amerikaner.