Fußball-Bundesliga

"Weißer Rauch" bei den Fernsehverhandlungen

24. Juni 2003 Michael Pfad, Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL), hat sich für die künftige Vergabe der Fernsehrechte an der Bundesliga gegen eine Konzentration auf einen Bieter ausgesprochen. Pfad sagte am Dienstag beim "medienforum.nrw" in Köln: "Wir wollen keinen Monopolsender haben." Der DFL-Manager bezeichnete es als "bemerkenswert, daß der nationale Fußball fast ausschließlich bei den Öffentlich-Rechtlichen sein wird".

Damit griff Pfad einem Ergebnis der zu diesem Zeitpunkt noch laufenden Verhandlungen der ARD mit dem Rechte-Inhaber Infront vorweg. "Es gibt eine Einigung zwischen ARD und Infront. Es sieht so aus, als ob weißer Rauch aufsteigen könnte", sagte Pfad. Demnach geht die DFL fest davon aus, daß die Rechte für die Samstagsspiele der Bundesliga an die ARD gehen und damit die "Sportschau" wieder aktuell über die sieben Partien berichten kann.

Manfred Loppe, Bereichsleiter Sport beim privaten Sender RTL, sagte bei der gleichen Veranstaltung, der "Kopf sei wieder eingeschaltet" worden. RTL hatte auf die kostspieligen Rechte an der Champions League verzichtet. Loppe bezeichnete die Preise für den Erwerb von Fernsehrechten in der jüngeren Vergangenheit generell als "überhöht". "Wir bieten nach wie vor ein gutes Produkt an, aber die werbetreibende Wirtschaft ist nicht mehr bereit, die Preise zu bezahlen, die sie noch vor zwei Jahren bezahlt hat", stellte Pfad fest. "Der Markt ist ausgeschöpft, aber deshalb stehen wir nicht vor einer Pleitewelle in der Liga."

Text: dpa/sid, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.06.2003, Nr. 144 / Seite 31

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