Extremsport

In 298 Tagen um die Welt

03. Januar 2007 Der Extremsportler Robby Clemens ist am Mittwoch in Leipzig zu seinem Lauf um die Welt aufgebrochen. In 298 Tagen will er 23.000 Kilometer zurücklegen. Er fühle sich gut in Form, sei aber vor der ersten Etappe doch ein wenig aufgeregt, sagte der 45-Jährige vor seinem Start.

Pro Tag will er etwa 80 Kilometer - einen Doppelmarathon - absolvieren. Die erste Etappe führt ihn nach Chemnitz. Am 27. Oktober will der gelernte Gas-Wasser-Installateur wieder in Leipzig sein. Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD), der die Schirmherrschaft über den Lauf übernommen hat, zeigte sich überzeugt, dass Clemens erfolgreich wieder zurückkehren werde: „Ich trau's ihm zu, er schafft das.“ Begleitet wird Clemens von einem siebenköpfigen Team in drei Wohnmobilen und Geländewagen.

Früher Übergewicht und starker Raucher

In 298 Tagen um die Welt

In 298 Tagen um die Welt

Sein Lauf wird Clemens durch 29 Länder auf drei Kontinenten führen. Er wird die arabische Halbinsel und den indischen Subkontinent durchqueren, durch Südostasien joggen und dann die Vereinigten Staaten von Amerika durchlaufen. Auf der Strecke erwarten Clemens mehrere Höhepunkte: Unter anderem wollen Rocksänger Bruce Springsteen und Jon Bon Jovi ihn ein Stück in Amerika begleiten.

Pro Woche wird Clemens nach eigenen Angaben ein Paar Laufschuhe verschleißen. Sein Körper benötigt für die enorme Anstrengung bis zu 8000 Kalorien und 15 Liter Wasser pro Tag. Mit dem Lauf will Clemens krebskranke Kinder unterstützen. Das Projekt kostet etwa 400.000 Euro, gesponsert wird das Vorhaben unter anderem von der Firma Cryotec, die im Frühjahr 2006 um zwei entführte Ingenieure im Irak bangen musste.

Schon von Basra nach Bagdad gelaufen

Clemens hatte 1998 mit dem Laufen begonnen, nachdem er wegen Übergewicht und starken Zigarettenkonsums an Herz-Rhyhtmus-Störungen litt. Sein erster Extremlauf führte ihn 2001 über 493 Kilometer von Hohenmölsen (Sachsen-Anhalt) nach Ludwigshafen (Rheinland-Pfalz), zwei Jahre später lief er 500 Kilometer von Basra nach Bagdad, um auf die Leiden der irakischen Kinder im Krieg aufmerksam zu machen.

Text: FAZ.NET mit Material von dpa und ddp
Bildmaterial: dpa

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