Sportsponsoring

Deutsches Olympisches Team Telekom

25. Juli 2008 Knapp ein Jahr nach dem Ausstieg aus dem skandalumwitterten Radsport wird die Deutsche Telekom bis 2012 neuer Sponsor der deutschen Olympia-Mannschaft. „Wir stellen uns bewusst breiter auf - bis hin zur Förderung von Behinderten- und Nachwuchssport“, sagte der Telekom-Vorstandsvorsitzende René Obermann am Freitag beim 1. Deutschen Olympischen Sport-Kongress in Berlin.

Obermann sprach von einer Neuausrichtung im Sportsponsoring der Telekom, die seit Jahren auch Geldgeber beim deutschen Fußball- Rekordmeister Bayern München ist. Andererseits wolle man sich gesellschaftlich stärker engagieren und zum Beispiel die Begeisterung von Kindern für den Sport wecken und dessen Werte vermitteln. T-Mobile hatte im vorigen Jahr nach mehreren Dopingfällen die Förderung seines Radsport-Teams eingestellt, dessen Nachfolger Columbia bei der diesjährigen Tour de France bereits mehrere Etappensiege feierte.

Es gehe nicht nur um Medaillen

Über den Abschied vom Radsport sei alles gesagt, erklärte Obermann und betonte: „Wir stehen auch nach unserem Ausstieg zu unserem Kampf für einen sauberen Sport.“ Deswegen werde die aufgestockte Unterstützung für die Nationale Anti-Doping-Agentur (Nada) aufrechterhalten. Die Förderung der Olympia-Mannschaft wird nicht nur finanzieller Art sein. Die Telekom wird das Deutsche Haus in Peking mit Produkten und Technik ausrüsten sowie die Athleten mit Blackberries ausstatten. Ermöglicht werden soll ein mobiler Zugang zum Meldesystem der Nada, damit die Sportler auch von unterwegs problemlos ihre aktuellen und zukünftigen Aufenthaltsorte mitteilen können. Obermann rief dazu auf, der deutschen Mannschaft die Werte des Fairplay an diesem Samstag bei der Verabschiedung durch Bundespräsident Horst Köhler mit auf den Weg nach Peking zu geben. Es gehe nicht nur um Medaillen.

Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Thomas Bach, unterstrich: „Die Athleten sollen fair, erfolgreich und gute Botschafter unseres Landes sein.“ Das deutsche Team solle für die Werte des Sports stehen. Ohne direkt auf die Menschenrechtsdiskussion um Olympia-Gastgeber China einzugehen, sagte Bach, der Sport werde weiter streng darauf achten, nicht zum bloßen Spiegel oder zum Spielball zu werden. „Wir werden unsere eigenen Werte entschieden verteidigen und deutlich machen, wo Möglichkeiten und Grenzen außerhalb des Sports liegen“, erklärte Bach, der auch Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) ist.



 
 
 
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