06. Februar 2007 Ein Maskottchen Bumsi zu nennen ist im deutschen Sprachraum heikel. Aber keine Sorgen, liebe Eltern, die Organisatoren der Biathlon-WM in Antholz haben zur Namensgebung eine Erklärungshilfe mitgeliefert, falls ein Kind nach dem entsprechenden Verb fragen sollten: Das Schießgeräusch beim Biathlon könne als Bum-Bum-Bum gedeutet werden, und davon sei der Name Bumsi abgeleitet.
Aber macht ein Gewehr im Kinderdeutsch nicht peng, so dass der Biathlon-Bär Pengsi heißen müsste? So oder so ist das Antholzer Maskottchen ein Liebhab-Bär.
Umbenennung zu Bummi oder Brumsi?
Die Veranstalter müssen nun Spott und Kritik ertragen. Natürlich meldete sich die Präsidentin des Landesbeirates für Chancengleichheit, Julia Unterberger, zu Wort. Der Name sei primitiv und: Jedem, der ein Minimum an Hausverstand besitzt, wird bei diesem Namen die sexuelle Anspielung einfallen. Solche Zweideutigkeiten und Schlüpfrigkeiten sind mir zuwider.
In einer Umfrage des Radiosenders Südtirol 1 äußerten die befragten Einheimischen dagegen mehrheitlich ihr Unverständnis über den Rummel um Bumsi. Dennoch plädierte ein Teil der Antholzer mittlerweile für eine Umbenennung, wobei die Namen Bummi oder Brumsi diskutiert wurden.
Sein Name beschert dem Bären, der übrigens bereits bei der WM 1995 als Maskottchen verwendet wurde, aber auch ganz neue Käuferschichten. Eigentlich interessieren sich ja nur die Kleinsten für die Maskottchen.
Text: FAZ.NET
Bildmaterial: Veranstalter