Karikaturenstreit

Iran: Rice' Vorwürfe sind eine „Lüge“

09. Februar 2006 Der iranische Vizepräsident Isfandiar Rahim Maschai hat Vorwürfe der Vereinigten Staaten, sein Land habe im Zusammenhang mit den Protesten gegen die Mohammed-Karikaturen zur Gewalt angestachelt, scharf zurückgewiesen. „Das ist eine Lüge, zu 100 Prozent unbegründet“, sagte Maschai am Donnerstag in der indonesischen Hauptstadt Jakarta.

Mit Blick auf den schwelenden Atomstreit sagte der Vizepräsident: „Es gibt keinerlei Verbindung zwischen dem Nuklearproblem und der Reaktion der Muslime auf die Karikaturen des Propheten Mohammed.“

Rice: „Stimmung bewußt aufgepeitscht“

Die amerikanische Außenministerin Condoleezza Rice hatte Iran und Syrien vorgeworfen, Ausschreitungen während Demonstrationen gegen die dänischen Mohammed-Zeichnungen mit Absicht angefacht zu haben. Sie habe „keine Zweifel, daß Iran und Syrien die Stimmung bewußt aufgepeitscht haben, um dies zu ihrem Vorteil auszunutzen“, sagte Rice in Washington.

Auch am Mittwoch hatten sich die Demonstrationen gegen die Karikaturen erneut in Gewalt entladen. Dabei sind bereits mehrere Menschen ums Leben gekommen.



Text: dpa
Bildmaterial: AP

 
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche