
Ich kann Herrn Bär nur widersprechen.Für eine solche Orgie der Gewalt kann man einfach kein Verständnis aufbringen. Sollen jetzt die Menschen auf ihre Lebensweise verzichten weil sie anderen nicht gefällt oder sie gegen ihre Prinzipien verstößt? Die größte Errungenschaft der modernen Welt ist die Freiheit des Einzelnen. Und nur weil das ein paar religiösen Eifereren nicht gefällt, höre ich noch lange nicht damit auf so zu leben wie ich das will. Und dazu gehört auch eine Karrikatur Mohammeds oder Gottes. Wir sollten langsam aufhören für alles und jeden Verständnis zu entwickeln. Wie soll man jemanden integrieren wenn man keine eigenen Prinzipien hat. Und vor allem bereit ist diese Prinzipien auch gegen Widerstand durchzusetzen?

Schliesse mich hier gerne Herrn Bähr an und halte seinen Kommentar für sachlich vollkommen richtig.
Wer hier gegen die andere Kultur wettert muss eben einfach begreifen, dass es nicht darum geht, welche Kultur VOR der anderen kommt. Es geht um Respekt - nicht mal Toleranz oder Akzeptanz.
Der fehlt mir bezüglich meines eigenen christlichen Glaubens in unserer Gesellschaft eben auch manchmal. Obwohl Kritik an Kirche und deren Amtsträger oft gut und berechtigt ist - man muss etwas nicht ins Lächerliche ziehen, denn das - so bringen wir es doch eigentlich schon unseren Kindern bei - zeugt nur von wenig Intelligenz. Oder?

Die Intoleranz vieler Muslime im Umgang mit der Meinungs- und Pressefreiheit kränkt mich zutiefst, ja sie beleidigt mich !
Denn sie ist mit meinen Wertvorstellungen und mit meinem Glauben an die Freiheit nicht vereinbar.
Eckhardt Kiwitt
Freising

Alle, die wegen der Reaktion islamischer Gesellschaften auf die Karikaturen-Affäre überascht sind und sich laut und öffentlich entrüsten, hätten lieber rechtzeitig Samuel P. Huntingtons Buch lesen sollen. Eines sollte uns zur richtigen Einschätzung künftiger Entwicklungen klar sein: Wenn wir unsere Energieversorgung und unsere Sicherheit nicht aufs Spiel setzen wollen, sollten wir uns jeder überheblichen und selbstgerechten Haltung im Umgang mit aktuellen und künftigen Konflikten dieser Region enthalten. Dazu gehört auch ein Mindestmaß an Respekt vor den Empfindlichkeiten ihrer Menschen, denen wir durch die ständige Konfrontation mit den zweifelhaften Segnungen unserer hedonistischen Kultur ohne hin einiges zumuten.