Glückliche Großfamilie: Sarah Palin und Anhang

Sarah Palin

Die Supermama

Sarah Palin hat einen atemberaubenden Meinungsumschwung bewirkt. Der Bannerträgerin des traditionsseligen Amerikas wird zugetraut, neben ihren Familienpflichten einen zeitraubenden Job zu erledigen. Selbst die Schwangerschaft ihrer unverheirateten Tochter wird zur Trumpfkarte. Von Jordan Mejias

Lesermeinungen zum Beitrag

04. September 2008 19:20

Wunschdenken des Verfassers, 2. Teil

Rolf Joachim Siegen (rolfS2)

Die 'Supermama' ist gewillt, die Wahrnehmung ihrer Familienpflichten zugunsten einer Parteikarriere zurueckzustellen - was ist daran vorbildlich? Zuzugeben ist die Scharfzuengigkeit von Sarah Palin. Sie waehlte ihre Worte mit Bedacht, ihr Redefluss war angenehm und damit vorbildlich. Rhetorisch kann Obama ihr das Wasser kaum reichen, da letzterer auf Sprechpausen verzichtet und durch seine Reden hastet. Allerdings schreckt Frau Palin nicht vor 'Killerargumenten' und billigen Sprachbildern zurueck ('Pittbull und der Lippenstift'). Ihr Beschwoeren des Irak-Krieges an sich und des nach ihrer Darstellung nahen Sieges, ist problematisch. Da sie zudem mit Stolz den Kriegsdienst ihrer Familienangehoerigen hervorhebt, wird man sie getrost als ‘Falkin’ bezeichnen duerfen. Diese Frau hat Haare auf den Zaehnen; mit ihr ist nicht gut Kirschen essen. Obama und Biden werden sich warm anziehen muessen, um ihr wirkungsvoll begegnen zu koennen.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
04. September 2008 19:06

'vor Russisch als Muttersprache bewahrt hat'?

Rolf Joachim Siegen (rolfS2)

Herr Zentner, warum bewerben Sie sich in Ihrer Begeisterung nicht als Leiter der Europaabteilung bei Frau Palin! Themenvorschlag fuer das Vorstellungsgespraech: Die Vereinigten Statten als aelteste Demokratie der Welt - so ja Ihre Sichtweise. Frau Palin wird sicher geschmeichelt sein! Ihre Aengste 'zu Russisch als Muttersprache' waere ein weiteres Thema. Ob Frau Palin nach diesem Gespraech in ihr Tagebuch vermerken wird:' Hatte es gerade mit einem deutschen Schwaermer zu tuen. Diese Deutschen lernen es nie!'?

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
04. September 2008 18:49

Obama - Nobama

K. Baumanns (Offermanns1)

Die deutsche Volksseele will gehätschelt sein - alle Deutschen sind für Obama, weil er schwarz und links ist. Daß er nur Sprechblasen absondert und ein Rundumsorglos-Paket mit gigantischen Steuererhöhungen finanzieren will juckt hier keinen - und deshalb glaubt man hier , der Mann sei schon gewählt. In Amerika ist diese Steuererhöhungsorgie nicht mehrheitsfähig - da kann der Vorbeter so schwarz sein wie ein Sarottimohr - er wird zum Zorn der deutschen Anhängerschaft nicht gewählt werden - nicht weil er schwarz sondern weil er staatsgläubig ist......

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
04. September 2008 18:39

Wunschdenken des Verfassers

Rolf Joachim Siegen (rolfS2)

Typisch Frankfurter Allgemeine: Weil Euch die Demokraten und Obama mit seinen Botschaften nicht in den Kram passen, verbiegt Ihr Euch die Wahrnehmungen und versucht, diese dem Leser als Realitaet unterzujubeln. 'Traditionsselig'? - wenn schon, dann 'traditionsbewusst', 'Bannertraegerin'? - bislang war diese Frau voellig unbekannt, usw. Die Propagandasprache des Jordan Mejias ist zu offensichtlich. Die Video - Aufneichnung von der Rede Palin's z. B. in der 'New York Times' war aufschlussreich: neben der Ansprache an sich sind die Bilder von anwesenden Parteitagsmitglieder bemerkenswert (das kleinbuergerliche Amerika, Kriegsveteranen, aeltere Menschen, soweit ersichtlich, wenig junge Zuhoerer).

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
04. September 2008 18:08

Das ist Demokratie!

Peter Zentner (Caterwaul)

Wo steht geschrieben, dass eine fünffache Mutter und angehende junge Oma minder geeignet für ein hohes Staatsamt ist? Sarah Palin hat in ihrer kurzen Karriere mehr bewegt und ausgehalten als hiesige Staatsemanzen, die schon als Teenies in risikolos abgesicherte Parteidienste traten, nie einen Pfennig zum Bruttosozialprodukt beigetragen haben und (selber überwiegend kinderlos) die mageren Geburtenzahlen Deutschlands bejammern. Europäische Demokratien sind zu einer Volksvertretung durch willige Parteisoldaten degeneriert, die vom praktischen Leben keine Ahnung haben. Es ist bei uns auch Mode geworden, sich das Maul über eine der ältesten und bewährtesten Demokratien der Welt zu zerreißen — über die USA, von denen die meisten Maulhelden keine Ahnung haben. (Dass die meisten Bush-Jahre von schweren Fehlern und Missgriffen gezeichnet waren, stimmt; aber das reicht nicht, um einen Staat zu verteufeln, der uns vor Russisch als Muttersprache bewahrt hat.) Und viele hier übersehen, was auch die Friseurpresse übersieht: Sarah Palin ist keine populistische, sondern eine strategische Wahl: Sie federt die USA für die zwei Jahrzehnte des Übergangs zu erneuerbaren Energien ab, die heute nur durch heftige Subventionen marktfähig sind.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
04. September 2008 17:11

... die Tochter ...

Frank Geiser (geiser123)

... und wie sich die 17 jaehrige Tochter freut ...sie ist vermutlich uebergluecklich. Ganz wie der gleichaltrige Vater ... verschont uns mit diesem Schmu. Die beiden freuen sich vermutlich kein bisschen, aber duerfen frohe Miene zum boesen Spiel aufsetzen.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
04. September 2008 17:07

Welcher Meinungsumschwung ? Zahlen ?

Paul Rabe (heidelpaul)

Gibt es schon belastbare Zahlen zu dem in dem Artikel benannten Meinungsumschwung ? Das auch erz-konservative Republikaner sich (trotz täglicher FernsehMoralpredigten) genauso häufig wie der Durchschnitt scheiden lassen, aleine ihre Kinder erziehen, uneheliche Beziehungen führen, uneheliche Kinder bekommen, homosexuell sind, Pornos aus dem Internet laden, den Dienst von Prostituierten in Anspruch nehmen etc. etc. ist seit langem bekannt und nicht weiter orginell. Wo aber ist die belastbare Aussage, daß es einen mehr als zu erwartenden Zuspruch für Palin gibt ? Das der Vize von einem Republikanischen Kandidaten bei Republikanern auf Wohlwollen trifft dürfte ja erstmal nichts besonderes sein.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
1 - 7 von 7 Lesermeinungen
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche