Erst wenn Mugabe Zimbabwe völlig ruiniert ist, erfolgt der Ruf nach dem Westen

„Wahlsieger“ Mugabe in Zimbabwe

Die Ohnmacht der Welt

Die Vereinten Nationen erweisen sich ein weiteres Mal als machtlos, weil wichtige Mitgliedstaaten ein kraftvolles Vorgehen gegen Präsident Mugabe nicht wünschen. Die Lage in Zimbabwe wird unterdessen immer schlimmer. Von Peter Sturm

Lesermeinungen zum Beitrag

30. Juni 2008 11:50

Regional regeln

Wolfgang Neuber (durchblick)

So schlimm es für die Menschen in Zimbabwe auch ist, einige im Land werden wohl auch erheblich davon profitieren. Solange sich nicht das Bewußtsein durchsetzt, dass Korruption letztlich immer allen schadet, kann man ihnen auch nicht wirklich helfen. Und solange vermeintlich aufgeklärte Nachbarstaaten wie Süd Afrika einen Mugabe unterstützen, z.B. durch Waffenlieferungen, wird aus der Entferneung keine Hilfe möglich sein. Statt eines Embargos werden die Staaten des südlichen Afrikas diesmal vielleicht erleben, dass die internationalen Banken Kredite sehr teuer machen. Aber auch in Deutschland und Europa wird man sich überlegen müssen, wieweit man DIktatoren entgegenkommt, aus wirtschaftlichen Gründen. Wenn dieses Dilemma nicht einvernehmlich als EU gelöst werden kann werden alle Schaden nehmen. Auch diese Insel relativer Freiheit und Rechtsstaatlichkeit in Europa.

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