Taubenknochen auf einer Darwin-Handschrift in Down House

F.A.Z.-Serie

Down House: Darwins Reichtum

Er bezeichnete sich selbst als einen „Millionär von seltsamen und wunderlichen kleinen Tatsachen“ und bezog sich dabei auf den immensen Beobachtungsschatz, den er über Jahrzehnte hinweg zusammengespart hatte. Wir wollen Darwins Tresor in einer neuen Serie knacken. Von Julia Voss

Down House (39)

Darwins Meisterwerk

Der Verleger John Murray war bei Darwins Buch über den Wandel der Arten nicht sicher, ob es sich gut verkaufen würde. Denn Tauben hatten keine prominente Rolle darin. Dabei waren sie im damaligen England hoch angesagt. Trotz Bedenken wurde das Buch ein Welterfolg. Von Matthias Glaubrecht

Down House (40)

Darwins Statue

Darwin hat nichts in der Cafeteria des londoner Naturkundemuseums zu tun. Viel eher passt er in dessen Eingangshalle. Dorthin ist seine Statue jetzt umgezogen und hat die Skulptur des Museumsgründers vertrieben. Ein gebührender Abschluss der Serie „Down House“. Von Matthias Glaubrecht

Down House (38)

Darwins Bärwal

Darwins gewagte Vermutung, Wale könnten vom Bären abstammen, brachte ihm nur Gelächter ein. Dabei hat der Wal tatsächlich einen Rückschritt in der Evolutionsordnung gemacht. Sein Vorfahr ist das Nilpferd. Von Jürgen Kaube

Down House (37)

Darwins Wallace

„Er ist mir gegenüber gänzlich ohne Eifersucht“, sagte Darwin über den britischen Naturforscher Alfred Russel Wallace. Der Mitentdecker der Evolutionstheorie wird bis heute viel zu wenig wahrgenommen. Kein Wunder, nannte er die gemeinsame Entdeckung doch selbst „Darwinismus“. Von Matthias Glaubrecht

Down House (36)

Darwins Metaphern

Diskurspolizisten würden die Metapher gerne ins Reservat des Literarischen verbannen. Darwin hingegen illustrierte damit evolutionäre Prozesse, die das Vorstellungsvermögen seiner Leser überschritten. Und bot Anschlussmöglichkeiten an den Schöpferglauben. Von Julika Griem

Down House (35)

Darwins Zaunkönig

Allein die Gelegenheit macht noch keinen Ornithologen: Ohne fremde Hilfe hatte Darwin auf den Galapagos-Inseln nur die Spottdrosseln verifizieren können. Er musste einsehen, dass die Schnabelform nicht immer ein Familienkriterium ist. Von Frank Steinheimer

Down House (34)

Darwins Auge

Das Auge, Kronzeuge der Evolution, brachte Darwin seinerzeit in Erklärungsnot. Konnte dieses komplexe Organ durch Auslese entstanden sein? Der Schöpferglaube lag nah, doch der Evolutionsglaube siegte, denn 1859 entdeckte er bei Meeresborstenwürmern „Protoaugen“. Von Matthias Glaubrecht

Down House (33)

Darwins Opa

Kein Wunder, dass Darwin keine Scheu hatte, den Stammbaum des Menschengeschlechts zu untersuchen. Seine eigene Abstammung war tadellos: Sein Opa war ein Arzt und Weiser, der dem Enkel zahlreiche Ideen zur adaptiven Zuchtwahl in Versform hinterließ. Von Dietmar Dath

Down House (32)

Darwins Rechnungen

Intime Einzelheiten über Darwins Studienzeit geben sechs Register preis, in denen seine Auslagen protokolliert sind. Bettmacher, Wäscherinnen und Schuhputzer erleichterten ihm das Leben, während er sich Tabak und Wein, aber auch der gesunden Ernährung widmete. Von Gina Thomas

Down House (31)

Darwins Kunst

Darwins Verhältnis zur bildenden Kunst war von den Interessen des Forschers geleitet. Für die Recherchen zu seinem Buch „Der Ausdruck der Gemütsbewegungen bei dem Menschen und den Tieren“ schien sie ihm wenig hilfreich. Dem Bildhauer Thomas Woolner verdankt er jedoch eine Entdeckung. Von Julia Voss

Down House (30)

Darwins Heureka

Nur ein einziges Mal, in einer Lebensskizze für seine Enkelkinder, spricht Darwin von einem Erweckungserlebnis für seine Evolutionstheorie. Er meint Thomas Malthus' Buch „Essay on the principle of population“. Warum wird das Buch sonst nirgendwo erwähnt? Von Henning Ritter

Kleine Streitigkeiten unter Verwandten: Maggie und der Affe

Down House (29)

Darwins Simpsons

Würde er heute noch leben, wäre Darwin wahrscheinlich Fan der amerikanischen Fernsehserie „Die Simpsons“, so wie die Simpsons umgekehrt Darwin-Fans sind. Darwin hatte bei den Simpsons auch schon einen Auftritt, doch seine Evolutionstheorie vertrug sich schlecht mit dem Sendeformat. Von Falko Hennig

Down House (28)

Darwins Muschel

Auf seine alten Tage wird der Einstein der Arten zum Papst der Ringelwürmer. Im Jahr 1881 erscheint „Die Bildung der Ackererde durch die Tätigkeit der Würmer mit Beobachtungen über deren Lebensweise“. Es findet reißenderen Absatz als das Gründungswerk der Evolutionstheorie „Über die Entstehung der Arten“. Von Matthias Glaubrecht

Down House (27)

Darwins Hummeln

Auch die Hummel kann betrügen: Das glücklich wirkende Tierchen verschafft sich mitunter gewaltsamen Zugang zum Nektar. Anstatt in die Blüte zu kriechen, beißt sie ihr ein Loch in die Seite. So trägt die Hummel keinen Blütenstaub weiter. Die Blume ist geprellt, Darwin fasziniert. Von Diemut Klärner

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