Wer den Steuerspielraum richtig ausnutzt, kann 2009 noch richtig Geld sparen

Tipps

2009 noch Steuern sparen

Wer dieses Jahr noch Ausgaben produziert oder Einnahmen ins nächste Jahr verschiebt, reduziert seine Steuerlast. Das sollten Steuerzahler nutzen und bis zum Jahreswechsel entsprechend disponieren. Hier die wichtigsten Tipps. Von Dyrk Scherff

 
Fehler in der Steuererklärung müssen korrigiert werdenSparen mit Kursverlusten

Organisierte Kriminalität

Milliardenbetrug mit dem Emissionshandel

Wer Emissionszertifikate kauft und dabei Steuern hinterzieht, schadet dem Klima nicht - dem Fiskus aber schon. In den vergangenen 18 Monaten sind den EU-Staaten auf diese Weise 5 Milliarden Euro verlorengegangen. Von Hendrik Kafsack, Brüssel

Rückzahlung oder Nachzahlung?

Fehlerhaft ausgefüllte Formulare

Steuerrückzahlung für Rentner

Knapp eine Million der insgesamt etwa 20 Millionen Rentner können auf Rückzahlungen vom Finanzamt hoffen, weil sie ihre Steuerformulare fehlerhaft ausgefüllt hatten. Mindestens ebenso viele, möglicherweise sogar mehr als doppelt so viele, müssen allerdings Steuern nachzahlen.

Finanzminister Wolfgang Schäuble setzt sich dafür ein, dass der „Soli” rückwirkend für den Zeitraum von 2005 an nur vorläufig festgesetzt wird

Nach Gerichtsurteil

Schäuble: Soli-Zuschlag unter Vorbehalt

Der umstrittene Solidaritätszuschlag soll nach den Zweifeln eines Finanzgerichts an seiner Verfassungsmäßigkeit nur noch unter Vorbehalt erhoben werden. Ein Vorläufigkeitsvermerk würde nicht nur den Finanzämtern eine Flut von Einsprüchen ersparen.

Aufbau Ost - eine “Generationenaufgabe“

Urteil zum Solidaritätszuschlag

Steuerberater empfehlen Einspruch

Nach der Entscheidung des Niedersächsischen Finanzgerichts zum Solidaritätszuschlag empfehlen Steuerberater, gegen die Steuerbescheide 2008 und 2009 Einspruch zu erheben. Jedoch ist längst nicht sicher, ob der „Soli“ abgeschafft wird. CDU und FDP sind für eine Weiterführung. Und Steuerrechtler zweifeln an dem Richterspruch aus Hannover. Von Joachim Jahn

Finanzgericht

„Solidaritätszuschlag verfassungswidrig“

Erstmals hat ein Gericht in Deutschland den Solidaritätszuschlag als verfassungswidrig eingestuft. Nach Ansicht der Richter des niedersächsischen Finanzgerichts in Hannover verstößt der Zuschlag „spätestens ab dem Jahr 2007“ gegen das Grundgesetz. Jetzt sollen die Verfassungsrichter entscheiden. Von Joachim Jahn

Bundesgerichtshof

Bankberater darf optimistisch sein

Der Bundesgerichtshof hat klargestellt: Das Risiko trägt immer noch der Anleger. Bankberater dürfen also bei ihren Empfehlungen einen gesunden Optimismus walten lassen. Und Rückvergütungen müssen auch keineswegs immer aufgedeckt werden. Von Joachim Jahn

Entsenderecht zum Aufsichtsrat

Vorrechte für Großaktionäre bleiben erhalten

An dem Recht von Großaktionären, einige Plätze im Aufsichtsrat direkt zu besetzen, ist kaum noch zu rütteln. Das zeigt ein unveröffentlichter Beschluss des Bundesverfassungsgerichts. Thyssen-Krupp und Volkswagen bleiben damit vor feindlichen Übernahmen geschützt. Von Joachim Jahn

Insolvenzverwalter

"Mit einem Fingerschnipp ist man alle Verträge los"

Wenn kleinere Unternehmen straucheln, helfen oft Bürgermeister oder Kreissparkasse. Bei großen Konzernen mischt die hohe Politik mit. Und macht es dem Insolvenzverwalter nicht immer leicht. Von Joachim Jahn

Im illegalen Wettgeschäft gibt es unglaubliche Möglichkeiten

Manipulierte Fußballspiele

Eine juristische Knobelaufgabe

32 Begegnungen aus dem deutschen Fußball stehen unter Manipulationsverdacht. Da stellt sich zusätzlich zur sportlichen Aufregung die Frage nach den wirtschaftlichen und juristischen Auswirkungen. Es ist keineswegs selbstverständlich, dass solche Schiebereien überhaupt strafbar sind. Von Joachim Jahn und Carsten Knop

Koalition will Kodex

Ein Regelwerk gegen geschmierte Betriebsräte

Die schwarz-gelbe Koalition will einen Ehrenkodex für Betriebsräte einführen. Bei den Gewerkschaften kommt das Projekt der neuen Regierung nicht gut an. Auch die Arbeitgeber zeigen sich skeptisch über den Plan. Von Joachim Jahn

Weniger Schulden als geplant: Das Finanzministerium ist verhalten optimistisch

Staatsfinanzen

Weniger Arbeitsplatzabbau - weniger Schulden

Der Bund muss 2009 weniger neue Schulden machen als zuletzt geplant. Das teilte das Finanzministerium in seinem neuen Monatsbericht für November mit. Der Grund sei, dass in der Krise weniger Arbeitsplätze abgebaut wurden als erwartet.

Diese Dame wirbt für “funny-frisch“ in Second Life

Internet und Rechtsprechung

Steuern zahlt man auch im zweiten Leben

Virtuelle Welten sind keine Sensation mehr, sondern ein schlichtes Geschäft. Doch wer in diesen Internet-Sphären Geld verdienen will, stößt schnell auf Rechtsfragen etwa nach der Bilanzierung virtueller Grundstücke oder der Umsatzsteuer. Von Hendrik Wieduwilt, Oldenburg

Angela Merkel und ihr Vizekanzler Guido Westerwelle verhielten sich „wie ein Ehepaar, dem das Geld fehlt, das defekte Dach des Eigenheims zu erneuern, und das trotzdem erst mal eine Weltreise unternimmt”, sagte Bofinger

Scharfe Kritik

Wirtschaftsforscher rechnen mit Steuerpolitik ab

Die Wirtschaftsforscher Michael Hüther und Peter Bofinger haben die Steuerpolitik der Koalition kritisiert. Hüther beklagte mangelnde „konjunkturelle Effekte“. Bofinger erklärte, Merkel und Westerwelle verhielten sich wie ein Ehepaar, dem das Geld zur Reparatur des Eigenheims fehle und das trotzdem eine Weltreise unternehme.

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21.12.2009 | 17:45
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