Urheberrecht verschärft

Riskante Downloads

Im neuen Jahr gilt ein verschärftes Urheberrecht: Wer aus zweifelhaften Internetquellen Musik oder Filme herunterlädt, macht sich strafbar. Privatkopien von CDs und DVDs bleiben dagegen erlaubt - solange nicht ein Kopierschutz geknackt wird.

Lesermeinungen zum Beitrag

08. Januar 2008 20:55

Was ist ein WIRKSAMER Kopierschutz ?

Rudolf Reienmacher (ramarama)

Es ist erlaubt sich eine Privatkopie anzufertigen, doch man darf keinen WIRKSAMEN Kopierschutz umgehen.

Was ist ein WIRKSAMER Kopierschutz ?

Für eine Hausfrau oder einen Informatikstudenten, der sich rasch ein Tool holt und den Kopierschutz umgeht.

Wer die CD oder DVD kopieren konnte hat offensichtlihc den Kopierschutz umgangen.
SOMIT WAR DIESER ALSO NICHT WIRKSAM und obiges Gesetz kommt nicht zur Anwendung. War der Kopierschutz wirksam, dann konnte der Benutzer ja garkeine Kopie erstellen.

Da möchte ich mal juristische Urteile sehen, die Formulierung ist einfach widersprüchlich !

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08. Januar 2008 20:51

@Rolf Zinner: Tsunami

Rudolf Reienmacher (ramarama)

Das glaube ich nicht !
Es gibt durchaus Möglichkeiten eine Tauschbörse so zu gestalten, daß beim Download die Dateifragmente garnicht auf der eigenen Platte gespeichert werden, sondern bei einem anderen. Der erste Ansatz ist FREENET0.7 (nicht verwechselnt mit dem Internetprovider). Sprich, es wird eine Möglichkeit geben, daß keine IP Adresse mehr vorhanden ist, die dem Download zugeordnet werden kann. Somit ist eine Verfolgung nicht mehr möglich. Das man das nicht schon vorher gemacht hat, liegt an der "Faulheit" der Programmierer und Tauschbörsenbetreiber !

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06. Januar 2008 21:11

ein anfang wäre..

Michael Hackl (hackl_m)

...wenn man sich wirklich mal gedanken über die zukunft des urheberrechts mache und nicht stehen bleiben will. insbesondere im zeitalter des web 2.0 und der damit verbundenen globalisierung. denn was bedeuten diese sanktionen ausserhalb deutschlands?

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06. Januar 2008 19:02

Verzichten

Kirstin Minge (KirstinMinge)

Ich frage mich, warum die Musikindustrie so wenig auf Authentizität setzt? Das Anpreisen einer bestimmten Popkultur mit der Halbwertszeit einer Eintagsfliege und das gleichzeitige Jammern über zu viele "illegale" Downloads passt einfach nicht zusammen. Denn ersteres verschlingt Millionen und zweiteres machen wohl sehr viele, da die (produzierten) Alben einfach ihr Geld nicht Wert sind. Das meiste ist doch mehr oder weniger "Mainstream" und es ist einfach nicht mehr Zeitgemäß mit dem kulturellen Nonsense ernsthaft reich werden zu wollen. Ich stimme daher denen hier vollkommen zu, die meinen, das ein verschärftes Gesetz nichts an dem Kaufverhalten ändern wird. Im Gegenteil! Ich traue mich kaum noch meine eher unbekannte Musik runterzuladen und beureilen zu können. Ich spürte bisher beim Download kein schlechtes Gewissen, da ich zum Beispiel auch noch andere Interpratationen von den gleichen Klassikstücken gekauft habe, aber kriminalisieren möchte ich mich wegen solcher Bagatelle letztlich nicht. Was bleibt ist mal wieder ein unnötiges Verbot, um vorwiegend schwache Musik zu schützen. Schade, dass das hier immer noch allzuwenig angeprangert wird. Mit den (Hollywood)Filmen verhält es sich ähnlich...

mfG Kirsten

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06. Januar 2008 05:19

Musikindustrie und ihre Lobby will mitverdienen, das ist alles

Anton Kratz (anton.kratz)

Branchenvereine wie Bitcom e.V. betreiben Lobbyismus gegen Filesharing-Seiten nicht um die Interessen der Kuenstler zu schuetzen. Bitcom und andere Lobbygruppen wollen am Filesharing mitverdienen. Zur Zeit erwirtschaften die angeblichen "illegalen" Filesharing-Seiten nur sehr geringe Gewinne und verwenden diese um ihre eigenen Server zu finanzieren. Bitcom und andere Gruppen wollen dass Piratebay, Mininova (alles 100% LEGALE Seiten uebrigens, schaut mal inden "legal threats" bereich von Piratebay, nur um mal hier ein paar Fakten wiederherzustellen) etc "legalisiert" werden oder durch legale Seiten ersetzt werden - diese neuen Seiten kosten die Benutzer dann natuerlich entsprechend, und Bitcom, die Musikindustrie und Mitfahrer verdienen entsprechend mit. Wie die sich das "legale" Filesharing der Zukunft vorstellen, sieht man sehr schoen an Apples Itunes Store.
Interessant uebrigens, dass in dem Artikel die Musik-Tauschboersen nicht als "Kinderpornoseiten" bezeichnet wurden, dass ist ja auch eine beliebte Masche von Bitcom und der mainstream-Muskikindustrie. Die Medien, manchmal leider auch die FAZ, plappern es eifrig nach.

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05. Januar 2008 20:08

Abschliessend

Marco Pino (Neutrino)

Will man diesen Gedanken vollkommen überspitzt zu Ende formulieren, könnte man sich beispielsweise fragen: was wäre gewesen, wenn der Erfinder des Rades es allen anderen Menschen verboten hätte, seine Erfindung zu benutzen, es sei denn, sie zahlen eine horrend hohe Lizenzgebühr? Würden wir dann heute noch in Höhlen leben?
Um dem Eindruck entgegen zu wirken, ich sei ein verlorener Idealist, der von einer perfekten Welt träumt, so eine utopische Mischung aus Kommunismus und Star Trek, keine Sorge, das ist nicht der Fall. Demokratie und freie Marktwirtschaft sind derzeit die einzig sinnvollen Prinzipien für unsere Gesellschaft. Und Urheber müssen von Ihren Werken profitieren. Die Herausforderung besteht darin, einen richtigen Mittelweg zu finden, zwischen den Interessen der Urheber einerseits und der Gesellschaft andererseits.

So kommen wir abschliessend wieder zum Ausgang zurück. Ich nutze keine Tauschbörsen mehr, seit es verboten ist (was ja schon lange der Fall ist, derzeit werden ja nur die Strafen ein weiteres Mal verschärft), alleine aus Angst vor Repressionen. Viele folgen mir auf diesem Pfad, der Musikindustrie wird das nicht helfen, weil die Gründe für ihre Umsatzeinbussen andere sind.

MfG

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05. Januar 2008 20:01

Und mehr noch:

Marco Pino (Neutrino)

Von einem moralisch/philosophischen Standpunkt aus ist eine Tauschbörse ja gar nichts Schlechtes. Im Gegenteil, eine Tauschbörse folgt einem der ursprünglichsten Prinzipien der menschlichen Gesellschaft: Du gibst mir etwas, und ich gebe Dir etwas. Im Grunde ist eine Tauschbörse sogar die digitalisierte Verwirklichung des christlichen Gedanken von „teile mit Deinem nächsten“. Als das Internet noch in den Startlöchern stand, war dies eine der grundlegenden Anwendungen, Daten mit anderen zu tauschen. Ja, war das Internet nicht eigentlich genau dafür erschaffen worden?

Und nun, auf dieser Ebene weiter gedacht, kann man das ganze Urheberrecht in seiner heutigen Form philosophisch in Frage stellen. Hat ein Urheber wirklich einzig und allein das Recht an seinem Werk? Wie kam der Urheber denn dazu, dieses Werk zu erschaffen? Hat nicht die Gesellschaft den Urheber ausgebildet, ihm den Background gegeben, das Wissen und die Fähigkeiten vermittelt, die dazu nötig waren, sein Werk zu schaffen? Hat damit nicht die Gesellschaft auch ein naturgegebenes Recht, an diesen Werken teilzuhaben?

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05. Januar 2008 19:59

Ohne zu bezahlen???

Marco Pino (Neutrino)

Da haben Sie voll und ganz Recht. Aber das ist ein interessanter Punkt. Ich habe früher, lange bevor es per Gesetz verboten war, Tauschbörsen im Internet benutzt. Habe ich mich dabei schlecht gefühlt? Habe ich damals Daten gestohlen? Nein. Ich habe dafür bezahlt. Schließlich kostete (und kostet) ein Internet Zugang Geld, für den physikalischen Zugang und eine IP Adresse. Für mich als Nutzer – viele werden sich an diesen Geist der ersten Stunde erinnern - war es einfach ein Leistungsmerkmal des (sehr teuren) Internetzugangs, Zugriff auf das Wissen dieser Welt und Möglichkeit zum Datenaustausch mit anderen Usern zu haben. Das hintergründige Problem, dass von der Zahlung für den Internetzugang weder Musikindustrie noch Künstler noch andere Urheber etwas abbekamen, war nicht die Schuld des Users. Dies war (und ist) vielmehr ein Problem des Systems. Vielleicht ist dies sogar DAS Problem des Systems. Denn wie schon andere hier angemerkt haben, besteht im Grunde ein Widerspruch zwischen dem Prinzip des Internets als Medium, das alle User miteinander vernetzt und dem PC als Medium, das es ermöglicht, alle Daten zu archivieren und zu editieren auf der einen Seite, und dem Prinzip des Urheberrechts auf der anderen Seite.

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05. Januar 2008 18:49

@Marco Pino 2

Michael Kubert (kubert)

Die Situation bei Filmen und Software ist keine andere als bei Musik. Auch sie müssen wirtschaftlich sein. Keinem Künstler ist damit geholfen, wenn er auf lange Sicht nicht ansatzweise wirtschaftlich ist (auch wenn das niemand so recht mag, weil Wirtschaftlichkeit und Kunst oft nicht besonders zusammen passen). Alle (professionellen) Werke haben heute gemeinsam, dass sie enorme Produktionskosten verschlingen (weit mehr als ein Außenstehender sieht) und damit ein unternehmerisches Risiko darstellen.

Auf dem Markt sehe ich zwei Gruppen: die kommerziellen und nichtkommerziellen Urheber. Erstere müssen positive Deckungsbeiträge durch ihre Produkte erzielen, sonst können sie sich (und ggf. ihr Unternehmen) nicht lange halten. Die Nichtkommerziellen querfinanzieren sich durch andere Tätigkeiten.

*Die* Film-/Musik-/Softwareindustrie als solche gibt es nicht: Das ist nur ein Oberbegriff für eine Ansammlung sehr vieler, sehr unterschiedlicher Unternehmer, vom Megakonzern bis zum Einzelkämpfer. Der Begriff ist also eher ein politischer, weil er sich besser für die Argumentation eignet, der böse Plattenboss zöge alle über den Tisch und deshalb sei illegales Kopieren ja halb so schlimm.

Eine differenzierte Betrachtung ist wichtig.

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05. Januar 2008 18:34

@Marco Pino

Michael Kubert (kubert)

Ich stimme Thomas Frieling zu. Die Kritik an der Musikindustrie und die urheberrechtliche Situation sind zwei völlig verschiedene Dinge. Auch mir gefällt die aktuelle Mainstream-Musik nicht, dennoch halte ich mich (auch als Urheber) an die Spielregeln. Die Kritik an der bösen Musikindustrie käme übrigens gleich viel glaubwürdiger, wenn sie nicht immer mit den "Tausch"börsen verknüpft würde.

Ich bin sogar der Meinung, dass die derzeitige Mainstream-Musik nur ein Vorgeschmack auf das ist, was noch kommt: Derzeit lohnt sich vor allem die Produktion von Klingelton-Musik - schnell rein, schnell raus. Wer kann es sich heute wirtschaftlich leisten 2-3 Jahre an einem Werk zu arbeiten, dass dann ggf. mehrheitlich vergütungsfrei kopiert wird? Das rechnet sich einfach nicht. Die Musikindustrie hat sich in den vergangenen Jahren immer wieder den Luxus geleistet, auch unbedeutendere Künstler durchzufüttern. Je mehr Umsatz sie im Mainstream macht, desto eher gibt es diese Möglichkeit. Fallen die Umsätze im Mainstream weg, so streicht man (logischerweise) natürlich gerade die Künstler mit den geringsten Deckungsbeiträgen.

Wem das als Kunde oder Künstler nicht passt: Einfach selbst was produzieren und es im Internet zum Download anbieten.

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05. Januar 2008 00:13

Urheberrecht nur für Kunst?

Thomas Frieling (TFrieling)

Es ist gut möglich, daß die Musikindustrie - oder besser die Unternehmen, die sich in der Branche bewegen - im Moment nicht den persönlichen Geschmack der Kritiker treffen.

Dies ist aber keine Diskussion über die Qualität der heute produzierten Musik und der Möglichkeiten, diese zu verbessern. Hier geht es ausschließlich darum, ob das Urheberrecht für alle gilt. Auch wenn DSDS nichts mit Kunst zu tun hat - ich fand es übigens zuletzt unterhaltsamer als Wetten daß -, so ergibt sich daraus für niemanden ein Sonderrecht, sich die Produkte ohne zu bezahlen anzueignen.

TF

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04. Januar 2008 19:55

@TF

Marco Pino (Neutrino)

Man sollte beachten, dass ich in meinem Kommentar ausschließlich die besondere Situation in der Musikbranche betrachte. In anderen Bereichen, z. B. Filme & Software, ist die Situation eine andere.

Die Musikindustrie drängt mit am stärksten auf Bestrafung von Download Sündern. Das Problem an der Musikindustrie ist aber, dass sie ihre Probleme nur auf Download Sünder schiebt, und damit ihre eigene hausgemachte Unfähigkeit kaschiert. Schauen Sie sich doch mal die DSDS dieser Welt an! Was hat das denn bitte noch mit Kunst zu tun? Ich habe kein Problem damit, und folge Ann Kathrin, für ein gutes Album guter Künstler 20 Euro zu bezahlen (Z. B. das letzte Peppers Album, das jeden Cent wert war). Doch im großen und ganzen stehen solche Musiker (als Newcomer) vor dem Problem, dass sie nicht gefördert werden, statt dessen wird nach Schema F gecastet: Leute die nicht singen können, aber gut aussehen. Die Musik kommt aus der Retorte, und nach drei mal hören im Radio kriegt man Kopfschmerzen.

Ich habe früher (!!) viel runter geladen. Die Musik Industrie tut so, als hätte man die Musik gekauft, hätte man sie nicht runterladen können. Das stimmt aber nicht. Das übliche Popgedudel ist nämlich das Geld einfach gar nicht wert.

MfG

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04. Januar 2008 19:07

Der Kopierschutz straft nur die Ehrlichen

Ann Kathrin Rosenkaimer (Bunnybabe)

Ich bekenne mich hiermit als notorischer CD-Käufer.
Warum? Ich mag es, etwas in der Hand zu haben, ich mag den Mehrwert, den mir eine eigene, gekaufte CD bietet (Artwork, Booklet mit Infos, Texten, Bildern, ggfalls Zugang zu Sonderseiten im Netz; aber auch wie schön sie im Regal stehen). So hat mich allein schon die großartige Verpackung der aktuellen Ärte-CD (übrigens ohne Kopierschutz) zum Kauf bewegt und auch Alben die ich von woanders kenne, kaufe ich mir selbst (wenn sie mir gefallen).
Trotzdem sehe ich immer wieder, dass ich als "braver" Käufer der Gelackmeierte bin - mein CD-Radio spielt meine (gekauften) CDs nicht oder zwei PC-Spiele zerschiessen sich gegenseitig, so daß vor jeder Session erst mal eine Neuinstallation ansteht. Würde ich gecrackte Versionen ohne den zugehörigen Kopierschutz verwenden - ich hätte eine Menge Ärger weniger.

Sehen wir es also mal praktisch: Wann erkennen Vertreiber, Lobbyisten & Politik, dass sie mit den diversen Kopierschützen nur die verbliebenen, treuen Kunden vergrault?! Eher Argumente GEGEN den legalen Erwerb liefert.
Mein Vorschlag: Kundenbindung durch Qualität und Mehrwert - nicht Knebelung durch DRM, Kopierschutz und Strafverfolgung.

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04. Januar 2008 15:31

Kritik oder Ausreden?

Thomas Frieling (TFrieling)

Herr Pino und andere kritisieren - möglicherweise zu recht - die Produktpolitik der Musikunternehmen. Daraus wird nun aber gerne abgeleitet, man können sich beliebig über Recht und Verträge hinwegsetzen.

Dieser Haltung entspräche die Behauptung, wer am Geldschalter seine Scheine zu offensichtlich in die Hosentasche steckte, wäre selbst schuld, wenn er Opfer von Taschendieben wird. Diese würden durch das dumme Verhalten doch geradezu provoziert, ihn zu bestehlen.

Und hier werden so viele grundehrliche Menschen von der bösen Industrie provoziert, die geltenden Regeln nicht zu beachten. Eine Runde Mitleid, für diese armen Täter, die doch eigentlich Opfer sind!

TF

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04. Januar 2008 14:31

Verlogene Musikindustrie

Marco Pino (Neutrino)

Ich könnte zu diesem leidigen Thema weit mehr schreiben als es hier möglich ist! Das Problem der Musikindustrie ist und war nicht "illegales" Downloaden. Sondern es ist die Industrie selber. Wo früher die Kunst und die Musiker im Mittelpunkt standen, geht es heute um den schnöden Mammon, Geld ist aber eine schlechte Muse. Und so züchtet sich die Industrie Ihre Eintagsfliegen zurecht, und wundert sich, dass die Leute kein Geld für etwas ausgeben wollen, was sich nicht häufiger anzuhören lohnt. Mehr noch: Firmen wie AOL Time Warner bewerben einerseits Ihre DSL Anschlüsse mit Top Download Raten und erwaten andererseits, dass die Kunden Ihren Computer nur dazu benutzen, Werbefluten über sich ergehen zu lassen, um dann brav in den Laden zu rennen, und Ihre hoffnungslos überteuerten Datenträger zu kaufen. Datenträger, an denen die Künstler selber übrigens kaum was verdienen. Daher ist es für die wenigen wirklichen Musiker eigentlich sogar ein Vorteil, wenn Ihre Musik im Internet vervielfältigt wird. Denn dann sind Ihre Konzerte ausverkauft. Und DAS ist das Interesse der Künstler. Daher ist es verlogen zu behaupten, die Musikindustrie handle im Interesse der Künstler. Deren einziges Interesse ist ihr eigenes verdammtes Bankkonto.

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