Per “Sie“: Merkel und Milbradt auf dem CDU-Parteitag in Dresden

Die CDU-Führung lobt den scheidenden Ministerpräsidenten Milbradt als großen Finanzfachmann und Ordnungspolitiker. Doch in der Hauptstadt war er nie beliebt - und niemand scheint hier über seinen Rücktritt betrübt zu sein. Von Wulf Schmiese, Berlin

Lesermeinungen zum Beitrag

15. April 2008 14:45
gegen Rentenerhoehung  
Peter Orth (morriss)

Wenn Milbradt gegen die Rentenerhoehung ist,warum dann die ca. 10 prozentige Diaetenerhoehung vom letzten November einstecken,da bestand kein Einwand.
Was bilden sich die Politiker ein,ihr Arroganz stinkt bis zum Weltraum und noch etwas eine fette Rente auf Kosten des Steuezahlers einstecken,da bestehen kein Skrupel,nach wie vor die Koruption in der regierung eskaliert,traurig aber wahr.
Peter Orth
PS.FRAGE:gibt es ehrliche Politiker ??????????????????????????????????????????????

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15. April 2008 12:27
Kohls Schule  
Los Närgli (lma666)

...keinen neben sich dulden, schon gar keinen kompetenten, das scheint Frau Merkel von ihrem Ziehvater gelernt zu haben.

Milbrandt war einer der wenigen Vertreter der Sorte Politiker, die unser Land eigentlich braucht: Ausgebildete Profis mit theoretischem Unterbau und praktischer Erfahrung, denen es nicht egal ist, was in 20 Jahren sein wird, weil ihr Horizont gerade mal bis zur nächsten Wahl reicht und sie keine Ahnung von ihren Ressort haben.
Aber die wollte Kohl nicht, Schröder nicht wirklich und Merkel schon gar nicht, schließlich sieht man neben einem derartigen Profi nicht gut aus, wenn man noch nicht mal Nutto und Bretto auseinander halten kann ;-)
Die tatsache, daß man "in der Hauptstadt" über seinen Weggang "nicht betrübt" ist, spricht für mich Bände. Dort sitzen mittlerweile nur noch Opportunisten und Lobbyisten, denen es nur recht ist, wenn es keine (ernst zu nehmenden) Experten mehr gibt, die ihnen auf die Finger schauen könnten...

Es ist zum K...




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15. April 2008 10:53
Sachsens Schein und Sein  
Ulrich Ingenlath (UIngenlath)

Ich nehme den Beitrag schon als sehr hilfreich wahr, weil er einen Blick auf das innere Gefüge der CDU, vor allem in Berlin wirft. Als jemand, der 10 Jahre in Leipzig gelebt hat und jetzt in der Lausitz beheimatet ist, sehe ich die Sächsische Entwicklung und die Rolle ihrer politischen Protagonisten allerdings etwas anders. Der Freistaat hatte schon aus allgemein historischen und industriegeschichtlichen Gründen die beste Ausgangsposition nach der Vereinigung. Das auch hier so oft positiv beschriebene Erreichte will ich zwar nicht kleinreden, ist aber vor allem eine Folge Mrd-schwerer Transfers in allen Wirtschafts- und Sozialbereichen. Und ich habe selber über Jahre erlebt, wie sich die ganze Region - inclusive ihrer Leuchttürme - auf diese Transfers eingerichtet habe. Ich habe nirgendwo, so geballte Verschwendung und Betrügereien mit Fördermitteln, wie im Freistaat Sachsen - insbesondere in Leipzig - erlebt und ich habe noch nie erlebt, wie Rechtsbruch und Wirtschaftskriminalität bis heute so sehr politisch protegiert werden, wie im Erfolgsmodell Sachsen.
Man mag dies als `vereinigungspolitisch opportun´ betrachten. Die Folgen dieser Praxis sind hinsichtlich Demographie, Demokratievertrauen und öffentl. Finanzen katastrophal.

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15. April 2008 09:43
nicht alles ist gold was glänzt  
Dirk Böhme (acerdom)

Herr Milbradt mag sicher ein hochangesehener Wirtschaftswissenschaftler sein. Allerdings hat ihm das beim Aufbau und der Rettung der Landesbank Sachsen nicht wirklich geholfen. Man erinnere sich an den Versuch (1999/2000) die Landesbank in eine Holding mit den sächsischen Sparkassen zusammenzufassen. Im ersten Anlauf ist dies gescheiter - ein Volksbegehren der Sachsen hatte dies verhindert.

Kurz darauf später, nach einer Satzungsänderung kam es doch zu einen Zusammenschluss der SachsenLB und einigen sächsischen Sparkassen. Forciert vom ehemaligen Ministerpräsidenten Milbradt, genützt hat es nichts.

Jetzt frage ich mich eines: "Warum wird etwas in der Politik um- und durchgesetzt, obwohl das Volk (die Sachsen) eindeutig bekundet haben, dass es diesen Weg nicht bestreiten will?"

So gesehen dürfte in Sachsen die Demokratie in Frage gestellt werden. Die CDU in Sachsen täte gut daran keine Neuwahlen zu provozieren. Sie würde brutale Verluste einfahren...

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15. April 2008 09:17
Bauernopfer...  
Matthias Fiedler (msalcapone)

Nun ist es also raus. Der Milbradt wars alleine und darf seinen Hut nehmen. Dafür kommt eine neue Weissweste ausgerechnet aus dem Ministerium, dem die Protagonistin Sachsen LB am nächsten Stand und von wo aus, sie in den Ruin dirigiert wurde. Diese einfache Verkettung von rund 10 Fakten sollte für keinen Makroökonom und Politikwissenschaftler zu kompliziert sein, um dem unpolitischen Volk zu zeigen, für wie dämlich man es hält. Denn niemanden interessierts, dass das hier mal wieder eine Farce par excellence ist. Man komplimentiert sich zynisch oder nicht in die Pension und will juristisch dank Immunität schnell vergessen lassen, dass das alles für einen normalen Menschen unfangreiche Folgen haben würde, würde er auch nur einen Steuereuro aus grob fahrlässigen Gründen zuviel verwenden oder bei Transferkassen beantragen. Und da wundern sich die Köpfe dieses Landes noch, warum das Demo keinen Gerechtigkeits- oder Verantwortungssinn geschweige denn eine Vertrauensüberzeugung mehr hat? Das ist alles nur noch ein grosses Schauspiel mit grossen Gagen und Budgets an denen sich die Gewohnheitsartisten mit allen Mitteln festhalten... we love to entertain you - bis das Schauspielhaus brennt und alle Künstler geflüchtet sind.

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15. April 2008 08:01
Aussenpolitisch  
herbert scholl (32602)

mag die Kanzlerin ja ihre Meriten haben,innenpolitisch nicht,was nicht nur die Arbeit der grossen Koalition betrifft.Und innerhalb der CDU selbst werden die Köpfe weggelobt oder kaltgestellt,die wagen,anderer Meinung als die der Kanzlerin zu sein.

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15. April 2008 07:31
Es ist schon traurig...  
Steffen Ziemer (sziemer2)

dass in der deutschen Politik die intelligentesten Köpfe (Merz, Kirchhoff...) entweder von der Bühne gemobbt werden oder über eigene Schwächen stolpern. Bei Herrn Milbradt bedanke ich mich -als Sachse- für eine insgesamt erfolgreiche, pragmatische Politik für Sachsen.

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