30. Mai 2006
Ausgabeaufschlag
Zertifikate haben neben den üblichen Depot- und Transaktionsgebühren noch einen weiteren Kostenblock. Wie bei Fonds fällt bei Erstzeichnung ein Ausgabeaufschlag an, der in der Regel zwischen einem und drei Prozent variiert.
Spread
Wer Zertifikate während der Laufzeit kauft, zahlt den sogenannten Spread. Da die Liquidität von Zertifikaten von den Emissionsbanken gesichert wird, stellt diese die Kurse. Dabei berechnet sie einen Geld- und einen Briefkurs. Die Differenz ist der Spread, im Grunde also auch ein Ausgabeaufschlag. Als Faustregel gilt: Je komplexer das Produkte, desto größer ist der Spread.
Opportunitätskosten
Darüber hinaus entstehen beim Anlegen mit Zertifikaten gegenüber den Basiswerten in der Regel Opportunitätskosten, in der Form, daß Ausschüttungen der Basiswerte (Dividenden, Zinszahlungen usw.) von den Emissionsbanken in der Regel einbehalten werden.
Zinssteuern
Zertifikate sind Schuldverschreibungen (Anleihen) in denen das Recht des Käufers verbrieft ist, vom Emittenten die Zahlung eines Geld- oder Ausgleichsbetrags verlangen zu können. Je nach Art des Zertifikates wird das Kapital verzinst. Diese Zinsen sind zu versteuern.
Kursgewinne könne steuerpflichtig sein
Darüber hinaus ist die Besteuerung der Kursgewinne bisweilen ungünstig. Hält der Erwerber das Zertifikat bis zur Endfälligkeit, so sind die Erträge nur dann nicht steuerpflichtig, wenn weder die Kapitalrückzahlung noch der Kapitalertrag garantiert ist bzw. gewährt wird.
Wird ein Zertifikat während der Laufzeit veräußert, so sind Kursgewinne dann steuerpflichtig, wenn das Produkt als Finanzinnovation eingestuft wird. Das gilt grundsätzlich für alle strukturierten Anleihen, ab- oder aufgezinsten Papiere.
Steuerpflichtig ist jedoch zunächst die auf die Besitzzeit entfallende sogenannte Emissionsrendite. Hierbei handelt es sich um die Rendite, die bei der Emission zugesagt und bis zum Verkauf oder zur Einlösung mit Sicherheit erzielt wird. Die Emissionsrendite ist entweder im Prospekt vermerkt oder wird vom Emittenten bescheinigt. Eventuell bereits versteuerte Zinsen können abgezogen werden. Nur wenn sich die Emissionsrendite nicht ermitteln läßt darf die Differenz zwischen Verkauf- und Kaufkurs angesetzt werden.
Text: @mho
| Tops & Flop Fonds | Kurs | in % |
| NESTOR Australien Fonds | 250,02 € | +218,31% |
| Earth Exploration Fund UI | 43,46 € | +171,45% |
| Pictet Funds (LUX) - Russian Equities-P Cap-EUR | 43,46 € | +157,37% |
| Pictet Funds (LUX) - Russian Equities-R-EUR | 42,88 € | +155,62% |
| SEB Russia Fund | 8,80 € | +153,09% |
| HSBC Trinkaus LAPLACE Global Equity INKA | 31,60 € | −9,01% |
| MVM LUX SICAV - frontrunner global | 6,91 € | −11,99% |
| MVM LUX SICAV - frontrunner earth | 9,59 € | −13,66% |
| Robeco All Weather Global Equities (EUR) D | 83,32 € | −16,76% |
| Entrepreneur Opportunities Fund | 52,37 € | −18,70% |
| Gesamt- Index |
Durchschnitt 90 Tage |
Durchschnitt 200 Tage |
|
|---|---|---|---|
Aktien-Index21.12.2009 13:00 |
1383,26 | 1347,84 | 1293,81 |
Performance-Index21.12.2009 17:35 |
308,08 | 297,82 | 283,23 |
Euro-Aktien-Index21.12.2009 17:35 |
144,11 | 141,11 | 130,06 |
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