Der Autor dieser Streitschrift ist ein bekannter amerikanischer Journalist, der es besonders 1996 zu nationaler Berühmtheit brachte, als er mitten im Präsidentschaftswahlkampf anonym ein skandalträchtiges Enthüllungsbuch über Bill und Hillary Clinton veröffentlichte - einen Seitensprung Hillarys eingeschlossen.
Nicht Konrad Adenauer hat sich 1955 in Moskau um die Heimkehr deutscher Kriegsgefangener und Zivilinternierter aus der Sowjetunion verdient gemacht - nein: Wilhelm Pieck ist's gewesen. Das in etwa ist die Kernthese. Der heute 83 Jahre alte Hans Reichelt ist nach seinen glücklosen Tagen als Blockpolitiker, Landwirtschafts- ...
Die Hände tatkräftig in die Seiten gestützt, entschlossenen Blickes auf dem Schreibtisch sitzend - als unorthodoxer Macher posiert Karl Schiller auf dem Titelbild dieser Biographie. So werden politische Images kreiert, und so ist Karl Schiller, soweit noch bekannt, im Gedächtnis der deutschen Öffentlichkeit geblieben: ...
"Über 100 000 Ukrainer aus Galizien und den Karpaten flohen 1915 nach dem Rückzug der russischen Truppen . . . in das Zarenreich. Eine vergleichbare Anzahl von Zivilisten aus Ostpreußen wurde nach Russland deportiert oder verließ aus eigenem Antrieb 1914 die . . . besetzte preußische Provinz. Über ...
Der neue Band der "Diplomatischen Dokumente der Schweiz" bringt Belege dafür, dass die traditionelle Neutralität der Eidgenossenschaft während der hohen Zeit des Kalten Krieges einem gewissen Rechtfertigungsdruck ausgesetzt war. In einer Standortbestimmung von Ende Mai 1958 beschwört Außenminister ...
Dass Deutschland am Hindukusch verteidigt werden muss, war nicht nur die verblüffende Auffassung eines sozialdemokratischen Verteidigungsministers, sondern scheint derzeit in der politischen Klasse der Bundesrepublik Deutschland als unumstößliche Tatsache angesehen zu werden. Dieser raumgreifenden ...
Pünktlich zum 60. Geburtstage des Staates Israel erscheint nun auch in deutscher Übersetzung das Buch über "Die ersten Israelis" von Tom Segev, das 1986 in Israel Furore machte. Es war eine der ersten Studien, mit denen die junge israelische Geschichtswissenschaft die Mythen ihrer Väter beiseiteräumte. Die ...
Erinnern wir uns an die Szene am offenen Grab der Sowjetunion: Da standen die Trauerredner, die sie in schuldbewusstem Gedenken an Hitlers Überfall und nun in freudiger Dankbarkeit für die Wiedervereinigung mit milder Nachsicht der Geschichte überantworteten. Ihnen gegenüber wünschten diejenigen ...
In der Provinz Darfur im Süden Sudans vollzieht sich vor den Augen der Weltöffentlichkeit ein "Genozid auf Raten". Bei Kämpfen zwischen Rebellen und von der Zentralregierung unterstützten Milizen starben in den vergangenen fünf Jahren über zweihunderttausend Menschen, mehr als zweieinhalb Millionen sind auf der Flucht.
Wilfried von Bredow stellt das Grundwissen über die Rolle des Militärs im deutschen Staatswesen zusammen. Er bedauert selbst, dass deutsche Gesellschaftswissenschaftler einen Bogen um die eminent wichtige Frage nach dem Verhältnis einer polis zu ihrer bewaffneten Macht schlagen. Bredow leitet das historisch ...
HAMBURG, im Mai. Eva Herman kommt mit dem Fahrrad. An der Ampel vor dem Hotel Louis C. Jacob steigt sie ab und wirft einen Blick ins Innere des Hauses, der sich zwischen Neugier und Misstrauen nicht entscheiden kann. Sie wohnt um die Ecke in einem Backsteinbungalow. Zu Interviews bittet sie ihre Gesprächspartner gerne in das Hotel.
Selbst einige Jahre einer stabilen demokratischen Entwicklung werden nicht genügen, um einen serbischen Nationalismus zu überwinden, den die liberale Belgrader Historikerin Latinka Perovic als "Surrogat einer ausbleibenden Modernisierung" bezeichnet. Nationale Expansion, so Frau Perovic, habe in ...
Sechzig Jahre nach der Gründung des Staates Israel erscheint es durchaus angebracht, den Blick auch auf die weitere Vorgeschichte der Teilung Palästinas zu werfen. Dies tut Rolf Steininger, indem er den "Kampf um Palästina" in der Zwischenkriegszeit anhand von Berichten dokumentiert, die die deutschen Generalkonsuln nach Berlin geschickt haben.
"Karl und Rosa", Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg, genossen in der DDR geradezu kultische Verehrung als Märtyrer der kommunistischen Bewegung in Deutschland. Auch nach dem Ende der DDR gedenken alljährlich an einem Januartag mehrere tausend Menschen auf dem Friedhof Berlin-Lichterfelde der durch Freikorpssoldaten am 15.
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