Vor allem Anverwandtschaft und Verehrung sprechen aus diesem Versuch, der Lebensgeschichte Ulrike Meinhofs gerecht zu werden. Jutta Ditfurth beschränkt sich in ihrer Biographie auf die Einfühlung in das Selbstverständnis ihrer Heldin. In einer mehr als sechsjährigen Recherche hat sie sich zum äußersten Verständnis ...
Die Geschichte eines Unternehmens lässt sich aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln schreiben. Und doch gibt es einen heimlichen Königsweg, der ohne Umwege ins Zentrum unternehmerischer Entscheidungsprozesse führt. Ihm folgt Jürgen Lindenlaub, wenn er die Unternehmensgeschichte der Firma Krupp ...
Für eine Rehabilitierung des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) stellen sich hochrangige Ex-Stasi-Offiziere aus der Hauptverwaltung Aufklärung und der Spionageabwehr zur Verfügung, um unverdrossen ihren "Friedensdienst" im Kalten Krieg zu verklären. Unterstützung erhalten sie dabei von unerwarteter Seite.
Achthunderttausend bis eine Million Tote, vor allem Angehörige des Volkes der Tutsi, zumeist brutal abgeschlachtet, in einem Zeitraum von nur drei Monaten: das ist die unfassbare Dimension des Völkermordes in Ruanda im Frühjahr 1994. Als die Weltöffentlichkeit endlich begriff, was sich im zuvor oft ...
"Die militärische Intervention im Kosovo hat einen Krieg beendet", schreibt Joscha Schmierer: "Die Arbeit am Frieden in der Region wird noch lange dauern." Neben dem früheren Berater im Planungsstab des Auswärtigen Amts zeichnen drei Dutzend Autoren Vorgeschichte, Verlauf und Konsequenzen der Kriege auf dem Gebiet des einst sozialistischen Jugoslawiens nach.
An einer Sammlung der wichtigsten Entscheidungen zum Medienrecht hat es bislang gefehlt. Frank Fechner präsentiert Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts und des Bundesgerichtshofs, wobei er außer den Leitsätzen die tragenden Passagen aus der Darstellung des Sachverhalts und aus den Begründungen wiedergibt.
Für viele Autoren, die sich mit der Karriere des George W. Bush befasst haben, schien schon vor Jahren festzustehen, dass der 43. Präsident als einer der glanzlosesten in die Geschichte eingehen werde - als eine gescheiterte Figur, die die Vereinigten Staaten nach der "goldenen" Clinton-Ära auf politische und ökonomische Abwege geführt habe.
Das Buch will einen umfassenden Überblick über den Kaukasus geben, indem es außer den aktuellen Entwicklungen auch die historischen und kulturellen Hintergründe darstellt. Deren Bedeutung kann in einer Region kaum überschätzt werden, in der auf engstem Raum christliche und islamische Völker leben und zwischen 50 und 60 Sprachen gesprochen werden.
Bücher mit mehr oder weniger seriösen Voraussagen über Chinas Zukunft haben Konjunktur. Da wird eine "Kleine Geschichte Chinas" zu einer hoch willkommenen Abwechslung im von Modetrends beherrschten Buchmarkt. Der Autor entschuldigt sich ohne Not dafür, dass auf relativ beschränktem Platz nicht alle Aspekte einer viele tausend Jahre währenden Geschichte behandelt werden können.
Das Thema beschäftigt die Welt auch nach fünf Jahren und kurz vor dem Ende der Ära Bush noch immer: der Krieg gegen den Irak und die damit verbundene Frage, inwieweit die Bush-Administration nicht nur die eigene, sondern die Weltöffentlichkeit wenn nicht durch Fehlinformationen belogen, so doch zumindest systematisch manipuliert habe.
Wenn von China als der "Weltmacht des 21. Jahrhunderts" die Rede ist, schwingt noch die Faszination mit, die dieses "Reich der Mitte" seit Marco Polos Reisebericht in Europa immer wieder auslöst. Im Verborgenen bleibt dabei, wie sich China als Weltmacht in Szene setzen wird. Als "Werkbank der Industrieländer" ...
Deutschland ist kein Einwanderungsland, die Gastarbeiter fahren wieder nach Hause - das waren einmal Glaubenssätze. Aus den Arbeitern wurden Rentner und aus den Gästen "Migranten", Einwanderer eben. Ein anderer Glaubenssatz ist, dass die Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte ein Instrument der Arbeitsmarktpolitik gewesen sei, weil die westdeutsche Industrie diese benötigt habe.
Hauptthema der Sitzungen des Auswärtigen Ausschusses in der 6. Wahlperiode war der ganze Komplex der Ost- und Deutschlandpolitik. Von den insgesamt 4200 Seiten der Niederschriften des Stenographischen Dienstes des Deutschen Bundestages handeln rund 3000 Seiten davon. Bei der jetzt erfolgten Edition durch ...
Warum Polen den ersten Platz in der Hierarchie der Opfer beansprucht und den Juden immer irgendwie eine Mitschuld an ihren Leiden zuweist, macht der Bericht Primo Levis erahnbar: Nach seiner Befreiung aus dem KZ Auschwitz kam er mit Anwohnern ins Gespräch. Sie schienen von der nahen Mordmaschinerie nichts zu wissen.
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