Fischer schreibt, dass er zweimal seinen Rücktritt erwogen habe

Joschka Fischer legt den ersten Band seiner Erinnerungen als Außenminister vor. Darin räumt er mit mancher Legende auf und ist bemerkenswert selbstkritisch, findet der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Eckart von Klaeden. Ein Gastbeitrag.

Lesermeinungen zum Beitrag

12. Oktober 2007 22:15
Antibild  
C. Müller (Chrizz)

Vielen bleibt einzig und allein die Erinnerung daran, daß es einem früheren vehementen und schlagkräftigen Gegner des Systems möglich war, in eines der bedeutendsten Ämter unseres Landes zu gelangen.

Viele erlaubnisbedürftige Tätigkeiten sind heute in unserem Lande nicht möglich, ohne Führungszeugnis und Nachweis einer makellosen Lebensweise; sogar die Punktefreiheit in Flensburg als Voraussetzung gehört vielfach dazu. Das Amt in der Politik erfordert hingegen leider keinerlei Makellosigkeit in diesem Sinne.

Dieser Außenminister war ein Schlag ins Gesicht derjenigen Generation, die als Kind nicht zum Spielen nach draußen durfte, bevor die Hausaufgaben fertig waren und das Zimmer aufgeräumt war. Und er ist heute ein Antibild für diejenigen Eltern, die den zukünftigen Erfolg ihrer Kinder nach wie vor in heimischer Erziehung und schulischer Ausbildung begründen wollen.

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12. Oktober 2007 11:14
Fischer unverzichtbar ......?  
wolf haupricht (emilgilels)

...seine Erinnerungen in 2 Bänden werde ich mir mit Sicherheit verkneifen können und gehe dafür lieber gut essen.
Interessant ist, dass gerade E.v. Klaeden den Gastbeitrag schreibt.
Ansonsten hinterlässt er -historisch gesehen - wohl keinen nachhaltigen Eindruck, im Gegensatz zu vielen seiner Vorgänger, die diesem Amt Gewicht und Gesicht gegeben haben.
Er hat vielmehr versucht, diesem Amt sein vielfältiges Gesicht zu nehmen, was Gott sei Dank nicht gelungen ist.

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