
Soviel allerdings muss ich anmerken.
Das Tragische an der SED war, dass sich in dieser Partei letztlich viele versammelt hatten, die die Mitgliedschaft nur als Mittel zu ihrem gesellschaftlichen und beruflichen Aufstieg betrachteten und sich daher auch nicht mit den Mängeln und Schwächen des Systems auseinandersetzten. Zum Ende der DDR, als sich diese Mitgliedschaft als Nachteil für den weiteren Lebensweg entpuppte, waren diese Opportunisten verschwunden und dienten sich dem neuen System an, z.T. mit nicht unbeachtlichem Erfolg.
Ich habe jene, die in dieser Partei blieben, immer als diejenigen betrachtet, die ihren Idealen treu blieben. Natürlich ist es, wenn man eine differenzierte Betrachtung ablehnt, am einfachsten, diese Menschen als "Betonkommunisten" usw. zu betiteln und zu verunglimpfen.
Schon weil das z.B. ein Hubertus Knabe mit einem nicht nachvollziehbaren Anspruch auf Deutungshoheit praktiziert, ist mir jeder Cent für eines seiner in Buchform vorliegenden und noch zu erwartenden Machwerke zu schade.