Es verwundert nicht, dass solche Thesen im heutigen Wissenschaftsbetrieb aufkommen: Entspringt doch das Interesse nach einer erleichterten und größeren Einwanderung kurzfristigen wirtschaftlichen und ideologischen Interessen. Ähnlich verhält es sich ja auch mit der Friedenssehnsucht neuerer Publikationen, die gerne einmal kriegerische Herrscherpersönlichkeiten zu Friedenswahren deklarieren, da der Gründervater der Ottonen (und damit ein Stück weit auch der deutschen Nation) ja kein kriegerischer Recke gewesen sein darf. Ähnlich ergeht es dem späten Habsburgerreich: Von Liberalen und Nationalisten seiner Zeit angefeindet und nur als Zwangsstaat lebensfähig, werden ihm heute Zukunftsfähigkeiten im Sinne einer europäischen Einigung attestiert. In einer Reihe mit solch zeitgeistigen Ansichten scheint mir auch dieses Werk zu stehen, zumal sich einzelne Autoren nicht einmal der konkreten politischen Agitation enthalten haben. Überflüssig zu erwähnen, dass über den Zugang zu seinem Staatsgebiet allein der Souverän, im deutschen Fall das Volk bzw. dessen Vertreter, zu entscheiden haben – und: UN-Konventionen sind mit einfacher Parlamentsmehrheit jederzeit kündbar, mit der sie auch angenommen wurden.